Liebesmond von J. R. Ward

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2012unter dem Titel „Lover Reborn“,deutsche Ausgabe erstmals 2012, 384 Seiten.ISBN 3-453-31026-8.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Im Dunkel der Nacht tobt ein unerbittlicher Krieg zwischen der Bruderschaft der BLACK DAGGER und ihren Verfolgern. Doch das ist nichts im Vergleich zu dem grausamen Kampf, der im Herzen des Vampirkriegers Thorment wütet: Seit dem Tod seiner geliebten Frau Wellsie ist für den einst so mächtigen Kämpfer nichts mehr, wie es war. Geschwächt und mit gebrochenem Herzen ist er nur mehr ein Schatten seiner selbst – und das ausgerechnet, als die Bruderschaft ihn am dringendsten braucht. Doch dann sieht Thorment Wellsie in seinen Träumen und schöpft neue Hoffnung: Kann er seine große Liebe aus dem Reich der Toten befreien?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Vampir-Soap mit Suchtcharakter“65

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Seit Jahrhunderten kämpfen sie für ihre Rasse. Die Black Dagger, der schlagende Arm der Vampire, rekrutiert sich dabei aus unüberwindbar scheinenden Kriegern, die zur Ehre der Jungfrau der Schrift und ihrer jeweiligen Shellan in die Schlacht ziehen.

Seitdem sie aus der Alten Welt kommend an der Ostküste der USA eine neue Heimat gefunden haben, scheint sie ein Fluch zu verfolgen. Die von Omega, ihrem uralten Widersacher, ausgesandten Lesser eilen von einem Sieg zum nächsten, Vampirhäuser und ihre adeligen Bewohner werden angegriffen und getötet, Warth, der König erblindet. Damit nicht genug, werden die Krieger der Black Dagger immer wieder von etwas geschwächt, das sie kaum beeinflussen können – ihrer Hingabe zu den an sie gebundenen Shallans.

John, der stumme junge Krieger, hatte in den letzten Bänden die Halbsympathin Xhex gefreit und nach Überwindung so mancher Schwierigkeiten für sich gewinnen können. Dass Xhex aber an seiner Seite streitet, das lässt seine besinnungslose Liebe und Fürsorge für seine Shellan nicht zu. Auch wenn sein Kopf ihm sagt, dass im Zeitalter der Emanzipation ein gleichberechtigtes Mit- und Nebeneinander angesagt ist, behaupten sein Unterbewusstsein und sein Körper etwas anders. Xhex verlässt daraufhin das Anwesen der Black Dagger und kehrt in ihren alten Beruf als Sicherheitschefin eines anrüchigen Nachtclubs zurück – was unserem Krieger natürlich so gar nicht recht ist.

Währenddessen trauert Thor weiterhin um seine vor Jahren getötete Shellan. Nicht genug damit, dass er sich selbst damit schwächt, hält sein nicht loslassen können Wellsie im Zwischenreich zwischen dem Schleier und der Hölle fest. Um sie zu befreien ist der Engel Lassiter an die Seite Thors entsandt worden, nur um an dessen Dickkopf und seiner verbohrten Trauer zu zerschellen. Nur die von den Toten wieder auferstandene No´One könnte Thor vor sich selbst retten – wenn er dies denn zuließe.

Um die Handlung weiter dramatisch anzufeuern, machen die aus der Alten Welt gekommenen Vampire den Black Daggern das Leben schwer. Xcore will die in seinen Augen verweichlichten Black Dagger vernichten und sich selbst zum König der Vampire aufschwingen. Dafür aber muss er Warth töten ..

Die sexuell angelegte Vampir-Soap geht in ihre nächste Runde

Es ist schon erstaunlich, wie es J. R. Ward immer wieder gelingt, ihre eigentlich bekannte Welt der Black Dagger um neue Elemente, Verwerfungen und Entwicklungen zu bereichern. Dabei hält sie sich an ihr Erfolgsrezept, punktet mit jeder Menge plakativem, dreckigem Sex in Verbindung mit actionreichen Kämpfen und einer Welt, in der Gewalt, Verbrechen und wahre Liebe die Maßstäbe allen Handelns sind.

Wie gewohnt mischt sie Verrat und Ambitionen mit sexueller Begierde, eine Prise Geheimnisse und jeder Menge Gefahr. Das liest sich, gerade wenn man die vorhergehenden Bände kennt – und das sollte man, um der verschachtelten Handlung wirklich folgen zu können – rasant, wenn auch oberflächlich. Mit dem berühmten Dramatik-Faktor weidlich ausgestattet richtet sich die Serie erstaunlicherweise trotz seines mehr als deutlichen Schwerpunkts auf Gewalt und pornographischem Sex an eine eher weibliche Fangemeinde, die erneut genau das geboten bekommt, was sie von einem Black Dagger Buch erwartet – rasante Action non-stop, ein Ende ist nicht in Sicht.

(Carsten Kuhr, November 2012)

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