Rubinroter Schatten von Jeaniene Frost

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „Eternal Kiss of Darkness“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 400 Seiten.ISBN 3-7645-3087-1.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Der Vampir Mencheres ist alt und mächtig, doch er ist auch seiner Existenz müde. Die ewige Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler Radjedef hat ihn ausgelaugt. Als Mencheres seine prophetische Gabe verliert, beschließt er, seiner Existenz ein Ende zu setzen. Da begegnet er der Privatdetektivin Kira Graceling, die herausfindet, dass er ein Vampir ist. Da Mencheres sie mit diesem Wissen nicht gehen lassen kann, will er ihr Gedächtnis löschen – und versagt! So wird Kira in den uralten Konflikt zwischen Radjedef und Mencheres gezogen. Bald erkennt sie, wie sehr Mencheres der Welt überdrüssig ist, doch ohne seinen Schutz wird sie Radjedef hilflos ausgeliefert sein. Wenn Kira nicht sterben will, muss sie Mencheres, Lebenswillen wiedererwecken. Aber vielleicht hat Mencheres längst etwas gefunden, wofür es sich zu Kämpfen lohnt – die Liebe zu einer Sterblichen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der Pharao und die Detektivin“65

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Einst lag ihm die Welt zu Füssen. Als Pharao über das Ägyptische Weltreich herrschte Mecheres mit weiser Hand, bevor er zum Vampir gewandelt fürderhin unsterblich die Kontinente durchwanderte. Mittlerweile aber ist Mecheres alt und müde geworden. Das Feuer brennt nicht mehr in ihm. Seit seine Gabe der Prophezeiung sich verflüchtigt hat, ahnt er, dass seine Zeit auf Erden sich dem Ende zuneigt.

In Bones hat er sich seinen Nachfolger auserwählt, ihre beiden Clans vereinigt, so dass er eigentlich beruhigt gehen könnte. Doch dann wird er von Ghoulen angefallen und von einer jungen, tapferen Frau gerettet – auch wenn die Rettung nicht notwendig gewesen wäre. Und nichts bewundert er mehr als Tapferkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Privatdetektivin Kira Graceling besitzt beides in mehr als ausreichendem Maße und dazu noch ein respektloses Mundwerk und einen hinreißenden Körper. Kein Wunder, dass sich bei Mencheres, der seit Jahrhunderten keine Frau mehr besaß, etwas regt, das lange eingeschlafen schien.

Dass sein alter Gegenspieler, der Vampirhüter Radjadef versucht, Kira gegen ihn zu verwenden, erweist sich als Fehler – großer Fehler, denn jetzt wird nicht nur der Ehrgeiz, sondern auch der Beschützerinstinkt des Meistervampirs geweckt …

Das Spin-Off macht der Hauptserie Konkurrenz

Als Blanvalet vor einigen Jahren spät auf den bereits rollenden Urban-Fantasy-Zug aufsprang, hatte man das Glück und das Fachwissen der Lektoren und kaufte Jeaniene Frosts „Cat und Bones“-Reihe ein. Die Serie um die Halbvampirin und ihren Lover entwickelte sich – auch wegen der faszinierenden Hauptperson – schnell zum Beststeller. Nachdem der Reihe auch jenseits des Atlantiks entsprechender Erfolg vergönnt war, entschloss sich die Autorin, Einzelromane als Spin-Offs zu publizieren, in denen sie näher auf das Schicksal einiger der beliebten Nebenfiguren einzugehen gedachte. Gesagt, getan – und schon erschienen die ersten beiden derartigen Romane.

Nachdem Blanvalet mitten im Galopp die Pferde nicht mehr wechseln wollte, sprich die im Taschenbuch gestartete Reihe um Cat und Bones nicht nachträglich ins Paperback transferieren wollte, andererseits sich aber auch das Geschäfts mit den höherpreislichen Paperbacks nicht entgehen lassen wollte, entschloss man sich zumindest die Spin-Offs dergestalt auf den Markt zu bringen. Den Auftakt machte „Nachtjägerin“, nun also folgt Mencheres´ Love-Story.

Nur zu gerne hätte ich mehr über sein lebendes wie untotes Dasein zur Zeit der Pharaonen erfahren, allein die Autorin bleibt ganz im hier und heute, integriert und verzahnt dabei ihre Handlung eng mit der Hauptserie, präsentiert uns aber gleichzeitig eine packende Love Story mit viel Dramatik, Verwicklungen, Gefahren und Kämpfen. Kira fügt sich dabei gut in die Heldinnenrolle a la Frost ein. Sie ist aufgeweckt, integer und mutig – so manches mal mehr des Letzteren als für sie gut wäre.

Natürlich ahnen wir, wie es ausgehen wird, doch der Weg dahin ist gepflastert mit unerwarteten Wendungen und viel Dramatik. Der Erotik-Anteil ist eher gemäßigt, im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit dem alten Gegner. Dass sich der Plot dabei an dem erfolgsgewohnten Muster orientiert, sei erwähnt, große Überraschungen lauern hier nicht auf den Leser.

Bei der Übertragung aber hat die Übersetzerin ein wenig geschlampt. Dass ein mehrere Jahre alter Aristokrat wie der Ex-Pharao zur Bestätigung einer Veinebarung salopp „gebongt“ sagt (Seite 265), ist doch nicht ganz glaubwürdig oder passend.

Als Ergänzung zur Hauptserie sind die Spin-Offs zur begrüssen, lernen wir doch auf diese Art ein paar der interessantesten Figuren der Reihe, für die in der Cat-Reihe zu wenig Platz ist, besser kennen.

(Carsten Kuhr, September 2011)

Ihre Meinung zu »Jeaniene Frost: Rubinroter Schatten«

Laura-Maria Tendler zu »Jeaniene Frost: Rubinroter Schatten«25.09.2011
Rubinroter Schatten ist wirklich ein tolles Buch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören, darin zu lesen, wenn ich es erst einmal in die Hand genommen habe. Auch die Nachjägerin war schon ein klasse Buch. Desshalb wollte ich Rubinroter Schatten überhaupt erst haben.
Jeaniene Frost ist eine geniale Autorin. Ich persönlich hoffe ja, dass sie auch noch ein Buch über Vlad Tepesch schreibt.
Aber eines nach dem Anderen. Jetzt bin ich erst einmal voll ends zufrieden und hoffe gespannt auf weitere Bücher.
Ihr Kommentar zu Rubinroter Schatten

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