Interviews mit Autoren & Co. 2009 und 2010

„Ich will auch über unser Verhältnis zur Erde schreiben, auch wenn ich mich mehr um Respekt sorge, als um Umweltschutz.“

Als Krimi-Autor bereits eine bekannte Größe, etabliert sich Maxime Chattam derzeit als phantastischer Literat. Lesen Sie in unserem Interview mit dem auch in New York heimischen Franzosen, wie er sich mit der „Alterra“- Serie auf die Phantastik zurückbesonnen hat, warum es dort eine „Gemeinschaft der Drei“ gibt und welche Botschaft er vermitteln möchte.

„Bei mir überwiegen mehr die mystischen Themen, Magie und Übersinnliches.“

Monika Felten stellte mit „Kristall der Macht“ wieder einen mystischen Fantasy-Roman vor, der ohne epische Schlachten auskommt und dafür auf die überaschenden Handlungen kluger Frauen setzt. Im Interview mit Phantastik-Couch erzählte sie uns, in welcher Tradition sie ihre Romane sieht, was sie privat gern liest und im TV verfolgt und was sie vom „All Age“ Label für Fantasy-Romane hält.

„Man findet die tollsten Details, wenn man sich nur lange genug in eine Materie hineingräbt, und fühlt sich dann wie ein Goldwäscher, der plötzlich ein Körnchen Gold in seinem Sieb entdeckt hat.“

Der Autor Bernd Perplies, mit seiner epischen Fantasy-Trilogie „Tarean“ bekannt geworden, bricht auf zu neuen Ufern. Der Gaslight-Fantasy ist seine neue Serie „Magierdämmerung“ zuzuordnen. Der erste Band „Für die Krone“ faszinierte gleich drei Redakteure des Phantastik-Couch-Teams und wurde folgerichtig zum „Buch des Monats“ Oktober. Doch was inspirierte den Autor dazu, ein viktorianisches Setting zu wählen und mit Akteuren zu besetzen, die an literarische Berühmtheiten erinnern? In welche Richtung entwickelt sich die Fantasy und was macht für den Autor und Kollegen ein gutes Buch aus? Über diese und weitere interessante Themen sprachen wir mit Bernd Perplies auf „Rheinlesen“.

„Jedes gute Märchen ist “all Age„. Märchen waren ursprünglich keine Kindergeschichten, sondern für ein erwachsenes Publikum gedacht.“

Susanne Gedom kennen wir als Autorin der epischen Fantasy, z.B. durch ihre „Elben“-Bücher „Elbenzorn“ und „Die Seele der Elben“. Mit „Der Nebelkönig“ kehrt die Autorin zu ihren Wurzeln zurück, dem Spiel mit verschiedenen Realitäten. Wie dieses Fantasymärchen entstanden ist und was sie über die Zukunft der Fantasy denkt, erzählte uns Susanne Gerdom im Interview.

„Ich schaue auf das Meer und stelle mir vor, die Flut würde ausbleiben und der Meeresgrund wäre über hunderte von Meilen freigelegt. Was wäre dort?“

Simon Clark ist in seiner Heimal Großbritannien bereits ein anerkannter Horror- und SF-Schriftsteller, der 20 Romane und zahlreiche Novellen veröffentlicht hat. Nun hat er mit „Vampyrrhic“ den Sprung auf den deutschen Buchmarkt geschafft. Wie es dazu kam und warum ihm ein deutscher Horror-Fan dabei behilflich war, erfahren Sie in unserem Autoren-Interview.

„Es wird ein düsterer Roman.“

Erfolgsautor Michael Peinkofer sprach mit Redakteur Andreas Kurth über Lieblingshelden, seine Arbeitsweise, sowie über aktuelle und künftige Projekte.

„Geschichten waren für mich nie dafür da, um vor etwas zu fliehen, sondern im Gegenteil um mich selbst in ihrem Spiegel zu verändern und dann auf diese Art verändert auch die äußere Welt zu verwandeln.“

In unserem Autoreninterview stellt sich Ihnen heute Gesa Schwartz vor, die mit „Grim – Das Siegel des Feuers“ einen von der Kritik und den Lesern begeistert aufgenommenen Urban-Fantasy-Roman veröffentlicht hat. Die Autorin erzählte uns, wie ihre Geschichten entstehen, was ihr die phantastische Literatur bedeutet und wie sie zu Vorwürfen wie Eskapismus oder Infantilisierung steht.

„Was ich beruflich mache, halten viele Menschen wohl kaum für Arbeit.“

Der Herausgeber Frank Festa sah sich gezwungen, sein Unternehmen gesund zu schrumpfen und beschränkt sich jetzt wieder ausschließlich auf Horror-Literatur.

