Der Herr der Ringe - Die Gefährten von J. R. R. Tolkien

Buchvorstellung

Der Herr der Ringe - Die Gefährten von J. R. R. Tolkien

Originalausgabe erschienen 1954unter dem Titel „The Fellowship of the Ring being the first part of The Lord of the Rings“,deutsche Ausgabe erstmals 1969, 526 Seiten.ISBN 3-608-93541-X.Übersetzung ins Deutsche von Margaret Carroux.

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In Kürze:

Die Sonne war untergegangen, und ein kühler, blasser Abend dämmerte, als Frodo das einst so vertraute Klopfen hörte. „Du hast dich gar nicht verändert“, sagte der Zauberer. „Du auch nicht“, antwortete Frodo, aber im Stillen fand er, daß Gandalf doch um einiges älter und sehr besorgt aussah.
Lange galt der Eine Ring als verloren. Doch nun erheben sich erneut die Schatten von Osten. Sauron erhielt Kunde, der Ring sei im Auenland, im Besitz eines gewissen Hobbits. Sauron schickt seine Schwarzen Reiter aus. Mit knapper Not und nur mit Hilfe des Zauberers Gandalf gelingt es Frodo und seinen Gefährten, zu entkommen. Doch das ist erst der Anfang des Abenteuers, das Frodo ins Reich der Elben führen soll und in die alte Zwergenstadt unter dem Berg, wo nun die Orks und der furchtbare Balrog hausen.

Ihre Meinung zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«

ABC zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«11.06.2014
Ich meinte natürlich nicht "mtireßende", sondern MITTREISSENDE Spannung - mir ist schleierhaft, wie ich einen so groben Tippfehler übersehen konnte und ich entschuldige mich dafür. Ach übrigens, noch ein Kritikpunkt: die einseitigen Geschlechterrollen. Gibt es überhaupt weibliche Orks oder Zwerge? Jedenfalls sind alle neun Gefährten und so gut wie jede der Haupt- und wichtigen Nebenfiguren männlich. Wenn etwa Bergil im dritten Band "Sag bloß nicht, er hat sich's anders überlegt und will mich jetzt doch mit den Mädchen fortschicken" sagt, ist das schon ärgerlich, aber leider keine Ausnahme. Man könnte jetzt vorbringen, dass
a) das nicht immer stimmt, weil ja Éowyn im dritten Band mit der "grauen Schar" mitreiten will (aber das bleibt ein einzelner Paradefall)
b) (das bessere Argument) der Autor eben auch die gesellschaftlichen Gegebenheiten des Mittelalters nachbilden wollte.
Falls b stimmt, bin ich allerdings der Meinung, dass Tolkien das erheblich kritischer hätte machen können.
ABC zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«13.05.2014
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Natürlich zweifle ich nicht an, dass der "Herr der Ringe" ein Meisterwerk ist. Aber ich finde es eben nicht perfekt. Vor allem gestört haben mich die Stereotype und Gut-Böse-Schemata: Alle Elben, Nordmenschen, Hobbits, Zwerge usw. sind gut, alle Orks, Südmenschen, Bewohner von Mordor, Drachen etc. böse. So einfach ist es eben nicht. Außerdem handeln die verschiedenen Hauptfiguren alle mehr oder weniger gleich, wirkliche Charaktere werden überhaupt kaum entwickelt, die Figur des edlen Helden dagegen so stark überstrapaziert, dass man es schon für eine Parodie halten könnte. Als nächstes wohl der häufigste Kritikpunkt an Tolkiens Werk: Langatmigkeit. Es ist nicht so schlimm, dass man das Buch weglegen würde, aber die seitenlangen Natur- und Wegbeschreibungen sind vor allem für Leute wie mich, die einfach nichts überlesen können, eine Qual. Die ganze Geschichte liest sich wie eine Rittersage, altmodisch und platt. Irgendwann liest man nur noch aus purem Pflichtgefühl weiter und ist heilfroh, wenn man endlich das Ende erreicht hat. Noch einmal: Ich finde nicht, dass der Herr der Ringe ein schlechtes Buch wäre. In Schlachtbeschreibungen etwa wie bei Helms Klamm entwickelt es eine mtireßende Spannung, es überrascht immer wieder mit neuen Wendungen der Handlung und es ist zweifellos ein, wenn nicht der Höhepunkt der von ihm ausgelösten Fantasywelle. Ich habe hier nur die Schwachpunkte des Romans aufgezählt, weil ich nichts davon halte, es überzuglorifizieren, wie das etwa Stefan83 tut. Kein Buch ist vollkommen, auch der "Herr der Ringe" nicht. Aber er ist nah dran.
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Beverly zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«11.05.2012
"Der Herr der Ringe" ist zentraler Teil einer von Tolkien geschaffenen Welt. Von den Romanen und erzählungen, die in ihr spielen, habe ich noch "Das Simarillion" und "Der kleine Hobbit" gelesen.
"Das Simarillion" handelt davon, wie die Welt entstand und wie das Böse in sie kam. Das war's dann aber auch schon. Das Buch ist in einem so unleserlichen Stil geschrieben, dass ich das Lesen abbrach. Mann mus wohl Tolkien heißen, um sich so einen Stil erlauben zu können, ohne von der Kritik als "spannungslos" abgewatscht zu werden.

