Jeff Gelb & Lonn Friend: Hot Blood. Bis dass der Tod euch vereint von Jeff Gelb & Lonn Friend

Buchvorstellungund Rezension

Jeff Gelb & Lonn Friend: Hot Blood. Bis dass der Tod euch vereint von Jeff Gelb & Lonn Friend

Originalausgabe erschienen 1989unter dem Titel „Hot Blood: Tales Of Provocative Horror“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 352 Seiten.ISBN 386552074X.Übersetzung ins Deutsche von Michael Plogmann.

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In Kürze:

„Hot Blood“, die preisgekrönte US-Serie. Hier offenbaren große Meister der Angst 24 lustvolle Storys zwischen Cybersex und primitiver Gier.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Bis dass der Tod euch vereint“85

Horror-Rezension von Dieter Mort

Die „Hot Blood“-Anthologie-Reihe ist im Original nunmehr auf dreizehn Bände angewachsen. Alle Bücher verbinden Erotik und Horror auf originelle Weise, vielleicht nicht immer geglückt, aber bei dieser Verbindung liegt wohl wirklich alles im Auge des Betrachters. – 1992 erschien als bisher einzige Übersetzung der zweite Band mit dem Titel „Heißes Blut“ bei Bastei-Lübbe. Der Festa-Verlag hat nun (immerhin fünfzehn Jahre später!) den ersten Band der Reihe veröffentlicht (Inhalt: eine Vignette, neunzehn Short Stories und vier Novellas, Einleitung und Autorenbiographien fehlen in der deutschen Ausgabe) und gleich für das erste Quartal 2008 den nächsten (im Original Band 6) angekündigt. Die Logik bezüglich der Veröffentlichungsreihenfolge will sich mir nicht erschließen.

Als 1989 in den USA der erste Band erschien, war der Verleger ängstlich wegen des Wortes „Erotic“ im Originaltitel, und man einigte sich darauf, anstelle dessen das Wort „Provocative“ zu nehmen. (Bei späteren Ausgaben wurde dies korrigiert.) – Der Mitherausgeber Michael Garrett hatte Befürchtungen wegen drei Herausgebernamen auf dem Cover (Interessierte die US-Käufer wirklich, wieviel Namen bei einer Anthologie auf dem Cover stehen?) und verzichtete freiwillig auf eine Nennung.

Zu den Original-Stories: Die Geschichte von Richard Matheson war bereits 1962 unter dem Pseudonym Logan Swanson in der Anthologie „Alone By Night“, die Story von F. Paul Wilson 1988 in der Frühlingsausgabe von „Weird Tales“ unter dem Pseudonym Ronald Burke erschienen. Elf weitere Stories waren schon in diversen Anthologien/Magazinen veröffentlicht worden, darunter die von Dennis Etchison 1973 unter dem ursprünglichen Originaltitel „A Feast For Cathy“ in „Cavalier“.

Zu deutschen Veröffentlichungen: „Betörende Julie“ von Richard Matheson erschien bereits 1976 in der Anthologie „Acht Teufelseier“ (herausgegeben von Michel Parry) im Pabel-Verlag unter dem Titel „Die Hexe mit dem Kindergesicht“, „Das Ding“ von Robert R. McCammon erstmalig 1993 unter dem unsäglichen Titel „Der Pimmel“ in der Anthologie „Erotic Horror“ (herausgegeben von Joachim Körber) bei Heyne, „Das Haus des Käfers“ von Lisa Tuttle 1982 unter dem Titel „Heim für Käfer“ in der Anthologie „Gefährliche Spiele“ (herausgegeben von Manfred Kluge) bei Heyne und 1989 unter dem Titel „Das Haus der Käfer“ in der Anthologie „Die besten Horror-Stories“ (herausgegeben von Edward L. Ferman und Anne Jordan) bei Knaur.

