Von Zeit zu Zeit von Jack Finney

Buchvorstellungund Rezension

Von Zeit zu Zeit von Jack Finney

Originalausgabe erschienen 1970unter dem Titel „Time and Again“,deutsche Ausgabe erstmals 1981, 552 Seiten.ISBN 3-404-13996-8.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Ausgezeichnet als einer der fünf besten Kriminalromane aller Zeiten. Ein Klassiker, endlich im Taschenbuch. Per Zeitreise löst ein Werbegraphiker einen geheimnisvollen Todesfall im New York des 19. Jahrhunderts. Nostalgisch, spannend, historisch und utopisch. 'Genial!'

Das meint phantastik-couch.de: „;Zeitreise, Krimi und Historiengeschichte in einem Roman gelungen verbunden“;75

Science-Fiction-Rezension von Markus Traud

Mit „;Von Zeit zu Zeit“; ist es Jack Finney gelungen, mehrere Literatur-Genre in einem Buch hervorragend zu vereinigen.

Der 1970 entstandene Roman ist in erster Linie ein Zeitreiseroman. Erzählt wird die Geschichte des Werbegrafikers Si Morley, der von einem unscheinbaren Mann Anfang der 70er aufgesucht wird, der ihn fragt, ob er an einem faszinierenden Projekt teilnehmen will, von dem er ihm aber nichts erzählen kann, bevor er nicht zustimmt. Im weiteren Verlauf der Geschichte stellt sich heraus, dass es sich dabei um eine Möglichkeit der Zeitreise handelt und Si aufgrund seiner Militärakten ausgewählt wurde. Die Idee der Zeitreise ist simpel: Wenn man sich an einem Ort aufhält, der sich seit der „;angepeilten“; Zeit nicht verändert hat und alle Einflüsse der „;Jetztzeit“; verdrängt, können Menschen mit den entsprechenden Eigenschaften und Schulung in die damalige Zeit wechseln.

Auch Si wird entsprechend geschult und da er eine Freundin hat, deren Großvater sich unter ungeklärten Umständen wegen eines Ereignisses Ende des 19. Jahrhunderts in New York Jahre später umgebracht hat, drängt er darauf, in diese Zeit geschickt zu werden. Man findet ein Haus, das seit damals unverändert ist und der Zeitwechsel gelingt. Von diesem Zeitpunkt entwickelt sich der Roman zum einen zu einer sehr detailreichen und interessanten Schilderung des New Yorks der damaligen Zeit und gleichzeitig beginnt eine mitreißende, mit immer unerwarteteren Wendungen gespickte Krimihandlung. Dabei wechseln unser Held und andere Personen auch noch mehrmals vom 19. Jahrhundert in ihre eigentliche Zeit.

Paradoxien bei der Zeitreise

Was mir an diesem Roman besonders gefallen hat, ist der Mix der verschiedenen Genres und die Tatsache, dass alle drei Bereichen Krimi, History und SF-Story mit gleichviel Sorgfalt integriert wurden. Die Schilderung des New Yorks des ausklingenden 19. Jahrhunderts glänzt mit vielen Details, von Kleidung über Nahverkehr oder Gebäuden. Aufgrund des Berufs der Hauptperson und einer geschickt in der Handlung auftauchenden Kamera hat der Autor auch noch Skizzen und alte Photos in das Buch integriert, die die Beschreibungen hervorragend untermalen.

Natürlich werden auch die Besonderheiten und Probleme bei der Zeitreise, insbesondere die entstehenden Paradoxien (Was passiert, wenn ich meinen Großvater ermorde, bevor mein Vater gezeugt wurde?) ausgiebig behandelt und eingebaut. Aber besonders hat mir die simple und doch irgendwie geniale Idee für die Art der Zeitreise gefallen. Keine große Technik, Maschinen oder Gleichungen werden aufgeboten, dafür eine klasse Idee, die einen gewissen Kick hat. Natürlich ist auch in diesem Roman nicht alles im Bezug auf die Zeitreiseproblematik in sich schlüssig, aber die in allen diesen fiktiven Geschichten zwangsweise auftretende Unlogik stört hier nicht.

Auch etwas Liebe und Romantik und am Ende eine Art Showdown werden aufgeboten, die aus dem Ganzen ein spannendes, interessantes, sehr flüssig zu lesendes Buch machen, das man erst nach der letzten Seite zufrieden zur Seite legt.

Ihre Meinung zu »Jack Finney: Von Zeit zu Zeit«

Jon_Vapor zu »Jack Finney: Von Zeit zu Zeit«31.08.2014
Einer der Besten Romane aller Zeiten. ich hatte dieses Werk als junger Mann noch unter dem Titel "Am anderen Ufer der Zeit" gelesen und es hat mich von Anfang an gepackt gehabt . Personen Orte und Begebenheiten werden von Jack Finney derart lebendig zu Papier gebracht, das man zur jeder Minute das Gefühl hat, selber in dieser Geschichte eingebunden zu sein und direkt am Geschehen als unsichtbarer Beobachter Teil zu haben. Obwohl ich kein Freund des Krimis bin, war ich von der Story derart gefesselt, das man es kaum wagte das Buch zur Seite zu legen, aus Angst man könnte was entscheidendes verpassen, so lebendig und spannend gestaltet sich die Geschichte um den NY Grafiker Simon Morly auch von Freunden einfach nur Si genannt.
Auch die Idee der Zeitreise in dieser doch sehr unspektakulären Form fasziniert so, das man geneigt ist, es mal auszuprobieren. Auch glänzt Finny mit einer reichhaltigen Detailverliebtheit, das die Dinge greifbar zu werden scheinen, ohne das dabei der Handlungstrang und die Spannung darunter leiden.
Alles in allem ein exzellentes Buch, das man gerne auch vier, fünf oder sechs mal immer wieder gerne liest. Von mir auf jeden Fall 100°
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