In "Der kleine Hobbit" dagegen zeigt sich Tolkien als spannender und witziger Erzähler. Der Roman spielt einige Zeit vor "Der Herr der Ringe" und die Leser erfahren die Vorgeschichte jenes unseligen Ringes, dessen fachgerechte Entsorgung sich als so schwer erweist.

"Der Herr der Ringe" erschien in drei Bänden mit den Titeln "Die Gefährten", "Die zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs". Es sind aber drei Abschnitte einer Geschichte.
Dieses Meisterwerk der Fantasy hat aber nicht nur Lob, sondern auch viel Kritik bekommen. Meines Erachtens sind weder schnelle Handlung noch innovative Gesellschaftsentwürfe Tolkiens Stärken. Die Handlung ist eher gemächlich und ein Freund meinte, da würden sich nur Raubritter prügeln.
Tolkiens Stärken liegen IMHO in seinem Weltentwurf, der einen von unserer Welt grundverschiedenen Kosmos überzeugend darstellt und in der Atmosphäre, die er in "Der Herr der Ringe" schafft. Sie ist das Geheimnis seines Erfolges und der Faszination, die seine Bücher und auch die Verfilmung ausüben.
Susannah zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«27.02.2011
Mittelerde, im 3. Zeitalter. Lange schon schwelt der Schatten dessen, der sich einst Mittelerde untertan machte. Im Lande Mordor regt sich das Böse, die Weisen spüren es. Im Auenland hingegen, der Heimat der Hobbits, ist davon nichts zu spüren. Die Hobbits kümmern sich nicht um die Belange anderer Völker, um dunkle Mächte oder Politik. Sie sind friedliebend, genügsam und heimatverbunden. Doch Bilbo Beutlin schlug seinerzeit aus der Art, es verschlug ihn zum Einsamen Berg. Aus dieser Zeit brachte er einen kleinen Goldring mit, den er nun seinem Neffen Frodo vermacht. Doch dieser Ring ist kein einfaches Schmuckstück, es ist ein Zauberring. Und nicht irgendein Zauberring, sondern der Eine Ring, geschmiedet in Mordor, für die Hand Saurons ... und Ring und Meister wollen wieder vereint sein. Frodo bleibt nichts anderes übrig, als sich des Ringes anzunehmen - doch der Weg des Ringträgers wird lang und gefahrvoll sein ...

Zum dritten Mal habe ich nun die deutsche Version des "Herr der Ringe" gelesen - zum zweiten Mal in der Übersetzung von Madame Carroux. Obwohl man die Geschichte in- und auswendig kennt, öffnen sich bei jedem Satz neue Türen in diese wundervolle Welt namens Mittelerde. Jeder Grashalm im Auenland scheint vertraut, jedes Pferd aus dem Lande Rohan, jeder Stein der weißen Stadt Minas Tirith. Es ist wie ein nach Hause kommen, und doch entdeckt man jedesmal auf's Neue etwas, das einem zuvor entging. Es fällt schwer, Tolkiens Welt zu beschreiben. Man muss sie erleben. Dem Rezensenten vor mir ist das in erstaunlicher Art und Weise gelungen - dazu reicht es bei mir nicht. Aber ich möchte es trotzdem schreiben, gerade weil mir Mittelerde so am Herzen liegt. Mittelerde wirkt von der ersten Seite an lebendig. Man riecht das Gras im Auenland, man hört auf den Hügelgräbern die Geister heulen, man hört im Wald von Lorien die Blätter rascheln. Man atmet die Luft von Mittelerde, und das ist wohl der Grund, warum seit Jahrzehnten immer wieder aufs Neue Leser diesen 6 Büchern, die eigentlich eines sind, verfallen.