Graham Masterton: Wechselbalg („Changeling“)

Ein Geschäftsmann verliebt sich Hals über Kopf in eine schöne Unbekannte und schafft es auch, bei ihr zu landen. Doch der Preis für die mit ihr verbrachten Nächte ist höher, als er sich in seinen kühnsten Träumen hätte ausmalen können …

Den Reigen dieses ersten „Hot Blood“-Bandes nun eröffnet Graham Masterton, der nicht für seine Feinfühligkeit, sondern für seine Konsequenz bekannt ist. Auch in „Wechselbalg“ geht es schnell zur Sache. Der Stil Mastertons ist klar, schnörkellos und passt gut zum Thema (hat er doch genügend Sex-„Ratgeber“ veröffentlicht)

Richard Matheson: Betörende Julie („The Likeness Of Julie“)

Ein Professor glaubt, er könne seine Perversionen an einer Studentin ausleben, aber da hat er die Rechnung ohne die Wirtin gemacht …

Richard Mathesons „Betörende Julie“ ist auf erfrischende Weise altmodisch, was die geradlinige Erzählweise und Wortwahl beftrifft. Ein Meister der kurzen Form in seinem Element. Für 1962 sehr gewagt (deshalb unter Pseudonym veröffentlicht?) und eine Wortwahl, an der sich moderne Autoren ein Beispiel nehmen können. Es geht eben auch ohne Gossensprache und übertrieben explizite Details.

Robert R. McCammon: Das Ding („The Thang“)

Ein Mann, der mit seiner Bestückung nicht zufrieden ist, sucht Hilfe bei einer Voodoo-Hexe. Leider hält er sich nicht an deren Anweisungen. Die Folgen sind wahrlich gigantisch …

Robert R. McCammon hat mit „Das Ding“ eine Story veröffentlicht, die handwerklich professionell durchgezogen wird, mich persönlich aber nicht sonderlich anspricht. Sie funktioniert meiner Ansicht nach nur als Satire auf Männer mit Minderwertigkeitskomplexen, keinesfalls jedoch als „erotische“ Horrorstory.

Richard Christian Matheson: Der Mann ihrer Träume („Mr. Right“)

Eine Ärztin ist entschlossen, ihrer Patientin zu helfen, dem psychopathischen Ehemann zu entkommen. Und dazu ist Frau Doktor zu jedem Opfer bereit …

Matheson junior hat mit „Der Mann ihrer Träume“ eine seiner berühmten (berüchtigten?) Vignetten abgeliefert. Kurz, schnell, hart, beeindruckend. Ob er in einer längeren Form brillieren kann wie sein Vater, bleibt abzuwarten, nachdem sein bisher einziger Roman „Created By“ bisher nicht ins Deutsche übersetzt wurde.

Chet Williamson: Blutige Nächte („Blood Night“)

Ein Büroangestellter entdeckt, dass er in seinen Träumen jede Person sein kann, die er sein will. Problematisch sind nur die Spuren in der Realität nach dem Aufwachen …

„Blutige Nächte“ von Chet Williamson hat einen interessanten Ausgangspunkt, eine erstklassige Ausführung und ein extremes und dennoch konsequentes, um nicht zu sagen moralisches Ende.

Mick Garris: Schokolade („Chocolate“)

Wie schön, wenn man eine wirkliche Seelenverwandte hat. Und wie grausam, wenn man in ihrem Körper wirklich an allem teilhaben darf …

Mick Garris und seine Geschichte „Schokolade“ enttäuschen leider. Ich vermisse eine Plausibilität, die sich in der Erzählweise widerspiegeln sollte. Das Ende erweckt den Eindruck, die Story ginge jetzt erst richtig los. – Garris selbst hat diese Geschichte vor kurzem unter dem gleichen Titel für die „Masters Of Horror“-Serie verfilmt.

Ramsey Campbell: Noch mal („Again“)

Hilfsbereitschaft alten Damen gegenüber sollte wohlüberlegt werden, anderenfalls man durchaus in einer ganz besonderen Hölle landen könnte …

Ramsey Campbells „Noch mal“ ist erstaunlich, und zwar erstaunlich gut. Literarisch ausgefeilt und wirklich den Horror und Ekel vermittelnd, den der Protagonist verspürt. Zwar ist Campbell einer der bedeutendsten Phantastik-Autoren Großbritanniens, aber das ist nicht immer eine Garantie für eine gute Geschichte. Wie mancher andere (Lin Carter, Algernon Blackwood, William Hope Hodgson) ist Campbell dann am besten, wenn er nicht ausschließlich „Stimmung“ schreibt, sondern die Handlung im Auge behält.

