Dunkel von James Herbert

Buchvorstellung

Dunkel von James Herbert

Originalausgabe erschienen 1980unter dem Titel „The Dark“,deutsche Ausgabe erstmals 1990, 377 Seiten.ISBN 3-453-04175-5.Übersetzung ins Deutsche von Hartmut Huff.

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In Kürze:

Der Parapsychologe Chris Bishop stellt fest, daß die Gewaltverbrechen in den Straßen um Londons Beechwood plötzlich zunehmen. Auch der Abriß eines verrufenen Hauses kann den wachsenden Terror nicht eindämmen. Denn eine übernatürliche Gewalt bemächtigt sich der hilflosen Menschen, die Robotern gleich über ihre Opfer herfallen. Nächte des Grauens brechen an …

Ihre Meinung zu »James Herbert: Dunkel«

LemmyCaution zu »James Herbert: Dunkel«05.03.2013
Die Mitglieder einer Geheimorganisation, die sich mit der Erforschung okkulter Phänomene beschäftigt, begehen im Hause eines ihrer Mitglieder kollektiven Selbstmord. Neun Monate später passieren in ein und derselben Nacht in derselben Straße, in der das Haus liegt, drei entsetzliche Verbrechen. Und das Grauen in der Willow Road geht weiter. Mord und Totschlag greifen um sich. Irgendwie scheinen alle, die mit dem Haus in irgendeiner Weise zu tun haben, in höchster Gefahr zu sein. Das Entsetzen breitet sich aus. Die Hälfte Londons ist betroffen. Die Zahl der Toten geht in die Hunderte. Leute fallen übereinander her oder begehen Selbstmord. Chris Bishop, seines Zeichens Parapsychologe oder wie er es selbst nennt, Geisterjäger, ist von Anfang an mit der Angelegenheit betraut. Sein Weg führt in direkt ins Grauen, durch die Hölle seiner angeschlagenen Psyche. Er wird konfrontiert mit der Inkarnation des Bösen als physische Kraft und Macht.
James Herbert benutzt die Gewalt in seinem Roman als Parabel für die Rohheit unserer Gesellschaft gegen uns selbst und andere. Bestes Beispiel ist die Beschreibung eines entsetzlichen Massakers in einem Fußballstadion, ausgelöst durch das Böse an sich, das sich ohne Schwierigkeiten in einzelnen Menschen manifestiert und die Katastrophe auslöst. Für Herbert ist das Böse eine physische Energie in jedermanns Verstand, die durch einen gemeinsamen Katalysator aktiviert, wie ein Flächenbrand um sich greift.
Der Roman erinnert in seiner Konzeption an die aus vielen Filmen bekannte Konstellation einer kleinen Gruppe von Menschen, die auf eng begrenztem Raum einer übergroßen Gefahr oder Übermacht zu trotzen haben. Herbert gelingt es nicht, die Spannung der ersten beiden Teile im dritten und abschließenden Teil des Romans zu halten. Das Niveau der Erzählung sinkt proportional mit der Zunahme der Leichen und Greueltaten, die beschrieben werden. Das Grauen vollzieht sich etwas zu oberflächlich, kommt nicht aus der Geschichte an sich, sondern wird mit Gewalt in sie hineingezwungen. Der Horror trägt sich nicht selbst, ist unbeständig. Ein Buch, das man nach der Lektüre wieder vergisst.
Fazit: Esoterik-Thriller mit Gruselhemmung.
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