Und es ist schön, dass man selbst auch beim dritten Lesen dieses wundervolle Gefühl hat, ein Teil von Mittelerde zu sein.
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Stefan83 zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«18.01.2011
Manchmal frage ich mich, warum ich mir überhaupt die Mühe machen soll? Eine Rezension zu schreiben, zu einem Buch, das entweder jeder selbst gelesen oder dessen Verfilmung man zumindest gesehen hat. Ein Buch, das in Worten nicht greifbar zu beschreiben, eben nicht zu rezensieren ist, da sich jedes Lob im Vergleich zu diesem Meisterwerk zwergenhaft klein ausnimmt und bedeutungslos wird. Wo anfangen, wo aufhören? Was hervorheben, was weglassen? Jeder Versuch J.R.R. Tolkiens magisches Epos „Der Herr der Ringe“ zu interpretieren, in wenigen Zeilen zu erfassen, ist von vorne herein zum Scheitern verdammt. Und dennoch sitze ich nun hier, hämmere fleißig auf die Tastatur meines Laptops. Die Stirn zerfurcht, ob der Überlegung, wie ich die Rezension aufbauen, meine Liebe für diese drei Bücher hervorheben soll. Es ist die Situation, die jeder gute Schriftsteller bewältigen muss. Gefühle auf Papier zu bringen, Gedanken zu beschreiben, ohne dabei dem Leser die Möglichkeit zur eigenen Fantasie zu nehmen. Da ich kein guter Schriftsteller bin, sind meine Fähigkeiten dementsprechend limitiert. Großartig, herausragend, beeindruckend. Alles Adjektive mit denen ich einleiten könnte, um deutlich zu machen, welch Zauber uns in Tolkiens Welt erwartet, würden sie nicht täglich den Buchdeckel jedes neuen Bestsellers zieren, den Buchfreunden im Feuilleton, Fernsehwerbung oder Radiospots entgegen springen und somit ihre Bedeutung verlieren.

Faszination lässt sich nicht beschreiben, nicht auf andere übertragen. Wie oft ist es mir im Dialog mit Kunden in der Buchhandlung passiert, dass darüber gestöhnt wurde, wie langatmig diese Bücher sind. Wie lange es dauert, bis endlich was passiert. Dass die ganze Zeit nur über Hobbits lamentiert wird und diese seitenlang nur quer durch Mittelerde laufen. Wozu ein solches Buch durchlesen, ist stets die Frage? Und ich weiß darauf nie eine Antwort. Nein, ich finde es nicht langatmig, kann schon zu Beginn kein Wort Tolkiens überlesen, weil sich mit jedem Satz vor meinen Augen eine Welt öffnet, eine vergangene Zeit, die alles in den Schatten stellt und immer stellen wird, was mir jedes andere Buch oder jeder andere Film je wird bieten können. Jedes Wort ist für mich Mosaikstein eines immens großen Meisterwerks, kündet von Tolkiens jahrzehntelanger Arbeit und Hingabe für die Mythologie und Geschichte Mittelerdes, welche mit „Der kleine Hobbit“ seinen Anfang nahm und schließlich mit „Der Herr der Ringe“, der Schilderung des großen Ringkriegs, seinen Höhepunkt fand.

J.R.R. Tolkien hat diese Erzählung, die inhaltlich an Bilbos Ringfund in Gollums Höhle anknüpft, in sechs Bücher unterteilt und mit Anhängen und Registern versehen, welche weitere Details und Informationen der ohnehin epischen Geschichte hinzufügen. Zusammen bilden sie das Rote Buch der Westmark (Bilbos Tagebuch, das er nach Bruchtal mitnahm und das später Frodo zusammen mit eigenen Notizen ins Auenland zurückbrachte), das jedoch anstatt in einer Gesamtausgabe, entgegen dem Wunsch des Autors, anfangs in drei Bänden publiziert worden ist. „Die Gefährten“ (veröffentl. 29.7.1954), „Die zwei Türme“ (veröffentl. 11.11.1954) und „Die Rückkehr des Königs“ (20.10.1955).

