Wolfsjagd von Jim Butcher

Buchvorstellungund Rezension

Wolfsjagd von Jim Butcher

Originalausgabe erschienen 2000unter dem Titel „Fool Moon“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 448 Seiten.ISBN 3-426-63441-4.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Chicago wird von einer Mordserie in Angst und Schrecken versetzt – alle vier Wochen, wenn der Vollmond fahl am Himmel steht, sterben in den Straßen der Stadt unzählige Menschen. Fallen sie einem Psychopathen zum Opfer? Einer Gang? Oder etwas ganz anderem? Harry Dresden, Privatermittler mit besonderen Fähigkeiten und Polizeiinformant wider Willen, wird schneller, als ihm lieb ist, in diesen dunklen Fall verwickelt. Immer wieder kreuzen dabei Männer und Frauen seinen Weg, die ein Geheimnis haben: Im Schutz der Dunkelheit verwandeln sie sich – und jagen…

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der Privat-Eye und die Wölfe“70

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Eigentlich, so hatte Harry Dresden, seines Zeichens Privatdetektiv und Magier aus Chicago gedacht, eigentlich konnte es kaum schlimmer kommen, als bei seinem letzten Auftrag für die Sonderkommission der Polizei. Doch dann geschehen bei Vollmond bestialische Morde. Menschen werden förmlich geschlachtet, das Revier der Sonderkommission selbst angegriffen – und Harry als Mitwisser und Tatverdächtiger festgenommen. Nun, das wäre ja noch zu verkraften, aber dass der lokale Gangsterboss ihn zu kaufen versucht, dass ein Multimilliardär ihn in seinen Dienst nehmen will, eine betörend schöne, nackte Frau ihm nachstellt, und dass er all diese verlockenden Angebote abschlägig bescheiden muss, obwohl er keinen Cent in der Tasche hat, das schlägt dem Fass wirklich den Boden aus.

Im Vergleich dazu ist die Existenz von Werwölfen, Lykantropen und Loup-garous selbst, die allesamt zur Jagd auf unsern Magier blasen eher ein minderes Ärgernis. Als sich dann auch noch das FBI an der Hetz auf Harry beteiligt, wird es wirklich haarig – im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein eigenwilliger Held und das organisierte Verbrechen mit Verbindungen zu Vampiren und Werwölfen

Jim Butchers Romane um den Magier und Detektive Harry Dresden verwöhnen den Leser mit allen Ingredienzen, die für ein faszinierendes Werk von Nöten sind. Ein eigenwilliger Anti-Held mit magischen Fähigkeiten, der sich als Private-Eye eher mühsam durchs Leben schlägt, das organisierte Verbrechen, das sich wie eine Krake in der Metropole ausgebreitet hat, betörende Frauen im Dunstkreis unseres Helden, die einmal mehr nicht unbedingt dem üblichen Bild entsprechen und finstere Gegner und Geheimnisse, daraus werden sonst Bestseller gemacht. Das liest sich flüssig und sehr vergnüglich, ein Cliffhanger jagt der nächsten, trotzdem reicht es nicht zum Sprung aufs Treppchen der internationalen Bestsellerlisten. Warum? Nun, vielleicht weil Butcher geschickt, aber auch augenzwinkernd mit Versatzstücken gängiger Krimi- und Horrorbücher jongliert, oder weil seine Personen gar zu eckig und kantig sind, eben gerade auf den zweiten Blick nicht dem Erwarteten entsprechen. Dazu befleissigt sich der Autor eines bewusst saloppen Stils, der zwar gut zum Plot passt, so manchen Leser aber zunächst sicherlich abschreckt. Dennoch, oder besser ausgedrückt gerade deswegen bietet das Buch für Anhänger der spannend-phantastischen Literatur vergnügliche Lesestunden ohne allzu grossen Tiefgang, dafür mit um so packenderen Geschehnissen.

Ihre Meinung zu »Jim Butcher: Wolfsjagd«

Chrisu zu »Jim Butcher: Wolfsjagd«27.01.2014
Nach ein paar Monaten wird Harry Dresden wieder von Murphy angerufen, weil sie seine Hilfe braucht. Das Verhältnis zu ihr hat beim letzten Fall ziemlich gelitten und damit auch seine Einkommensquelle verringert. Bei diesem Fall stellt sich heraus, dass er es mit Werwölfen, Lykantropen und Loup-garous zu tun kriegt - und da hat Harry alle Hände voll zu tun. Und wer ist dann jetzt für diese Morde verantwortlich? Das 2. Buch von Jim Butcher ist genau so leicht und flüssig zu lesen wie das andere. Harry mit seinem trockenen Humor sieht alles nicht so eng bis es brenzlig wird und irgendwie schafft er es mit Hilfe seiner Freunde den bzw. die wahren Täter zu stellen.
tassieteufel zu »Jim Butcher: Wolfsjagd«01.10.2012
Einige Monate sind vergangen seit Harry Dresden einen mörderischen Magier zur Strecke brachte, zwischen ihm und Karrin Murphy, der Leiterin der Sondereinheit der Polizei von Chicao herrscht mehr oder weniger Funkstille, was sich auch in Harrys Börse bemerkbar macht, da ist nämlich mal wieder Ebbe. So kommt es ihm gar nicht ungelegen, das Murphy auf Grund einer brutalen Mordserie nun doch seine Hilfe braucht. Immer bei Vollmond sterben reihenweise Menschen in den Straßen der Stadt, scheinbar zerfleischt von einer Bestie. Nun soll Harry wieder einmal der Polizei bei den Ermittlungen helfen, doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht und bald gerät Harry selbst in Verdacht.