Lisa Tuttle: Das Haus des Käfers („Bug House“)

Auch wenn die arme Nichte Zuflucht bei ihrer Tante findet, muss sie einsehen, dass sie vom Regen in die Traufe gekommen ist …

„Das Haus des Käfers“ von Lisa Tuttle bietet eine fast „gotisch“ anmutende Spannung und ein recht drastisches Ende, das wirklich schockierend ist. Eine angenehme Überraschung von Frau Tuttle und ganz ohne feminine Untertöne. Eine gute Handlung und exzellent erzählt.

Theodore Sturgeon: Rache ist …(„Vengeance Is“)

Wenn sich zwei Männer an einer Frau vergreifen, können sie nun mal nicht ahnen, dass die Frau in der Tat einzigartig ist …

Theodore Sturgeon (wie Richard Matheson und Robert Bloch einer der „Großen Alten“) hat für „Rache ist...“ einen interessanten Ausgangspunkt: Alles ist schon passiert, die Story dient der Erläuterung der Vorgänge und wirkt stellenweise wie ein Bericht. Die Erklärung der Hauptperson wirkt recht science-fiction-mäßig, stellt aber auch jeden Horror-Fan zufrieden. Auch wenn Sturgeon überwiegend in der SF tätig war, hat er (wie bereits anderweitig unter Beweis gestellt) das Talent, in jedem Genre Bedeutendes zu schreiben.

J. N. Williamson: Der Eingriff („The Unkindest Cut“)

Keine Angst; eine Vasektomie ist doch eine Kleinigkeit …

„Der Eingriff“ von J. N. Williamson ist für sein delikates Thema mit erstaunlich leichter Hand geschrieben und kann wahrscheinlich eher von männlichen Lesern „geschätzt“ werden. Leider ist der Schluss der Story etwas zu schwammig geraten. Hier wäre „mehr“ auch „mehr“ gewesen.

Michael Garrett: Wieder vereint („Reunion“)

Was soll man tun, wenn die erste Liebe keine Ruhe gibt? Und sich im Jenseits befindet? Und ruft?

Michael Garretts „Wieder vereint“ ist professionell geschrieben, aber auch hier befriedigt das Ende nicht wirklich, weil es zu absehbar ist. Und der Hinweis, dass diese Vorgänge jetzt wohl eine Epidemie ausgelöst hätten, ist schlicht Blödsinn.

Harlan Ellison: Schritte („Footsteps“)

Nicht jeder, der als Beute für eine Vampirin dienen soll, ist auch eine …

„Schritte“ von Harlan Ellison ist ein Paradebeispiel für diesen Autor, der hierzulande leider in Vergessenheit geraten ist. In dieser Geschichte treffen zwei Jäger aufeinander. Ein Vampir und …Ja, was eigentlich? Der Schrecken der grünen Lagune? Egal. Ellison kann schreiben wie kaum jemand. Egal, worüber.

Mike Newton: Schönheit vergeht („Pretty Is...“)

Was tut Frau nicht alles, um den Angebeteten herumzukriegen! – Und was soll sie tun, wenn sie Erfolg hat?

Mike Newtons „Schönheit vergeht“ ist Teeniehorror, aber schwungvoll geschrieben. Und am Ende kriegt das böse Mädchen auch gleich seine Strafe. Nicht gerade originell, aber auch nicht schlecht. In jedem Fall gut lesbar.

Gary Brandner: Tante Edith („Aunt Edith“)

Sehr schön, wenn man eine Tante hat, die aufpasst, dass die Nichte nicht lüsternen jungen Heiratsschwindlern in die Hände fällt. Noch schöner, wenn die Tante praktizierende Hexe ist und eine todsichere Prüfung für die jungen Herren entwickelt hat …

„Tante Edith“ von Gary Brandner erinnert mit seinem Schluss etwas an eine bestimmte Bukowski-Story, deren Titel hier nicht genannt werden soll, um nicht zu spoilern. Abgesehen von diesem (für eine Horrorgeschichte) lachhaften Schluss – Ironie hin, Ironie her -, eine gut erzählte Short Story.