Aufgrund dieser Erscheinungsform wird der Roman daher zumeist als Trilogie bezeichnet. Tolkien selbst jedoch war es immer wichtig zu betonen, dass er einen einzigen Roman geschrieben hat. Und als solchen werde ich „Der Herr der Ringe“ nun auch bewerten, wobei ich die leidige Diskussion über die verschiedenen deutschen Übersetzungen zu meiden versuche, auf die oft mehr eingegangen wird, als auf die Geschichte selbst. Nur soviel: Wer „Der Herr der Ringe“ in beiden Übersetzungen, also in der älteren von Margaret Carroux und in der neueren von Wolfgang Krege gelesen hat, wird danach ganz sicher nur noch zu ersterer tendieren, da Kreges moderner Ansatz nicht selten ganze Ausdrücke sinnentstellt oder der herrlich altmodischen Sprache jeglichen Zauber raubt. Bestes Beispiel ist da Sams übliche Anrede für Frodo, „Herr“ (engl. Master), aus der in der neuen Übersetzung kurzerhand „Chef“ gemacht wurde. Carroux ist Tolkiens Urfassung dagegen erheblich näher geblieben und wird diesem besser gerecht, weshalb jedem Neuling auch diese Version (oder gar das englische Original) ans Herz gelegt werden kann.

Nun zu den drei Bänden der „Trilogie“, die Tolkien mit einem Vorwort einleitet, in dem er jede tiefere Bedeutung oder Botschaft des Buches verneint und damit indirekt auf zahlreiche Kommentare antwortet, welche eine allegorische Interpretation des Werks vorschlugen oder u.a. versuchten einen Zusammenhang zwischen den beiden Weltkriegen und „Der Herr der Ringe“ herzustellen. Tolkien überlässt es dem Ermessen des Lesers darin zu sehen, was er will. Ihm selbst lag es am Herzen ein Buch mit einer langen, fesselnden Geschichte zu schreiben.

„Die Gefährten“ (Erstes und Zweites Buch):
Tolkiens riesiges Epos beginnt bei den Kleinen, und zwar mit einem Bericht über die Bewohner des Auenlands und den Doppelgeburtstag der Hobbits Bilbo Beutlin und seines Adoptivsohns Frodo. Bilbo hat mit 111 Jahren ein selbst für Hobbits sehr hohes Alter erreicht und Frodo wird mit 33. nun endlich volljährig. Grund genug für die gerne schlemmenden und noch lieber feiernden Bewohner des Auenlands ein großes Fest zu organisieren, das den meisten für viele Jahre im Gedächtnis bleiben soll. Während einer Rede gegen Ende macht sich nämlich Bilbo mithilfe seines Ringes (Wer Näheres wissen will, lese bitte „Der kleine Hobbit“. Noch ausführlicher auf den Ringfund einzugehen, würden den hier ohnehin arg strapazierten Rahmen einer üblicher Rezension endgültig sprengen) vor den Augen der Zuhörer unsichtbar. Vergnügt schlendert er nach Hause, um seine bereits gepackten Sachen zu sammeln und sich auf den Weg nach Bruchtal, ins Land der Elben, zu machen. Allein Gandalf, der weise Zauberer, hat Bilbos kleines Kabinettsstück durchschaut und wartet im Beutelsend bereits auf ihn. Er hält wenig vom leichtfertigen Gebrauch des Rings und überredet den anfangs widerwilligen Bilbo, sein wertvollstes Stück für Frodo zu hinterlassen. Als dieser ihn schließlich nach Bilbos Abreise überreicht bekommt, ermahnt Gandalf den neuen Besitzer, diesen keinesfalls zu benutzen.