„Hitchcock mit Tolkien vereinen“

...und „in einer Menge grau gekleideter Männer mit identischen Hüten aufzufallen“ kann man, wenn man wie Jens Lossau und Jens Schumacher einen Cross-Over zwischen Sword & Sorcery-Fantasy und dem deduktiven Kriminal- und Ermittlerroman wagt. Lesen Sie In unserem Interview, warum ihr Wechsel vom Krimi in die Phantastik gar keiner war und warum Der Elbenschlächter gut ohne die „großen, epischen“ Themen auskommt.

„Ich schreibe nicht anspruchsvoll, um anspruchsvoll für ein bestimmtes Publikum zu sein.“

Mit dem Autor, Literaturwissenschaftler und Phantastikpreisträger Oliver Plaschka trafen wir uns auf der Leipziger Buchmesse, direkt nach der Lesung zu seinem neuen Werk „Die Magier von Montparnasse“. Lesen Sie hier, warum den Autor die Zeitepoche, in der der Fantasyroman spielt, fasziniert und was er zu Themen wie Zielpublikum und Studiengebühren zu sagen hat.

„Für jedes Genre und jeden Verlag ein eigenes Pseudonym, das scheint die gängige Weisheit zu sein, bis es irgendwo einen Bestseller gibt!“

Er schreibt unter dem Namen Carl A. deWitt die „Lytar“-Trilogie und als Richard Schwartz an der Reihe um „Das Geheimnis von Askir“. Diese erfolgreiche, epische Fantasy-Reihe endet im April mit dem sechsten Band „Der Kronrat“. Für uns Grund genug, einen Blick auf die Hintergründe der „Askir“-Welt und auf dessen „Erfinder“ zu werfen. Warum Richard Schwartz zusätzlich ein begleitendes Werk, „Die Eule von Askir“ geschrieben hat und wie sich seine Figuren mit der Zeit verselbständigt haben, erzählte der Autor unserem Rezensenten Tom Orgel im Interview.

„Alle Iren, mit denen ich gesprochen habe, fanden die Iren im Buch am besten.“

Der irische Autor Eoin Colfer ist mit „Artemis Fowl“ einem breiten Fantasy-Publikum bekannt geworden. Nach sieben Bänden der beliebten Reihe, hat er sich an ein Projekt gewagt, das für viel Aufregung sorgte: die Fortsetzung des Kult-Klassikers „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Wir wollten von Eoin Colfer wissen, ob er „Und übrigens noch was..“ rückblickend noch einmal schreiben würde, wie er über die Reaktionen der Leser denkt und warum ein vielen Fans lieb gewordener Charakter nicht wieder mit dabei ist.

„Im Mittelpunkt müssen die Geschichte und die Figuren stehen. Das ist mir wichtig.“

Armin Rößler ist Autor und SF-Herausgeber im Wurdack Verlag. Mit der „Argona“-Romantrilogie ist Armin Rößler bekannt geworden, er schreibt aber auch viele Kurzgeschichten in allen phantastischen Genres. Im Phantastik-Couch-Interview erzählt der Autor uns, wie aus einer Ablenkung vom Lernstress der Beginn seiner Schriftstellerkarriere wurde, welches Detail aus seinem Leben er literarisch verarbeitet hat und an welchem Schauplatz seiner „Argona“-Welt er gern leben würde.

„Wenn der Veranstalter einer Lesung angesichts des Romans Drohungen erhält, gehe ich davon aus, dass ich ein recht realistisches Szenario entworfen habe.“

Im Interview sprachen wir mit dem Autor über verrückte Ideen, Recherche und Spiritualität. Aber vor allem auch über seinen Roman Die letzte Offenbarung.

„Im Rollenspiel war ich immer wieder mit den absurdesten Situationen konfrontiert.“

Bernhard Hennen gilt als der derzeit erfolgreichste Fantasy-Autor Deutschlands. Leser setzen ihn auf eine Stufe mit Tolkien. Kritiker loben seine Werke als bildgewaltig und fesselnd. Was macht die Welt seiner Bücher aus, dass sie Hunderttausende begeistern? Zum Gespräch trafen wir uns mit ihm in einer ungemütlichen leeren Messehalle am Rande der Spiel 09 in Essen.

„Meine Kinder sind Teil meines Schreibprozesses, für den ersten Missing-Teil machte mir meine Tochter einen Vorschlag, der perfekt funktionierte.“

Phantastik-Couch.de spricht mit der Autorin über den Erfolg ihrer Serie und dei Bedeutung der Familie.

