Die Suche nach dem Roten Drachen von James A. Owen

Buchvorstellungund Rezension

Die Suche nach dem Roten Drachen von James A. Owen

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „The Search for the Red Dragon“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 400 Seiten.ISBN 3-570-13663-9.Übersetzung ins Deutsche von Michaela Link.

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In Kürze:

Neun Jahre, nachdem John, Jack und Charles die Hüter der Imaginarium Geographica wurden, müssen sie zurück zum Archipel der Träume, denn jemand entführt alle Kinder, die dort leben! Der einzige Hinweis, den die Freunde haben, ist eine Botschaft, die ihnen ein kleines Mädchen mit künstlichen Flügeln überbringt: „Der Kreuzzug hat begonnen.“ John, Jack und Charles entdecken, dass auch die Drachenschiffe mit den Kindern verschwunden sind. Ihre einzige Chance, die Welt vor einer jahrhundertealten Verschwörung zu retten, besteht darin, das letzte der Drachenschiffe zu finden, den Roten Drachen. Ihre Suche führt sie durch atemberaubende mythische Welten und an den Ursprung einer der ältesten Geschichten der Welt: der Geschichte von den verlorenen Kindern.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Peter Pan meets Jules Verne“90

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Neun Jahre ist es nun her, dass sich Charles Williams, J. R. R. Tolkien und C. S. Lewis als Jack, John und Charles das erste Mal aufgemacht haben, den magischen Archipel und seine phantastischen Bewohner vor dem Winterkönig zu schützen. Seitdem haben sich die drei Hüter der Imaginarium Geographica wieder in ihre alten Leben eingefunden. Die Zeit der großen Abenteuer an der Seite solch faszinierender Gestalten wie Kapitän Nemo, Artur oder dem intelligenten Dachs und Kartographen Tummler scheint vorüber zu sein. Scheint – denn erneut bedroht ein Übel den Archipel und die Welt. Kinder verschwinden spurlos, die Eltern bleiben aufgelöst und voller Sorge um ihre Zöglinge zurück.

Ein Hilferuf erreicht unsere drei Hüter – niemand anderer als Peter Pan entsendet seine Enkelin, um die drei um Beistand in dieser schweren Zeit zu bitten. Kaum im Archipel angelangt müssen sie feststellen, dass alles noch viel schlimmer ist als gedacht. Die lebenden Drachenschiffe sind verschwunden, die Zeit selbst ist aus den Fugen geraten, die Feste der Zeit löst sich auf. Agenten einer Imperialen Kartographischen Gesellschaft mischen sich ein, und die Spuren führen von Daedalus zur Argo und ins Land darunter, den Ort, den Dante als die neun Kreise der Hölle beschrieben hat . …

Alte Mythen in neuem Gewand

James A. Owen hat bereits in Kai Meyers Mythenwelt-Reihe (Festa und Piper Verlag) bewiesen, dass er es wie kein Zweiter versteht, Sagen und Mythen aufzugreifen und in ein neues, frisches Umfeld zu setzen.

In seiner eigenen Schöpfung, der Chroniken der Imaginarium Geographica, nutzt er dieses Rezept, um seine Leser in eine Handlung zu ziehen, die all das in sich verbindet, was man von einem guten Jugendbuch erwartet. Überwältigende Landschaftsbeschreibungen, spannende Abenteuer, düstere Unholde, bedrohliche Gefahren und aufopfernde Helden. Dies alles vermengt er mit Anleihen aus dem Sagenschatz aller möglichen Länder – der Rattenfänger von Hameln findet ebenso seinen Platz wie Jason und die Argonauten, die Kinderkreuzzüge des Mittelalters oder die Roanoke-Kolonisten. Da begegnen sich altgriechische Sagengestalten und fliegende Kinder, weben altnordische Nornen den Schicksalsfaden.

Es macht unheimlich Spaß, die altbekannten Figuren in einem anderen, neuen Umfeld agieren zu sehen, Anspielungen und Quellen zu entdecken und nachzuforschen, bei welchen Quellen Owen jetzt gerade wieder Anleihen nimmt. Das ist nicht nur unheimlich vielschichtig und detailreich, sondern zeugt zudem von der Intelligenz, aber auch der Fähigkeit zu fabulieren.

Insoweit ein Buch voller Wunder und Figuren, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen.

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