Die Verwandlung von Jennifer Armintrout

Buchvorstellungund Rezension

Die Verwandlung von Jennifer Armintrout

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „The Turning“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 464 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Martha Windgassen.

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In Kürze:

Ein Biss – und Carrie ist wie verwandelt. Nachdem die junge Ärztin in der Pathologie von einem Toten angefallen wurde, kann sie auf einmal kein Sonnenlicht mehr ertragen, verspürt plötzlich einen unerklärlichen Blutdurst. Ist sie etwa Opfer eines Vampirs geworden? Auf der Suche nach den Gründen für ihre rätselhaften neuen Gefühle lernt sie den charismatischen Vampirjäger Nathan kennen – und verliebt sich unsterblich in ihn. Doch die Blutsbande, die sie an ihren „Erschaffer“ Cyrus fesseln, sind stärker …Gleichzeitig fasziniert und abgestoßen von dem ebenso attraktiven wie bösartigen Untoten, gerät sie immer mehr in seinen finsteren Bann …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Trink mein Blut und werde mein Zögling“80

Fantasy-Rezension von Rhea Schlager

Carrie hat in ihrer Kindheit immer um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern betteln müssen, die sie trotzdem fast nie bekam. Das war einer der Gründe, wieso sie Ärztin werden wollte. Die junge Frau bildete sich immer ein, dass sie Menschen helfen wollte. Oder die Macht zu entscheiden, welcher ihrer Patienten sterben sollte und welcher nicht. Doch alles kommt anders, als ein Mann eingeliefert wird, dessen Gesicht so zertrümmert und der Körper so entstellt ist, dass er keine Chance mehr hat, zu überleben. Der Sterbende ist vollkommen bei Bewusstsein. Doch anstatt von Höllenqualen gepeinigt zu schreien, hat er sein blaues Auge auf Carrie gerichtet und starrt sie, ohne jede Gefühlsregung, an.

Natürlich überlebt der Mann seine schweren Verletzungen nicht. Doch der Gedanke an den Fremden lässt Carrie nicht los, so dass sie in die Leichenhalle des Krankenhauses geht. Dort schlitzt der anscheinend überhaupt nicht tote Unbekannte Carries Hals mit Krallen auf und verschwindet in der Dunkelheit. Doch anstatt zu verbluten, verwandelt sie sich in einen Vampir. Carrie kann sich nicht vorstellen, was sie sonst sein sollte, denn als die Sonnenstrahlen allmählich beginnen, ihre Haut schmerzlich aufzulösen und sie nach Blut dürstet, besteht kein Zweifel mehr.

Durch Zufall begegnet Carrie dem gutaussehenden Vampir Nathan, der zu einer Bewegung gehört, die aus weiteren Vampiren besteht, welche das Ziel verfolgen, böse Kreaturen ihrer Art zu vernichten und somit den Menschen das Überleben zu sichern. Auch Carrie soll sich für eine Seite entscheiden. Doch die Blutsbande zu ihrem Schöpfer Cyrus, der zu den „Bösesten der Bösen“ gehört, sind zu stark um sich auf die richtige Seite zu stellen.

Brutale Liebesgeschichte

Die Idee, dass eine junge Ärztin plötzlich in einen Vampir verwandelt und auf einmal ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird, hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mir die ganze Geschichte weniger brutal vorgestellt und dachte, es wäre bestimmt ein gutes Buch für Teenager – was aber aufgrund der Gewalttätigkeit und der Liebesszenen ganz und gar nicht der Fall ist. Glücklicherweise wurde ich sehr positiv überrascht, denn inzwischen haben sich viele Leser mit der Idee angefreundet, dass Vampire nicht nur hässliche und kaltherzige Wesen sind, sondern auch mit ihren ausgeprägten Sinnen versuchen die Welt, oder wenigstens einen kleinen Teil davon, zu retten.

Von Anfang an hatte man das sichere Gefühl, dass Carrie und Nathan ein Paar werden. Doch die Beziehung zwischen den beiden wurde durch die Blutsbande zu Cyrus viel komplizierter und so war man sich als Leser dann doch nicht mehr sicher, wie es mit der offensichtlichen Liebe der beiden Vampire weitergehen würde. Es ist hier also nicht die typische Vorgehensweise, in der der eine versucht, den anderen zu retten, weil sie unsterblich ineinander verliebt sind. Die Autorin hat ihre Hauptfiguren absichtlich nicht als perfekte Chraktere dargestellt, was mir sehr gut gefallen hat, denn so konnte man sich selbst gut mit ihnen identifizieren.

Das Buch ist durch den flüssigen Schreibstil und die fast immerwährende Spannung sehr angenehm zu lesen. Hat man gerade ein Kapitel hinter sich gebracht, wartet schon die nächste Überraschung auf einen und so schafft man es wieder nicht, den Schmöker aus den Händen zu legen. Die Charaktere sind durch ihre manchmal sehr aufopfernden Handlungen, aber auch wegen etwaiger Fehlentscheidungen, die den Lauf der Geschichte stark beeinflussen, sehr sympathisch. Und sogar die Bösen erwecken beim Leser Mitleid, wenn sie zu Dingen gezwungen werden, die sie gar nicht tun wollen.

Wer gerne Liebesromane liest, in denen das Paar eine unmögliche Beziehung führt, sollte hier zugreifen. Aber neben Carrie und Nathan gibt es noch andere Charaktere, die verzwickte Liebschaften eingehen. Insgesamt ist „Blutsbande-Die Verwandlung“ der gelungene Anfang einer vielversprechenden Serie; eine unterhaltsame Geschichte, verfeinert mit ein paar Liebesszenen und darüber noch die perfekt dosierte Prise Humor.

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