Der Weg des Magiers von Jean-Louis Fetjaine

Buchvorstellung

Der Weg des Magiers von Jean-Louis Fetjaine

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „Le pas de Merlin“,deutsche Ausgabe erstmals 2004, 360 Seiten.ISBN 3423244097.Übersetzung ins Deutsche von Svenja Geithner.

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In Kürze:

Schottland im 6. Jahrhundert: Ryderc, König von Strathclyde, hat alle britannischen Fürsten zusammengerufen, damit sie ihre Streitigkeiten beilegen und gemeinsam gegen die einfallenden Sachsen, Pikten und Iren kämpfen. Auch Gwendoleu, König von Cumberland, folgt der Einladung nach Schottland. Unter seinen Getreuen befindet sich Merlin, ein junger Barde, der es trotz seines zarten Alters aufgrund seiner rätselhaften Herkunft und durch seine Zauberkunst bereits zu einiger Berühmtheit gebracht hat. Als nach tagelangen Verhandlungen nicht Ryderc sondern Gwendoleu zum Obersten Herrscher ernannt wird, lockt der eifersüchtige Ryderc diesen in einen Hinterhalt und lässt ihn mitsamt seinem Gefolge töten.

Ihre Meinung zu »Jean-Louis Fetjaine: Der Weg des Magiers«

Tark zu »Jean-Louis Fetjaine: Der Weg des Magiers«27.03.2007
Jean Louis Fetjaine liefert hier erneut ein traumhaftes Buch ab. Die Geschichte ist ein Gestrick zwischen Mythos und Historie. Die Hauptfigur darin bildet die legendäre Gestalt Merlin aus der bekannten Artussage. Die Geschichte beginnt in Schottland des 6. Jahrhunderts. Einfallende Pikten, Sachsen und Iren bedrohen das Land und die britannischen Fürsten beraten sich in einer Zusammenkunft über diese Bedrohung. An erster Stelle soll ein absoluter Führer ernannt werden, welcher das Gefüge erstarken lassen soll. Als die Wahl vollzogen ist, wird dieser schon kurze Zeit später durch einen unglaublich frevelhaften Verrat wortwörtlich massakriert. Merlin, der einzige Ueberlebende, ist nun gezwungen vor seinen Häschern zu fliehen und Verbündete zu suchen. Es liegt nun an ihm, den Fortbestand und Frieden des britannischen Volkes zu sichern. Hier nimmt die Geschichte sehr dramatische Formen an. Unser Hauptprotagonist durchlebt auf seiner gefahrvollen Reise Verrat und Kampf, Unbarmherzigkeit und Verachtung, mit diesen er lernen muss, damit um zu gehen. Dabei entfaltet er auch eigene, bemerkenswerte Züge. Obwohl Merlin verletzlich wie ein Kind wirkt, kann er im Angesicht des Todes nur schon durch sein ungewöhnliches Aussehen im Zusammenhang mit seinen sich erkaltenden Zügen dem Feind ein Stocken oder Zögern abringen. Seine Persönlichkeit ist im Grunde sehr unsicher, verschleiert und undurchschaubar, aber durch eine hohe Feinfühligkeit und Präsenz geprägt. Diese unkonventionelle Schilderung des Charakters, weht der alten Legende etwas frischen Wind zu. Es belebt die Figur und erweckt sie gewissermassen zu neuem Leben.

Das Buch ist atmosphärisch sowie storytechnisch einfach spitze und ungemein fesselnd.

Ich will das Buch ausschliesslich jenen empfehlen, welche sich für die Sagengestalt "Merlin" interessieren. Für diese ein garantiertes Muss.
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