„Meine Schwiegermutter fragte – heimlich – meine Frau, ob sie denn denke, ich sei gefährlich.“

Phantastik-Couch.de spricht mit Dan Wells über seinen spektakulären Thriller „Ich bin kein Serienmörder“.

„Ich bin weder fanatisch für noch gegen die Monarchie.“

„Wenn Du schreibst, ist es dein Geschäft, das wahre Leben gegen das Spiegelkabinett deiner Vorstellung antreten zu lassen.“

„Ich will den Olymp der russischen Literatur erstürmen!“

Wir sprachen mit dem russischen Shootingstar über seinen Roman „Metro 2033“ und die im November 2009 erscheinende Fortsetzung „Metro 2034“, über die Fantasy-Szene in Russland, von der er sich fernhält und moralische Ideale, die ihm nah stehen.

„Beruflich bewege ich mich auf der extrem langweiligen Seite des Lebens.“

„Ich versuche, die Spannungen oder Gegensätze vor einem veränderten historischen Rahmen weiterzuentwickeln und mir vorzustellen, welche Menschen vor diesem Hintergrund existieren könnten, welche Dinge ihnen widerfahren könnten.“

„...meist jedoch mit bösem Ende.“

„In meinen letzten Geschichten spielen Protagonisten die Hauptrolle, die sich in einem undurchschaubaren Szenario wiederfinden, welches sie selbst nicht vollständig verstehen, geschweige denn kontrollieren können: Es sind verlorene Gestalten, die sich erst emanzipieren müssen, um für sich selbst eine Veränderung der Lage herbeizuführen – meist jedoch mit bösem Ende.“

„Ich glaube, dass jeder Mensch mit bestimmten Begabungen geboren wird.“

Ted C. Rypel ist ein Fantasy-Autor alter Schule, aus einer Zeit, bevor Drachen zu Schoßtieren wurden und Zauberlehrlinge auf Abenteuer auszogen. Allen Gerüchten zum Trotz hat er nicht Seppuku begangen,sondern lebt in Middelburg Heights, Ohio, am Ufer des Erie-Sees.

„"Kryson“ kann man als Plädoyer gegen den Krieg und dessen schreckliche Folgen sehen."

Bernd Rümmelein, Gewinner des Wolfgang-Hohlbein-Preises 2009, erklärte sich direkt nach der Preisverleihung im März gern dazu bereit, uns ein ausführliches und sehr erhellendes E-Mail-Interview zu seinem Debut-Roman und seinem Einstieg in die Welt des professionellen Autorentums zu geben.

„Die Stories um die “Albae„ und die “Zwerge„ leben vom Abenteuer.“

„Und dazu zählen auch die Gefechte, aus denen die Charaktere verändert hervorgehen. Oder auch mal liegen bleiben und raus sind.“

Des Teufels Maskerade ist ein bisschen eine augenzwinkernde Hommage...“

...an die frühe deutschsprachige phantastische Literatur und verneigt sich damit zwar nicht vor spezifischen Werken, wohl aber vor dem Genre und der Zeit an sich."

„Ich möchte den Lesern immer die bisher gewohnte Qualität, aber auch eine Steigerung oder ein Novum anbieten.“

Alisha Bionda, Autorin, Herausgeberin, Journalistin, Preisträgerin und Teamworkerin hat mit DARK LADIES I und II zwei neue Anthologien mit einem ungewöhnlichen Konzept auf den Markt gebracht. Die Herausgeberin war bereit, uns etwas zur Entstehung der Dark Ladies-Bände und zu ihren kommenden Projekten zu verraten.

„Strahlende Helden ohne Fehl und Tadel liegen mir nicht so sehr.“

Phantastik-Couch.de sprach mit der Fantasy-Autorin über ihren Werdegang, über ihren steigenden Bekanntheitsgrad, aber vor allem über ihren neuen Roman „Sternenwächter“.

„Mich hat die Frage gereizt, worauf unser Bild vom Teufel fußt.“

„Wenn man sich bestimmte Dämonen aus dem alten Babylon ansieht, entdeckt man erschreckende Übereinstimmungen.“

„Viele meiner Lieblingsgeschichten gehen schlecht aus. Ich weine nun mal gern beim Lesen.“

Die Liebesgeschichte um „Tristan und Isolde“ ist eine der ganz großen Legenden. Die Amerikanerin Ruth Nestvold legt in ihrem Debüt „Flamme und Harfe“ eine neue Fassung des alten Stoffes vor. Sie sprach mit uns über die Faszination von Tragödien und die Grenze von Liebe und Magie.