Dennis Etchison: Tochter des goldenen Westens („A Feast For Cathy“ / „Daughter Of The Golden West“)

Als einer der drei Freunde verschwindet, beschließen die beiden anderen, die Sache aufzuklären. Das tun sie auch. Leider …

Dennis Etchisons „Tochter des goldenen Westens“ ist eine wirklich Überraschung – und das im positiven Sinne. Der Mann hat Romane wie „Schockzone“ verbrochen, und hier findet man jetzt eine tolle Erzählung, die den Erotikfaktor eigentlich nicht erfüllt, aber die Horrorfraktion zufrieden stellt. Klasse erzählt, schon fast als literarisch zu bezeichnen, nicht zuviel verratend. Leider zu kurz. – Eine der besten Geschichten des Buches.

John Skipp & Craig Spector: Fleischbeschau („Meat Market“)

Nein, der feuchte Fleck da auf dem Bett ist nicht, was Sie jetzt denken …

John Skipp & Craig Spector, ursprünglich Vertreter der Splatterpunks, mittlerweile wohl vergessen, zeigen in „Fleischbeschau“, dass Horror und Anspruch nicht Welten auseinander liegen. Und einen kleinen sozialkritischen Aspekt gibt es noch obendrauf.

Rex Miller: Die Stimme („The Voice“)

Als der versoffene Radiomoderator endlich am Ziel seiner Wünsche angekommen ist, vergeht ihm doch tatsächlich die Lust …

„Die Stimme“ von Rex Miller, der auch nicht für seine Zimperlichkeit bekannt ist, bietet eine gute Storyline und ein fantastisches Finish. – Auch hier: Hätte länger sein dürfen.

Robert Bloch: Das Model („The Model“)

Eine Geschichte, die von einem Insassen einer Nervenheilanstalt erzählt wird, kann nur erfunden sein. Oder?

Robert Blochs „Das Model“ würde in den Händen eines weniger begabten Autors lächerlich wirken, aber Blochs unnachahmliche Erzählweise nimmt den Leser mit auf einen irren Trip, komplett mit Knalleffekt am Schluss.

Steve Rasnic Tem: Tote Liebe („Carnal House“)

Wollen Sie wirklich wissen, was sich die Toten am meisten wünschen?

Heutzutage ist es zwar eine Seltenheit in der Horrorliteratur, wenn die Toten in ihren Gräbern bleiben, aber „Tote Liebe“ von Steve Rasnic Tem gibt dem Ganzen ein paar interessante Twists. (Nein, wie die Hauptperson das psychisch und physisch durchsteht, wird nicht erläutert. Das macht aber nichts. Das ist eine Horrorgeschichte!)

Les Daniels: Sie kommen dich holen („They’re Coming For You“)

Ein Mann ist der Meinung, seine Frau und deren Liebhaber umzubringen, würde diesen unwürdigen Akt schon beenden... – Irrtum!

Les Daniels’ „Sie kommen dich zu holen“ trifft die Thematik der Anthologie ausgezeichnet. Schon fast amüsant geschrieben, prägnant, nicht „zu Tode interpretiert“. Nett.

Jeff Gelb: Suzie besorgt’s dir („Suzie Sucks“)

Mike glaubt, dass Suzie solche Dinge nie tun würde! Aber zur Sicherheit überwacht er sie. Und was er herausfindet, hätte er sich beim besten Willen nicht vorstellen können …

„Suzie besorgt’s dir“ von Jeff Gelb hat leider einen etwas vom Original abweichenden deutschen Titel – was für leichte Verwirrung sorgen könnte -, ist aber eine Geschichte, die es wirklich schafft, den Leser zunächst tatsächlich im Unklaren zu lassen. Einfache, gut zu lesende Geschichte, Happy End inklusive (zumindest für die Hauptperson).

