Nachgefragt – Interviews mit Autoren & Co.

„Im Web kommen verstärkt die Leute zu Wort, die Phantastische Literatur mit dem Bauch erleben. So manche Leser-Rezi hat mehr Substanz als die Waschzettelabschreibsel in der Tagespresse.“

Ralf Isau kann man schon fast als ein Urgestein der modernen deutschen Phantastik bezeichnen. Von Michael Ende einst entdeckt, schreibt er seit 20 Jahren „Phantagone“ wie er sie nennt – Geschichten, die Brücken zu Wundern der realen Welt erschaffen. Nachdem Isau einige realitätsbezogenere Werke verfasst hat, kehrte er zur High-Fantasy zurück – und erschuf mit der „Zerbrochenen Welt“ wieder etwas vollkommen Eigenes. Wir fragten den Autor, warum er sich hartnäckig den gängigen Trends entzieht, wie er die Trennung von Phantastik-Literatur für Erwachsene und im Jugendbuch beurteilt und was er von Leserrezensionen hält.

„Es gibt immer wieder Überraschungserfolge – mutige Bücher, die mit neuen Ideen oder Formen spielen und den Nerv der Zeit treffen. So ein Buch möchte natürlich jeder gerne geschrieben, vertreten, entdeckt haben.“

Was macht eigentlich eine Literaturagentur? Wir befragten die Gründerinnen der Literaturagentur ´Schmidt und Abrahams´, wie ihr Arbeitsalltag aussieht und wie man einschätzt, ob ein Roman Bestsellerpotential hat. Zudem gehören beide zur Phantastischen Akademie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, der phantastischen Literatur im deutschsprachigen Raum zu einem höheren Stellenwert zu verhelfen. Der von der Akademie ausgelobte Phantastik-Preis ´Seraph´ kürt in diesem Jahr zum zweiten Mal das „Beste Debut“ und das „Beste Buch“. Julia Abrahams und Natalja Schmidt erzählten uns, wie sich die Qualität und Akzeptanz des ´Seraph´ inzwischen entwickelt hat.

„Im Endeffekt ist es das, was Lektoren tun: Sie arbeiten für den Autor, haben aber eigentlich das Wohl des Lesers im Sinn.“

Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen des Literaturbetriebs – was macht eigentlich eine Lektorin? Carsten Steenbergen befragte für uns die freie Lektorin (und neue Phantastik-Couch Rezensentin) Hanka Jobke über ihre Arbeit, die außer dem Lektorat und Ko-Lektorat auch das „Goldmarie“-Konzept beinhaltet. Was darunter zu verstehen ist, erfahren Sie im Phantastik-Couch Interview.

„Die Puppe meiner Schwiegermutter heißt Inge, saß stets würdevoll und ein bisschen unheimlich im Flur meiner Schwiegereltern, bis sie aus unerfindlichen Gründen von ihrem Stuhl stürzte und sich den Kopf brach.“

„Die zerbrochene Puppe” ist der erste gemeinschaftlich erdachte Roman von dem Autorenehepaar Judith und Christian Vogt. Einen Steampunk-Roman hatten sich die Pädagogin und der Physiker vorgenommen zu schreiben und so ist es kein Wunder, das allerlei technische Wunderwerke in “Die zerbrochene Puppe” eine wichtige Rolle spielen. Aber eine sprechende Puppe? Wir fragten Judith und Christian Vogt im Phantastik-Couch Interview, woher diese Idee stammt und was die beiden am Steampunk fasziniert.

„Eine Figur ist mir praktisch unter den Händen weggestorben.“

Die Fantasy-Trilogie „Druidenchronik“ war eine der positiven Überraschungen der letzten Jahre. Andreas Saumweber erschuf zwei parallel existierende Welten, eine unserer modernen Welt ähnlich, die andere altertümlich, der keltischen Zivilisation nachempfunden. In beiden Welten bekriegen sich Schattenlords und Rattenmenschen, Druiden und die Inquisition auf äußerst brutale Weise. Wir haben den Arzt und Autor gefragt, wie diese komplexe Geschichte entstanden ist und ob es ihm schwer gefallen ist, so viele seiner Figuren zu opfern.