Blutopfer von J. R. Ward

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „Dark Lover“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 302 Seiten.ISBN 3-453-52301-6.Übersetzung ins Deutsche von Astrid Finke.

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In Kürze:

Sie sind eine der geheimnisvollsten Bruderschaften, die je gegründet wurden: die Gemeinschaft der BLACK DAGGER. Und sie schweben in tödlicher Gefahr: Denn die BLACK DAGGER sind die letzten Vampire auf Erden, und nach jahrhundertelanger Jagd sind ihnen ihre Feinde gefährlich nahe gekommen. Doch Wrath, der ruhelose und maßlos attraktive Anführer der BLACK DAGGER, weiß sich mit allen Mitteln zu wehren. Die Schlacht beginnt!

Das meint Phantastik-Couch.de: „Vampire auf dem Rückzug“65

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Seit Jahrhunderten werden die Vampire immer weniger. Die letzten Überlebenden kämpfen einen verlorenen Kampf. Ohne einen Anführer, verfolgt von den Lesser, einem Orden von untoten, kastrierten Vampirjägern, die im Auftrag des Dämons Omega die Nosferatu mit modernsten Waffen hetzen, sieht die Zukunft düster aus. Noch stellt sich die Bruderschaft der Black Dagger, mächtige Vampirkämpfer den Lesser entgegen, doch auch ihre Zahl nimmt ab.

Wrath, der Anführer der Black Dagger und designierter König der Vampire, drückt sich seit Jahrhunderten vor der Pflicht. Lieber geht er nächtens auf Lesser-Jagd, als Verantwortung für die schwindenden Artgenossen zu übernehmen. Jetzt aber kommt Bewegung in die festzementiert scheinende Situation. Ward muss sich um die Halbtochter seines verstorbenen Freundes, ebenfalls eines Daggers, kümmern. Nicht genug, dass er sich der junge Frau annehmen muss, die von ihrem Erbe nichts ahnt, und der die Transformation zur Nosferatu bevorsteht, nein er muss sich auch noch in die Eigenwillige verlieben. Liebesnächte voller Lust und Zärtlichkeit folgen, doch Warth wird durch seine Zuneigung auch angreifbar. Als die Lesser Beth entführen, macht sich ein von Rachedurst und Sorgen getriebener Vampir auf die Suche – und glauben sie mir, die Lesser ahnen nicht, was da auf sie zurollt …

Romantic Mystery – eine Marktlücke

J. R. Wards Romane um die Wesen der Nacht besetzen eine Marktlücke. Romantic Mystery-Fantasy, so könnte man die Romane umschreiben, teilweise in der Darstellung der Sexualität durchaus deutlich, ja deftig, jedoch gründend auf einem breiten Bett von grossen Gefühlen – ganz eindeutig also auf eine weibliche Klientel zielend.

Dabei ist die Welt, die Ward skizzenhaft entwirft, recht interessant. Die Vampire als natürliche Evolutionsabzweigung, einmal nicht aus normalen Menschen wandelbar, und was noch viel wichtiger ist, zur Ernährung auf ihre Artgenossen angewiesen.

Das, was unzählige Nachahmer Bram Stokers in das Zentrum ihrer Werke setzten, die Jagd der Nosferatu nach dem Lebenssaft ihrer Beute, der normalen Menschen, das bleibt hier schon zu Beginn aussen vor. Kein Wunder also, dass unter den Vampiren die Furcht vor der Assimilierung, der Aufgabe der eigenen Wurzeln und der Ausrottung umgeht. Dazu kommt, dass die Vampirgemeinde über Jahrhunderte dezimiert wurde. Die von den untoten, und damit auch nicht alternden Lesser Gejagten sind eben gerade nicht die überlegene Spezies, als die viele Autoren sie ihren Lesern präsentieren. Angesichts moderner, hochtechnisierter Tötungsgeräte, einer beliebig vergrösserbaren, sowohl tagsüber wie auch des Nachts ihnen kräftemässig fast ebenbürtigen Gegnerschar droht ihnen die Auslöschung.

Alpha-Männchen auf der Jagd

Das ist vom Ansatz her ungewöhnlich und damit interessant. Auch die Gemeinschaft der Black Dagger, einer groben ungezügelten Horde zumeist primitiver Kämpfer, die als eben diese brutalen Kämpfer dargestellt werden, entspricht so gar nicht den Gentleman-Vampiren gewohnter Prägung. Hier regiert das Testosteron, hier dominiert das Alpha-Männchen über seine Konkurrenten.