Fast 17 Jahre gehen ins Land, bis Gandalf, der immer nur kurz im Auenland vorbeigeschaut hat, Frodo ein weiteres Mal besucht. Er hat Studien über den Ring betrieben und wirft diesen nun zu einer „letzten Probe“ ins Feuer des Kamins. Als er ihn herausholt, wird ein Text in der Sprache Mordors sichtbar. Geschrieben in elbischen Buchstaben steht dort:

„Ein Ring sie zu knechten,
sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben,
und ewig zu binden.“

Gandalfs schlimmste Befürchtung hat sich bewahrheitet. Es handelt sich bei dem Ring um den „Einen Ring“ des „Dunklen Herrschers“ Sauron. Und dieser ist wiedererstarkt im Lande Mordor und auf der Suche nach seinem verlorenen Schatz, der ihm seine Gestalt und alle Macht wiedergeben soll. Gandalf rät Frodo zum baldigen Aufbruch aus dem Auenland und zur Flucht nach Bruchtal. So macht sich Frodo eines Tages gemeinsam mit seinem Gärtner Samweis „Sam“ Gamdschie auf den langen Weg, der ihn quer durch den Westen Mittelerdes bis ins Reich der Elben und in die Höhlen der Zwerge führt … stets verfolgt von den „schwarzen Reitern“, bösen Dienern Saurons, die ihm und seinen Gefährten nach dem Leben trachten.

„Die zwei Türme“ (Drittes und Viertes Buch):
Der in Bruchtal geschlossene Bund der neun Gefährten ist am Rande der Rauros-Fälle zerbrochen. Gandalf ist beim Kampf mit einem Balrog in die Tiefen Morias gestürzt, Frodo und Sam alleine in die Emyn Muil geflüchtet, Boromir bei der Verteidigung von Merry und Pippin im Kampfe gegen ein Heer von Orks gefallen. Aragorn, Legolas und Gimli nehmen nun die Verfolgung der entführten Hobbits auf, wobei sie ihr Weg bis an die Grenze des alten Fangorn-Walds führt. Dort treffen Merry und Pippin, denen bei einem Kampf zwischen den Orks und den Reitern Rohans die Flucht gelungen ist, auf Baumbart. Einen uralten, baumähnlichen Riesen vom Geschlecht der Ents. Nach langem hin und her erkennt der Hirte des Waldes die Gefahr, in der Mittelerde schwebt. Er sammelt sein Volk und zieht gen Isengart, um Sarumans Herrschaft ein Ende zu bereiten. Aragorn, Legolas und Gimli sind währenddessen einem alten Freund begegnet. Gemeinsam macht man sich auf den Weg zu König Théoden von Rohan, der lange von Saruman verhext, dem bösen Zauberer den Krieg erklärt. Bei der Festung Helms Klamm kommt es zu einer gewaltigen Schlacht.

Zur gleichen Zeit nähern sich Frodo und Sam Mordor. Geführt werden sie ausgerechnet von Gollum, dem früheren Besitzer des Rings. Während Frodo Mitleid mit dem armen Geschöpf hat, bleibt Sam misstrauisch. In den dunklen Höhlen oberhalb von Minas Morgul scheint ihre Mission schließlich zu scheitern … bis Sam sich ein Herz nimmt und zur Rettung eilt.

„Die Rückkehr des Königs“ (Fünftes und Sechstes Buch):
Gandalf und Pippin sind nach einem waghalsigen Ritt auf Schattenfell in Gondor angekommen und bereiten gemeinsam mit Denethor, Boromirs Vater und Truchsess, die Verteidigung der Stadt Minas Tirith vor, die sich schon bald von Saurons Streitkräften belagert sieht. Doch Hilfe naht – während Merry an der Seite der als Mann verkleideten Eowyn in der Streitmacht Rohans nach Gondor reitet, wählen Aragorn und die Dúnedain die Pfade der Toten, um in den südlichen Reichen der Menschen Hilfe zu suchen und eine alte Schuld einzufordern. Auf den Feldern des Pelennor kommt es zur größten Schlacht des Dritten Zeitalters. Die Hoffnung jedoch liegt weiter im Osten, wo Sam und Frodo sich unter Qualen zum Schicksalsberg schleppen, um den Einen Ring in das Feuer zu werfen, in dem er geschmiedet wurde und damit Saurons Herrschaft zu beenden. Die Zukunft aller freien Völker Mittelerdes liegt in ihren Händen …

