Schwarzer Sturm von Ivo Pala

Buchvorstellungund Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2017, 400 Seiten.ISBN 3-426-51916-X.

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In Kürze:

Ein Dark Fantasy-Epos voller Intrigen und packender Schlachten in einer Welt ewiger Finsternis.

Seit dem Weltendonner herrscht überall ewige Nacht. Asche verdunkelt den Himmel, alle Felder sind tot; Menschen verhungern auf den Straßen. Hoffnung verspricht einzig der neu entdeckte, geheimnisvolle Kontinent Kutera.
Doch Rielle, die Königin der sterbenden Hochkultur Twyddyn, hegt grausame Pläne für Kutera, und nur der Krieger Raymo und die Sklavin Lizia können sie noch aufhalten.
Währenddessen führt eine geheimnisvolle Mission den Mönch Ash und seine Gefährten auf eine Reise um die halbe Welt – hin zur Erfüllung seines dunklen Schicksals.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Eine sterbende Welt, siechende Götter und tragische Helden“76

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Willkommen zurück auf einer Welt, die seit dem Weltendonner in ewiger Dunkelheit gehüllt ist. Unzählige haben bereits ihr Leben verloren, der Überlebenskampf um Ressourcen und Macht wird gnadenlos geführt. Einzig der weit südlich gelegene Kontinent Kutera verspricht Hoffnung. Der von allen Parteien gnadenlos geführte Wettlauf um die Eroberung des Kontinents und damit die Macht über die Nahrungsmittel ist in vollem Gange. Dabei kommt es zu ungewöhnlichen Allianzen.

Der Krieger Raymo verbündet sich mit seinem Erzfeind um die Thronerbin zu schützen, der ehemalige Mönch Ash sucht im Auftrag seines Gottes, eines unsterblichen Drachen nach einer legendären Waffe, einem Speer, mit dem er seines Gottes Bruder töten soll. Ziel ist es, die Dunkelheit zurückzudrängen und das Leben wieder in die Bahnen vor dem Weltendonner zurückzuführen. Dumm einmal wieder, dass bei all diesen durchaus nachvollziehbaren Questen auch immer wieder persönliche Eitelkeiten, Machtgier und Intrigen ins Spiel kommen.

Lizia soll gewaltsam auf den Thron gehoben werden, eine Rebellion droht, wobei die Tatsache, dass die aktuelle Herrscherin die Ehe mit dem Thronerben eines anderen Reiches geschlossen hat nicht zur Beruhigung der Lage beigetragen hat. Auch der Kampf um Kutera geht in eine neue, gewalttätige Runde …

Dark Fantasy made in Germany – ein Gütesiegel

Auch im zweiten Teil seiner Dark World Saga bleibt Ivo Pala sich selbst treu. Geboten wird eine Dark Fantasy made in Germany, die sich wahrlich nicht verstecken muss. Ingredienzien sind neben markanten Figuren eine Welt, die in immerwährende Dunkelheit gehüllt ist, die darum immer lebensfeindlicher und kälter wird, und nicht länger als Lebensumgebung für Mensch und Tier taugt. Dazu kommen Götter, die auf Erden leiden – wandeln können sie, schwer verletzt wie sie sind, nicht mehr -, persönliche Ambitionen und jede Menge Intrigen und Kämpfe.

Geschickt mixt der Autor hier seine spannenden Schilderungen. Mal erleben wir Galeerenkämpfe und größere Seegefechte, dann wieder geht es an Land in die Auseinandersetzung Mann gegen Mann. Dabei bleiben große Schlachten außen vor, konzentriert sich Pala auf seine wenigen handlungsrelevante Figuren, die sich immer wieder wandeln und für Überraschungen sorgen. Sympathierträger entwickeln sich nicht immer zum Besseren, immer wieder nimmt die Handlung so eine unerwartete Wendung. Dabei scheut sich der Autor auch nicht davor, Hauptpersonen sterben zu lassen.

Im Verlauf des Plots lernen wir weitere Landstriche kennen, ohne dass wir hier auf große Überraschungen stoßen würden. Sensationen reserviert der Autor für seine Schlüsselszenen in und um die er seine Handlung aufbaut und fortentwickelt. Sprachlich unauffällig und gut lesbar wartet somit ein zweiter Teil auf uns, der erneut mit einer lebensfeindlichen Umgebung und jede Menge Verwicklungen den Leser bereit hält.

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