Nicht zuletzt kommt viel der Faszination aus der Zeichnung der Menschen im Umfeld der Dagger. Der ehemalige Polizist Butch, der wegen Gewalt im Dienst disziplinarisch gemassregelt wurde, ein Säufer und Macho mit dem Herz auf dem rechten Fleck ist ein Stereotyp erster Güter und dennoch eine Person, die mich fasziniert hat. Unauffällig, ja unterschwellig gelingt es Ward, im Leser Sympathie mit dem alternden Cop zu wecken, sein tristes Privatleben, seine Hinwendung zum Beruf, der für ihn buchstäblich alles ist und sein Überschreiten der Grenze des Zulässigen nachvollziehbar aufzubereiten. Kein Wunder also, dass er, dessen Leben zu einem überwiegenden Teil aus Frustration besteht, die Chance, dem tristen Alltag zu entfliehen, das Glück, eine Partnerin zu finden, die ihn wahrhaftig zugetan ist nach anfänglichem Misstrauen mit offenen Armen annimmt. Das ist kitschig, das entspricht dem Aschenputtel-Mythos doch in dem gewaltbereiten, actionbetontem Umfeld wirkt es frisch und durchaus spritzig.

Insgesamt also ein Roman, der gekonnt auf dem Klavier grosser Gefühle wie auch auf der Partitur der Action spielt, der allerdings, ohne den ersten Teil des Romans, der für die deutsche Ausgabe geteilt wurde, für den Leser kaum verständlich ist.

Ihre Meinung zu »J. R. Ward: Blutopfer«

Cysiay zu »J. R. Ward: Blutopfer«24.06.2013
Die Lesser und Vampiere kämpfen immer noch erbittert gegeneinander. Doch Warth hat in Beth seine Lielan, seine Geliebte und seine Seelenverwandte gefunden und stellt sich im späteren Verlauf auch endlich seiner Bestimmung.
Von Liebe, Leidenschaft, seichte Romantik, Angst und Mord ist hier alles dabei.

Der zweite Band der Black Dagger Reihe hält im Großen und Ganzen das selbe Niveau wie Band 1.
Auch wenn ich viele Handlungen als sehr vorhersehbar erachte schafft es J.R. Ward trotzdem irgendwie ein wenig Spannung zu halten, die vermutlich aber jeder anders empfindet.

Die Gespräche zwischen Warth und Beth sind immer noch nicht so sehr durchdacht und es klingt immer wieder so als möchte Warth, grade am Anfang des Buches, Mitleid.
Auch die Story Orte ändern sich nicht sonderlich viel.
So spielt die Handlung etwa 2/3 im Haus von Warth, dann ein bisschen in einer Scheune, im Haus von Marrisa und ein bisschen im Krankenhaus.

Spannend fand ich den einen großen Kampf, der gut auf einen Höhepunkt hingearbeitet hat. Insgesamt hat sich das Buch gut bis zum Ende gesteigert.
Gut umgesetzt sind auch die Unterschiedlichkeiten der verschiedenen Mitglieder der Bruderschaft.

Ich gebe dem Buch 85 Punkte und somit 4 von 5 Sternen.
Empfehlen tue ich es allen Vampir Fans ab 16 Jahren.

Originaltitel: Black Dagger - Dark Lover (Part 2)
Tallo zu »J. R. Ward: Blutopfer«15.07.2009
In diesem Teil spielen Beth und Wrath wieder die Hauptrolle. Die Story über die beiden scheint demnach aufgeteilt worden zu sein.