Soweit die drei Bände, die zusammen die große Erzählung des Ringkriegs bilden, welche als „Der Herr der Ringe“ in die Geschichte der Literatur eingegangen ist und als grundlegendes Werk der High Fantasy gilt. Jedwede seitdem veröffentlichte Geschichte, von Martins „Eis und Feuer“-Saga bis hin zum unsäglichen „Eragon“-Gefasel fußt auf Tolkiens Stil, auf seiner Art des Erzählens. Kaum ein anderes Buch wurde so oft verkauft, so viel gelesen und in so viele Sprachen übersetzt. In der großen Riege der erfolgreichsten Romane des 20. Jahrhunderts nimmt „Der Herr der Ringe“ einen Spitzenplatz ein. Und das völlig zurecht, denn Tolkien ist gelungen, woran viele vorher und nachher gescheitert sind: Eine Geschichte zu erzählen, die voller Magie und Zauber ist, voller sagenhafter Dinge wie Drachen, Zwerge und Trolle – und die sich doch wie ein Bericht aus einer längst vergangenen Zeit liest. Er hat eine Welt geschaffen, Mittelerde, die greifbar ist, an deren Existenz man glaubt und gar nicht zweifeln will, da jede geschilderte Begebenheit, jeder Pinselstrich auf der detaillierten Karte (die man stets neben sich liegen hat), uns glauben lässt. Glauben, dass wir hier den Erzählungen eines Chronisten lauschen, der von Dingen erzählt, die passiert sind, bis der Schatten des Vergessens über sie hinweggezogen ist.

Tolkien macht auf jeder Seite, in jedem Satz und jeder Zeile eine Welt lebendig, die gefangen nimmt. Wenn man mit den Hobbits durch den dunklen Wald hinter Bockland wandert, durch vernebelte Hügelgräberhöhen taumelt oder mückenverseuchte Sümpfe watet, ist man als Leser kein Beobachter mehr, sondern Teil der Gemeinschaft. Wie kein anderer Autor vermag es Tolkien Bilder zu wecken, die Fantasie anzuregen. Seine Motive sind dabei so vielfältig wie die eigentliche Geschichte. Es gibt lange Passagen, in denen die Natur (der Tolkien große Beachtung geschenkt hat), Wanderschaft und die Heimat im Mittelpunkt stehen. Dann wiederum Teile wo gewaltige Schlachten geschlagen werden oder über die Tücken der Politik philosophiert wird. Lachte man eben noch über eine witzige Stelle, ist man wenige Seiten später plötzlich den Tränen nahe, gerührt von Tolkiens warmen und gefühlvollen Worten, die direkt ins Herz zu treffen scheinen. „Der Herr der Ringe“ zu lesen, bedeutet an etwas Großem, Bedeutsamen teilzunehmen, bilden doch die hier geschilderten Ereignisse nur die Krone eines riesigen Baums, dessen weitverzweigte Äste noch viele weitere Geschichten unerzählt lassen.

In diesem Buch findet eine jahrtausendalte Entwicklung ihren Höhepunkt, die in der „Altvorderenzeit“ ihren Ursprung hatte. Eine Zeit, die in zahlreichen Liedern und Gedichten immer besungen wird und deren geschichtliche Hintergründe im Kapitel „Anhänge und Register“ nochmal ausführlich beleuchtet werden. Tolkien hat damit mehr als nur ein Buch geschrieben. Er hat eine eigene Welt kreiert, ihre Geschichte, ihre Sprachen, ihre Schriften, ihre Völker samt Kultur und ihre geographischen Merkmale. Die Komplexität von „Der Herr der Ringe“ ist konkurrenzlos und unerreicht. Wann immer ich dieses Buch in die Hand nehme, in der Regel alle drei bis vier Jahre, stehe ich stets aufs Neue unter dem Banne von Tolkiens Zauber, genieße ich jede noch so kleine Einzelheit. Es ist ein Werk, das zeitlos ist wie seine Botschaft, ein Werk, das die Macht des geschriebenen Worts auf eine Art und Weise verdeutlicht, wie das kein anderes Buch vermag. Natürlich setzt es Geduld beim Leser voraus. Nicht jedem werden die vielen Erklärungen liegen, die vielen Abweichungen vom roten Faden, das Zurückbesinnen und das Inne halten. Um es in Baumbarts Worten zu sagen. Zu „hastig“ sollte man nicht sein. Nein, man muss sich einlassen auf dieses Buch. Sich an der Hand nehmen lassen von Tolkien, der uns durch eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Verrat und Erlösung führt, die so ganz anders ist, als alles was wir kennen – und doch so ähnlich.

