Im Brunnen der Manuskripte von Jasper Fforde

Buchvorstellung

Im Brunnen der Manuskripte von Jasper Fforde

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „The Well of Lost Plots“,deutsche Ausgabe erstmals 2005, 413 Seiten.ISBN 342324464X.Übersetzung ins Deutsche von Joachim Stern.

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In Kürze:

Die Welt der Literatur gegen alle möglichen Missetäter zu verteidigen, ist eine ehrenvolle, aber auch nervenaufreibende Aufgabe. Wen wundert es also, dass Thursday Next sich zu ihrem Mutterschaftsurlaub in die tiefsten Tiefen des Brunnens der Manuskripte zurückzieht. Genauer gesagt auf ein gemütliches Flug/Hausboot in einem drittklassigen, unlesbaren Krimi, der wahrscheinlich nie veröffentlicht wird (dafür aber in Gefahr steht, irgendwann vom GattungsRat verschrottet zu werden). Hier kann sie sich unter Anleitung der unvergleichlichen Miss Havisham auf die Große Dienstprüfung der Jurisfiktion vorbereiten und lernt die überraschenden (und in dieser Form bisher völlig unbekannten) Vorgänge kennen, die zur Entstehung von Literatur führen.
Aber das Leben im Brunnen der Manuskripte ist nicht ungefährlich: Gleich am ersten Tag steht Thursday Next einer wilden Meute von Grammasiten gegenüber, Big Martin scheint sie vernaschen zu wollen und eine gruppentherapeutische Sitzung zur Verminderung der Wut in Wuthering Heights wird ihr fast zum Verhängnis. Obendrein ist ein Mörder in diesem Roman unterwegs, der sich auf Jurisfiktion-Agenten spezialisiert hat.

Ihre Meinung zu »Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte«

Hakuchan zu »Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte«16.11.2012
Jasper Fforde ist definitiv mein ausländischer Lieblingsautor! Keiner kann so eine Welt, so einen Kosmos erschaffen wie er. Ich hab das Buch von einer Community empfohlen bekommen, nach dem ich beschlossen hatte etwas SiFi auszuprobieren. Ich kann dem Mitglied, der damals dieses Buch empfohlen hatte nur tausendmal danken, denn ohne eine Empfehlung hätte ich es nie in die Finger genommen. Der schlichte rote Einband versprach nicht gerade eine mitreisende Geschichte voller Abenteuer und so viel Humor.

Thursday Next ist einfach die beste Heldin, die ich bis jetzt entdeckt habe. Sie ist unerschrocken, gerissen und hat ne interessante Familie. Ihr Job und ihr Talent sich in Bücher zu lesen sind für das Buch elementar. Sie ist anders als diese oft weichen Frauen und Mädchen, die sich Heldin schimpfen. In ihr habe ich eine Schwester im Geiste gefunden. Auch wenn sie manchmal etwas unterkühlt wirkt, macht sie sich um ihre Mitmenschen immer Sorgen und lässt sich so in neue Abenteuer reissen.

Der dritte Teil ist wieder genau gleich wahnsinnig, wie die Vorgänger. Besonders witzig und auch clever gemacht finde ich die kleinen erfundenen Zitate am Beginn jedes Kapitals. Ein Beispiel von Kapitel fünf: "Obwohl die Idee des Fussnotofons als Kommunikationsmittel bereits von Dr. Faust im Jahre 162 erwähnt wurde, sollte es bis 1856 dauern, bis das erste funktionierende Fussnotofon vorgestellt werden konnte. Im Jahre 1895 wurde es versuchsweise in Hard time installiert, und innerhalb der nächsten drei Jahre wurde der gesamte Dickens vernetzt. Das System wuchs rasch, und 1915 wurde mit grossem Pomp die erste gattungsüberschreitende Verbindung zwischen Krimi und grosser Tragödie eröffnet. Seitdem hat man das Netz ununterbrochen verbessert, aber neuerdings sind die Leitungen durch die Deregulierung der Nachrichten- und Unterhaltungskanäle und eine Fülle von Werbe-Anrufen ständig verstopft. Ein erstes mobiles Fussnotofon-Netz wurde 1985 eingerichtet. -DER WARRINGTON-KATER, ehemals CHESHIRE CAT, -Führer zur Grossen Bibliothek. "

Auf diesem Weg kann man die unglaubliche Detailliertheit des Buches bestaunen und entdecken.

Fforde versteht es eine vollkommene und verrückte Welt zu erschaffen, die wir mit Thursday Next entdecken und erfahren können. Unbedingt lesen!!
tedesca zu »Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte«30.06.2008
Von den bisher gelesenen 3 Bänden (von 4) hat mir dieses am besten gefallen. Die Geschichte von Thursday setzt sich spannend fort, diesmal in der BuchWelt. Endlich erfahren wir, was die literarischen Figuren machen, wenn sie gerade mal an der Handlung nicht beteiligt sind. Wir erfahren aber auch, wie ein Buch wirklich entsteht und was mit einem Manuskript passiert, das wieder zerrissen wird. Und wer weiß schon, warum manche Grammasiten Ringelsocken und buten Westen tragen?

Ein unglaublich witziges und intelligentes Buch!
Ihr Kommentar zu Im Brunnen der Manuskripte

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