Ray Garton: Bestrafungen („Punishments“)

Spätestens wenn man von der Vergangenheit eingeholt wird, ist es Zeit, sich einzugestehen, dass man sie nie ganz hinter sich gelassen hat …

Ray Gartons „Bestrafungen“ ist ein weiteres Highlight der Anthologie. Garton, der – bevor er in den Niederungen des „Buffy“- und „Sabrina“-Blödsinns versumpft ist – eine der literarischen Hoffnungen des Genres war (s. seinen Roman „Hinter schwarzen Gardinen“, späterer Titel: „Sukkubus“), zeigt, was er kann, und dass er auch einen Vergleich mit Ellison nicht fürchten muss. Und bei einem Vergleich mit Stephen King würde dieser wohl schlecht abschneiden. – „Bestrafungen“ ist atemlos, hart, überzeugend und erschütternd. Ein Rückblick in die Jugendzeit des Protagonisten mit einem Nachhall, der den Leser nach dieser Geschichte erst mal Pause machen lässt.

F. Paul Wilson: Ménage à Trois („Ménage A Trois“)

Jerry kriegt, was er sich gewünscht hat: Stephanie. Aber nicht nur Stephanie …

Auch F. Paul Wilsons „Ménage à Trois“ beginnt am Ende der Ereignisse. Die Mordkommission ist am Tatort, drei Leichen sind mit Laken zugedeckt, einem jungen Beamten wird schlecht …Dann erzählt Wilson – begnadeter Handwerker, der er ist – wie es dazu kam. Auch hier ein an die Nerven gehender Schluss. – Und wer wissen will, was aus den anderen beiden Mitgliedern dieser seltsamen Familie wurde, sollte endlich Wilsons Roman „Twins – Schritte ohne Spur“ lesen.

David J. Schow: Fotos („Red Light“)

Manchmal frisst einen der Job wirklich auf …

David J. Schows „Fotos“ ist eine der schwächeren Stories des Bandes. Die Idee ist einfach zu weit hergeholt, auch wenn vom schriftstellerischen Standpunkt her alles ohne Tadel ist. Als Satire auf die sensationslüsterne Gesellschaft funktioniert sie bestenfalls bedingt. Und bezüglich der Erotik reisst die Geschichte auch niemand vom Hocker.

 

Als Fazit lässt sich sagen, dass diese Anthologie in jedem Falle das Lesen wert ist. Von ein paar Ausrutschern abgesehen (Und nochmals: Das liegt schließlich im Auge des Betrachters.), ist hier wirklich eine exzellente Auswahl Autoren/-innen mit Geschichten versammelt, die dem Thema und dem Verlangen des Lesers gerecht werden, sich gut unterhalten zu lassen.

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Jochen zu »Jeff Gelb & Lonn Friend: Hot Blood. Bis dass der Tod euch vereint«29.03.2008
Ach ja - unverzeihlich die Covergestaltung nicht zu erwähnen: ein Fall für die Vitrine! Falls es auf Bahnhofstoiletten welche gäbe... Alberner geht's kaum:-D
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Jochen zu »Jeff Gelb & Lonn Friend: Hot Blood. Bis dass der Tod euch vereint«29.03.2008
Ein paar kleine Anmerkungen zu Dieter Morts ansonsten informativer Rezension:
Richard C. Mathesons "Vignette" ist in meinen Augen eine dümmliche, chauvinistische Machofantasie. Brillanz kann ich da beim besten Willen nicht erkennen, bestenfalls ein schlechter Witz; genau wie auf anderer Ebene Robert R. McCammons "Ding", von dem ich mir wesentlich mehr versprochen hatte, als einen gelungenen Gag zu Beginn.
Eigentlich zu gut und düster für diese Anthologie ist tatsächlich Ray Gartons Story "Bestrafungen". Eine bittere und konsequente Geschichte zum Thema Missbrauch und mögliche Folgen - ganz harter Stoff und alles andere als eine "erotische Horrorgeschichte".
Erotisch ist übrigens kaum eine der Geschichten, aber die Verbindung von Sexualität und Tod wird mitunter sehr trefflich und stimmungsvoll beschworen.

Seltsam bei der deutschen Bearbeitung finde ich, dass in Stories, deren Jüngste einen Copyrightverweis von 1989 trägt, Charlize Theron, Paris Hilton oder "Alkopops" erwähnt werden. Muss eigentlich nicht sein.

was mir nebenbei noch auffiel: anscheinend verschlingen Frauen ihre Opfer gerne mit Haut und Haaren, während Männer sie eher zerfetzen oder zersetzen. heißt aber in beiden Fällen: Obacht geben und "Safer Sex" ganz neu definieren;-)
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