Egal wie viele tausend Bücher sich eines Tages gelesen oder ungelesen in meiner eigenen kleinen Bibliothek befinden werden. „Der Herr der Ringe“ wird für immer und ewig unerreicht bleiben. Eine jede Leserrate hat dieses eine, dieses besondere Buch, an dem ihr Herz hängt und das weit über allen anderen thront – Tolkiens Fantasy-Meisterwerk ist meins. Das schönste, das traurigste, das spannendste und das mitreißendste Stück Literatur, das ich je gelesen habe.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
TheBuecherwuermchen zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«11.02.2010
Ich bin auch der meinung das jeder der fantasy schätzt einmal i seinem leben den herrn der Ringe lesen muss. Und man darf sich nicht gleich am anfang abschrecken lassen nur weil die ersten Kapitel etwas langweilig sind, es lohnt sich auf jeden fall weiter zu lesen denn später kann man das buch nicht mehr weglegen. Ich persönlich habe alle 3 bücher jetzt schon4x gelesen und es immer noch spannend
Jonas G. zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«26.01.2010
Ich bin zwar erst 12 Jahre alt aber ich habe dieses Buch gelesen und ich fand es klasse! Es ist an vielen Stellen sehr spannend aber haben mir die ersten Seiten (von 37 - 121 ) nich so gut gefallen ich fande sie waren etwas langweilig aber als es zwischen durch hieß-- und Frodo hörte ein Pferd er dachte es wäre Gandalf aber dann sah er eine Schwartze Gestalt ( schwarzer Reiter ) -- dann war es nicht so langweilig.Also wenn ihr Herr der Ringe Freunde bis Fans seid dann empfehle ich es nur denn es wird viel erzählt was im Film nicht erwähnt wird z.B. Tom Bobaldi, der alte Wald, Butterblüm, Frodo verkauft sein Haus in Hobbingen und zieht nach Bockland.
Viel Spaß!
Chaloc zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«27.06.2009
Die Herr der Ringe Trilogie gehört in jedes Fantasyregal. Es liest sich sprachlich bedingt nicht allzu flüssig, allerdings verliert sich der Leser ohnehin sehr schnell in den umfangreichen Beschreibungen der Personen, Landschaften und des Abenteuers ansich. Tolkien hat eine traumhafte Welt geschaffen, die für viele nachfolgende Schriftstelle beispielhaft gewesen ist.

Mit diesem ersten Teil nimmt die Geschichte ihren lauf, die Gefährten sammeln sich und brechen auf zum Schlag gegen das Böse.
SordisPretiosa zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«27.09.2008
Ich muss sagen, dass es mich auch ein wenig stört, dass Tolkien immer als der unangefochtene König der High-Fantasy gilt...

DHDR ist eben nicht das absolute Meisterwerk, sondern recht langatmig. Natürlich auch gleichzeitig detailiert und ausgearbeitet, aber meiner Meinung nach ist und bleibt Tolkien zwar ein wunderbarer Weltbastler und Sprachenerfinder, aber kein fesselnder Autor.

Ich habe alle drei Bücher gelesen und gebe freilich zu, dass eine nette, aber auch einseitige Geschichte dahintersteckt. Es gibt die Guten und die Bösen. Dazwischen ist nichts. Höchstens Gollum, aber selbst der reißt den Rest dann nicht mehr raus.

Wer Zauberhaftes sucht, muss nicht immer mit DHDR beginnen.
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WelpeMax zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«24.07.2008
Der Anfang einer großen Reise, habe es als ein Buch und es spricht für sich das Herr der Ringe hinter der Bibel das meist gekaufte und vermutlich das zweit meist gelesenste Buch ist !

Bin nicht in Welt der Fantasy zu Hause, aber ist nicht so das ich nichts mit anfangen kann! Ein Buch mit viel Liebe zum Detail und diese Arbeit die sich über Jahre erstreckt hat widme ich 100° dies gilt für alle dreit Teile!
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Loki zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«12.05.2008
das schlechteste Buch von Tolkien das gilt auch für die anderen zwei Bücher einfach langatmig es ist kein Märchensondern Narturkunde !!!
das Silmarilion ,Der Hobbit und die anderen bücher sind besser !!!
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Nicki zu »J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe - Die Gefährten«07.05.2008
Genial. Das meiner Meinung nach beste Dokument überhaubt von dem Meister der High-Fantasy. J. R. R. Tolkien ist der wirklich genialste Autor aller zeiten . Hier meine Absoluten Fantasykönige:
1. J. R. R. Tolkien
2. C.S. Lewis
3. George R. R. Martin
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