Das Buch ist wieder sehr gut geschrieben. Wobei ich allerdings meine, dass dieser Teil der Story dem ersten Teil ein wenig nachhängt. Nichtsdestotrotz sollte das Buch nicht fehlen. Allein schon um das Ende zu erfahren. Wird Beth ein Vampir? Wird Wrath den Thron besteigen? Und wie wird es mit Butch und Marissa weitergehen? Es lohnt sich auf jeden Fall.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
MSutchy zu »J. R. Ward: Blutopfer«19.02.2009
Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Vampir-Serie liebe. Ja, dann betone ich es hiermit noch einmal.
Das erste Buch war klasse, aber "Blutopfer" ist noch besser. Na ja eigentlich gehört beides ja zusammen. Sprich Buch zwei ist das Ende des 1. Buches und damit das große Finale.
Man erkennt diese Teilung richtig, denn eigentlich wurden in Buch 1 die Figuren eher vorgestellt und eingeführt. Im zweiten Buch agieren sie richtig miteinander (wenn man mal Beth und Wrath außen vor lässt).
Und wie Butch dann auf die Bruderschaft der Black Dagger reagiert ist großartig und wie ich finde, ist es die beste Szene im gesamten Buch.
Das liegt an dieser besonderen Mischung wie Ward die Charaktere entwickelt hat. Als Leser kennt man ja die Wahrheit, ganz im Gegensatz zu Butch. Der ist urkomisch in seiner Unkenntnis. Und noch lustiger wird’s wenn er der gesamten (zufälligerweise) versammelten Bruderschaft der Black Dagger gegenüber tritt.
Die Jungs behandeln ihn dabei ziemlich rau, aber wie soll man auch auf einen‚Bullen’ reagieren, der ja eigentlich gerade suspendiert wurde und kurz vor seiner Kündigung steht, der denkt, Wrath wäre ein übler Mörder und Drogendealer… Diese Verwechslungsgeschichte ist schon echt komisch - Blut mit Drogen gleichzusetzen…Köstlich sag ich nur.
Diese Szene trotzt vor witzig/handfesten Dialogen (wortwörtlich), so dass zumindest mir Tränen in den Augen standen.
Und hab ich gelacht, ich meine so blutrünstige Krieger und was machen sie dann, essen zusammen Spinatcrepes… Herrlich.
Doch zunächst einmal erlebt Beth ihre 'Wandlung', und dass im ungünstigsten Moment, nämlich als Butch zu Besuch kommt, um zu sehen, ob sie in Ordnung ist. (Ironie pur!)
Doch nichts ist in Ordnung, denn Beth weiß, dass sie während der Umwandlung zum Vampir Blut braucht und nicht irgendjemandes, sondern das stärkste - Warth's Blut.
Butch ist ein richtiger Kumpel, springt über seinen Schatten und hilft ihr, indem er sie zu Wrath bringt und damit ihr Leben rettet, oder das Unleben?
Wo er bis dahin doch nur Wrath kannte, muss er erkennen: Es gibt noch mehr von seiner Sorte… und es kommt zu o.g. Szene!!!
Ich finde Butch passt super zu den Vampiren. Jetzt weiß er, dass sie wirklich existieren, und dass überwindet er anscheinend besser als Beth, die ja nun auch einer ist.
Zu schade nur, dass er nicht selbst einer werden kann (er passt da so gut rein), denn laut JR Ward, kann man nur als Vampir geboren werden.
Aber auch als Mensch fügt sich Butch gut in die Bruderschaft ein, so dass man denken könnte, er gehörte schon immer dazu und Darius Haus ist auch sein Zuhause. Da gibt es Sportdiskussionen mit seinem ‚besten Freund’ und Trinkgelage, ganze Nächte lang und Schlägereien. Was will ein Männerherz also mehr.
Es scheint unter Vampiren hat Butch endlich Freunde und ein erfülltes Leben, zumal er dort auch seine große Liebe kennengelernt hat – Marissa.
Die beiden passen zusammen wie Pech und Schwefel, oder in Bl. Dagger-Sprache, wie Beth und Wrath. Doch leider werden wir darauf wohl noch etwas warten müssen.
Genauso wie auf die Geschichte von Rages Bestie und seinen Fluch, oder Havers Heilmittel…das wie ich meine, evtl. noch eine entscheidende Rolle spielen könnte.
Die Charakterisierung von JR Ward ist einfach unglaublich. Fast jeder Chara ist einem mehr oder weniger sympathisch und ich könnte ewig so weiterschreiben.
Sogar die Bösewichte sind gut entwickelt. Ich sage ja schon immer, dass ein großer Held einen ebenbürtigen Gegenspieler braucht. Und dass ist Mr. X besser geht es nicht. (Tolle Idee den Mitgliedern von Omega nur mit den Initialen zu benennen. Das hat so etwas Konspiratives!!!)
Das Finale krönte alles. Es war zwar nicht ganz so blutig wie ich es mir vorgestellt habe, aber ich lag zumindest richtig, dass man Beth entführt hat. Ich finde sie hat ganz schön Mut gezeigt als sie gegen die beiden Übeltäter gekämpft hat – ohne Rücksicht auf Verluste.
