Totentrickser von Jan Oldenburg

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Totentrickser von Jan Oldenburg

deutsche Ausgabe erstmals 2013, 416 Seiten.ISBN 3-492-70296-1.

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In Kürze:

Mit Wortwitz und einer gehörigen Portion schwarzem Humor präsentiert Jan Oldenburg die wohl anspruchsvollste Queste, die je ein High-Fantasy-Held gesehen hat. Denn was ist schwieriger, als einer verzogenen Totenbeschwörer-Tochter die gemeingefährlichen Flausen auszutreiben? Wenn ein Oberbösewicht gleich am Anfang der Geschichte stirbt, ist meistens etwas faul. Doch das ahnt die Heldengruppe um den Zwergenkrieger Stahlbart noch nicht, als sie einen finsteren Totenbeschwörer ins Jenseits befördert. Ihr Erzfeind luchst den Helden in seinen letzten Atemzügen das Versprechen ab, auf seine kleine Tochter Nenia aufzupassen und sie zu ihren nächsten Verwandten zu bringen. Das allerdings ist weitaus gefährlicher als angenommen: Nicht nur scheinen alle potenziellen Adoptiveltern ausgemachte Psychopathen zu sein, sie sterben den Helden auch noch regelmäßig vor der Nase weg. Und dann ist da noch die kleine Nenia, die selbst alles andere als harmlos ist …

Ihre Meinung zu »Jan Oldenburg: Totentrickser«

M.Reinsch zu »Jan Oldenburg: Totentrickser«28.03.2015
Nachdem eine gemischte Abenteurertruppe, bestehend aus Ogerbarbar, Zwergenkrieger, Gnomenmagierin und Wichteldieb, Ihren Erzfeind (einen Totenbeschwörer) endlich besiegt haben, nimmt dieser ihnen auf dem "Totenbett" noch eine letzte Bitte ab. Sie sollen seine minderjährige Tochter bei einem seiner Verwandten unterbringen, damit diese glücklich aufwachsen kann. Und so beginnt eines der eher verrückten "Heldenabenteuer", aus der Feder von Jan Oldenburg...
Dies ist wieder so ein Buch, an dem sich die Geister scheiden werden. (Alles wohl eine Auslegungssache des eigenen Humorverständnisses)
Jeder Charakter der Heldengruppe ist schon fast ein "Überideal" seiner Rasse/Klasse. Brom, als Zwergenkrieger ist nur aufs Kämpfen (natürlich mit Axt) und Gold aus. Bolgur, der Ogerbarbar, hat neben seiner keulenschwingenden Dummheit, lichte Momente, in dem er über das Sein philosophiert. Selphyne, die Gnomenmagierin, ist nicht nur auch klug, sondern auch mit einer Macht ausgestattet, die (fast) Alles in den Schatten stellt. Falfnin, der Meisterdieb, ist der große Frauenheld und "Schattenheld", wie er im Buche steht. Zu guter Letzt bleibt noch Nenia, die Tochter des Totenbeschwörers, die Ihre Forderungen mit blutrünstigen Versprechen würzt.
Kurzum eine sehr skurrile Truppe, die Hr. Oldenburg da auf die Reise schickt. So geraten manche Szenen schon fast zur Farce, weil der Leser genau das geboten bekommt, was er erwartet und somit eigentlich seitenweise überspringen könnte. Zumeist wird der Humor mit dem Knüppel vorgetragen, aber manchmal werden auch leisere Töne getroffen, die an Terry Pratchett oder den "Karenta-Zyklus" erinnern. So geht es in der ganzen Geschichte (eigentlich ist jedes Kapitel fast eine eigene Geschichte), zu, wie in einer Rollenspielgruppe, deren Spieler Ihren Charakteren absolute Freiheit lassen und der Spielleiter eine mehr als gewagte Idee umgesetzt hat, durch dessen Geschichte er die Heldengruppe jagt.
Man hat Spaß beim Lesen, keine Frage, aber manche wiederkehrenden Szenen oder Sprüche ermüden doch recht schnell.
Fazit: Fast schon einer Persiflage aus dem Rollenspieler-Milieu, die sich schnell und häufig mit einem Schmunzeln lesen lässt. Wer auf Brachialhumor im Fantasybereich steht, wird hier bestens bedient!
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