Wo ist Thursday Next? von Jasper Fforde

Buchvorstellung

Wo ist Thursday Next? von Jasper Fforde

Originalausgabe erschienen 2011unter dem Titel „One of Our Thursdays Is Missing“,deutsche Ausgabe erstmals 2012, 400 Seiten.ISBN 3423249153.Übersetzung ins Deutsche von Joachim Stern.

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In Kürze:

Panik in der BuchWelt: ein Krieg der Genres scheint bevorzustehen. Nur Thursday Next kann mit ihren speziellen diplomatischen Fähigkeiten das Schlimmste verhindern. Doch kurz vor den Friedensgesprächen verschwindet sie spurlos. Es ist nun an BuchThursday, der geschriebenen Version von Thursday Next, die bisher ein beschauliches Dasein in einem ruhigen Eckchen der Fantasy führte, die Lage zu retten. Tatsächlich kommt sie einer finsteren Verschwörung auf die Spur. Dann stürzt zu allem Überfluss ein eBook ab, die Trümmer verunstalten die halbe BuchWelt. Schon werden die Metaphern knapp …

Ihre Meinung zu »Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?«

tedesca zu »Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?«01.10.2012
Nach dem fünften Teil der Serie, von dem ich ja total enttäuscht war, weil es nur um Teenagergeschichten ging, ist Teil 6 jetzt eigentlich für mich wieder auf dem richtigen Kurs. Allerdings ist er dermaßen mit originellen Figuren und Ideen vollgestopft, dass dabei leider auf die Handlung vergessen wurde. Ewig lang fragt man sich, irgendwann schon leicht genervt, wann es denn jetzt endlich losgeht. Und wenn dann endlich Action aufkommt, ist sie auch gleich wieder vorbei.
Das ist nicht die Thursday, die ich vier Bände lang so bewundert habe! Das Verwirrspiel um die geschriebene und die echte Thursday ändert an diesem Problem auch nicht wirklich viel.

Klar, die Anspielungen auf die Selbstverleger bringen einen - wenn man immer wieder in den unterschiedlichen Foren von ihnen sekiert wurde - schon sehr zum Lachen, Fforde greift da wohl ein Thema auf, das in der gesamten LeseWelt Anstoß zum Ärgernis gibt. Aber das allein reicht halt nicht aus, um fast 400 Seiten zu füllen. Und auch der liebenswerte Neuzugang, Roboterbutler Sprockett, kann die Lücke nicht wirklich füllen.

Sehr stolz war ich auf mich, dass ich das Zitat aus Tarantinos "Reservoir Dogs" gleich im ersten Satz erkannt habe, und wie schon seine Vorgänger lebt auch dieses Buch von unzähligen Anspielungen, von denen mir wahrscheinlich eh die Hälfte entgeht, ohne dass es mir überhaupt auffällt.

Fazit: zu viel des Guten, was die Ideen angeht, zu wenig Handlung und unterm Strich eher fad als unterhaltsam. Ob ich mich über einen 7. Band drübertraue, weiß ich noch nicht. Als Serienjunkie wahrscheinlich schon... aber sicher mit viel Skepsis!
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