Doch der richtige Hammer kam zum Schluss. Wrath wird seine Position als Anführer der Black Dagger aufgeben und ein richtiger König der Vampire werden, was er vorher rigoros abgelehnt hat.
Sein Nachfolger steht auch schon fest und ich bin gespannt wie es weitergeht, denn es könnte alles mögliche passieren…
Neko Ebi zu »J. R. Ward: Blutopfer«12.09.2008
Seit ich den ersten Band gelesen habe, fiebere ich dem nächsten entgegen und kann nicht mehr aufhören zu lesen, halte ich ihn schlißlich in Händen. Die Erscheinungsdaten sind rot in meinem Kalender vermerkt. Nach etwas mehr als einem Jahr habe ich jeden einzelnen der Brüder lieb gewonnen, auch wenn Zsadist immer mein Liebling sein wird und Wrath eher ein Bekannter. Ich wünschte ich könnte mit ihnen allen leben und etwas dazu beitragen, dass Omega vernichtet, Phury getröstet, Butch mit Marissa vermählt und Bellas Baby gesund geboren wird. Ich möchte Tohr zurückbringen, John beim Training beistehen, Visious, Rhage und Wrath aufzuziehen. Mit Mary und Beth plaudern und Bella ein bisschen ärgern. Weil sie gekriegt hat was ich wollte. Also, lange Rede kurzer Sinn: Wenn Sie mit dem Gedanken spielen sich in Wards berauschende Welt einzulesen, zögern Sie nicht. Sie werden es lieben!!!
Chrifee zu »J. R. Ward: Blutopfer«13.06.2008
Habe gerade den sechsten Teil auf Englisch gelesen und bin nach wie vor ein großer Fan von J. R. Ward. Die Black Dagger Brotherhood ist neben den Darkhuntern von Sherrilyn Kenyon die bisher unterhaltsamste Vampir-Reihe in meinem Bücherregal. Schade, das die Bücher in der deutschen Übersetzung geteilt wurden, das nimmt einem den ganzen Lesespaß, wenn es mittendrin aufhört und man auf den nächsten Teil Wochen bzw. Monate warten muss.
Trotzdem, wer gerne über Vampire liest, Romantik mag und in einem Buch auch gerne mal lacht, der ist hier genau richtig! Weiter so, J. R. Ward, hoffentlich war der sechste Teil, die Story von Phury, nicht der letzte Teil!!!
Jean zu »J. R. Ward: Blutopfer«20.05.2008
Ich habe diese Bücherreihe von einer Freundin empfolen bekommen und bin seit dem richtig süchtig nach diesen Büchern!Ich habe nun schon wirklich viel in meinem Leben über Vampire gelesen aber diese Bücher sind die Besten die mir je untergekommen sind! Ich bin wirklich ein Vampirfan und bin von J.R.Wards Umsetzung sehr begeistert! Wer nicht wenigstens eins dieser Bücher gelesen hat, hat meiner Meinung nach viel verpasst!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Mo zu »J. R. Ward: Blutopfer«19.04.2008
Ein Must have für jeden der auf Vampire fliegt! Die ganze Black Dagger Reihe macht Lust auf mehr! Man kann sie nicht mehr aus der Hand legen. Faszinierend, Mystisch und spannend! Blöd ist nur das die Bücher sehr dünn sind und man sie daher viel zu schnell durchgelesen hat!
cony zu »J. R. Ward: Blutopfer«03.02.2008
Habe die ersten beiden Bände gelesen und war hin und weg. Konnte die Fortsetzung nicht erwarten und habe nach den engl. Originalen gesucht. Und was musste ich feststellen? Der deutsche Verlag hat jeden Band geteilt! Sprich die beiden Bücher über Wrath sind im orginal 1 Band ebenso bei Rahge, Zadist, Vishous und Butch. Ausserdem sind sie im orginal noch besser als in der deutschen Übersetzung.... Also, ist Ihr englisch halbwegs brauchbar, gehen sie zum engl. Orginal über. Weiterer Vorteil.... da kommt im Mai schon Band 6 - ich kanns kaum erwarten....
Murmel zu »J. R. Ward: Blutopfer«31.12.2007
Tolles Buch!!! und auch die Vortsetzungen sind meiner meinung nach unerreicht. Die dargestellten erotischen Szenen sind unübertroffen. J K Ward gehört zu einer meiner Lieblingsautorinen - man kanns nicht anders sagen, sie hats einfach drauf - zu fesseln - zu verführen und zu beeindrucken, - mich zumindest. Als Frechheit empfinde ich allerdings, dass die Bücher, welche in der orginalsprache als ein Teil verkauft werden, hier zu lande als zwei Teile unter die Leute gebracht werden. Schade... das ist reine abzocke... Aber trotzdem dieses Buch hat sogar mich Lesefaulen Menschen mitgerissen... Top kann ich nur weiterempfehlen =)
sandy zu »J. R. Ward: Blutopfer«21.10.2007
Finde die drei bisherigen Bücher fantastisch, bin so davon fasziniert das ich mir auch andere vampirbücher durchgelesen habe, z.B. von moning oder adrian. Kann ich nur empfehlen.....

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