Der zweite Fall für Harry Dresden beginnt ein paar Monate nach den Ereignissen aus dem ersten Teil. Während man im Vorgänger noch viel über die Arbeit eines Magiers erfahren hat, startet der zweite Teil gleich voll durch und ist viel actionlastiger, es geht um Werwölfe, Lykantropen und Loup-garous und damit es Harry nicht langweilig wird, bekommt er es gleich mit allen 3 Arten zu tun. Die Freundschaft mit Murphy wird wieder mal auf die Probe gestellt, dafür wird die Beziehung zu Susan doch fester als Harry gedacht hatte.
Die Handlung ist recht komplex, als Leser durschaut man zunächst nicht welche Ziele die einzelnen Parteien verfolgen und so kann man hier mit Harry, der zunächst auch nicht den Durchblick hat, mit raten. Die letztendliche Auflösung hat mich dann doch etwas überrascht, weil ich das so nicht erwartet hätte, ist aber doch recht gelungen und schlüssig.
In Bezug auf Harrys Vergangenheit werden ein paar Fragen aufgeworfen, die vermutlich erst in späteren Bänden beantwortet werden, ebenso bleibt unklar, wer der große Drahtzieher hinter allem ist. Insgesamt stört das aber nur wenig
Ein wenig schade fand ich, das Bob nur einen kurzen Auftritt hatte, aber Harry hatte ja alle Hände voll zu tun und kam gar nicht in den heimischen Keller.
Der Schreibstil ist flüssig und flott, Langeweile kommt hier keine auf. Der Spannungsbogen wird bis zum fulminaten Ende gehalten und durch Harrys leicht ironische Sicht auf die Dinge kann man ab und an sogar schmunzeln!
Sehr ansprechend ist das Cover bei der Neuauflage durch den Feder & Schwert Verlag, da kann man sich Harry gleich noch besser vorstellen!

Fazit: unterhaltsames Lesevergnügen mit jeder Menge bissiger Fellträger! Spannend, blutig und actionreich kann man sich hier gut unterhalten!
Patzi zu »Jim Butcher: Wolfsjagd«28.10.2009
Der zweite Roman um den magischen Detektiv Harry Dresden hat mich nicht so gefesselt wie der erste Sturmnacht.

Eigentlich besteht das Buch zu 50 % aus den bis ins Detail beschriebenen Kampfszenen mit den unterschiedlichen Werwölfen. Ich habe die typische Detektivgeschichte die ich in Sturmnacht so geliebt habe bitter vermisst.

Allerdings hat es Jim Butcher geschafft mich neugierig zu machen, wie es mit den Protagonisten Harry, Murphy und Marcone weitergeht.
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Sonny zu »Jim Butcher: Wolfsjagd«05.09.2009
Auch Teil 2 war wieder recht unterhaltsam. Man sollte nicht mit einer all zu hohen Erwartungshaltung an das Buch gehen. Es wäre eine recht simple Mördersuche, wenn Butchers Figuren nicht unter Anderem aus Werwölfen, Magiern, Dämonen u.ä. bestehen würden. Hauptprotagonist Harry ist ein sympathischer Freak, der oftmals (zu seinem eigenen Erstaunen) über sich hinaus wächst. Für meinen Geschmack gerät er ein wenig zu oft in akute Lebensgefahr, aber genau diese Momente sorgen jedes mal wieder für einen Spannungsanstieg. Die beschaulicheren Abschnitte dazwischen gleicht Butcher durch einen flüssigen Stil halbwegs aus. Insgesamt kein Highlight, aber nett für zwischendurch. 75°
Frank zu »Jim Butcher: Wolfsjagd«19.07.2009
Nach "Sturmnacht" nun der zweite Roman um "Harry Dresden" - den etwas "anderen" Privatdetektiv.
Durch seine magischen Fähigkeiten immer mal wieder gern von der Polizei um Hilfe gebeten, sieht er sich konfrontiert mit einer Reihe von Morden, die immer bei Vollmond verübt werden.
Ganz klar - ein Werwolf treibt sich herum.

Na ja..oder auch nicht ;-).

Harry Dresden ist auch in diesem Roman alles andere als "der strahlende Held", vielmehr wird die Figur von Butcher mit einigen Ecken und Kanten ausgerüstet + besitzt eine ausgeprägte Looserattitüde.
Die magische Welt existiert bei Butchers Romanen neben der "normalen", uns bekannten - ist aber nur den wenigsten bewusst ( Hallo Harry (Potter) ).
Das ganze sorgt für unbeschwertes Lesevergnügen ohne großen Anspruch, aber eben stets unterhaltsam und zudem in einem guten Stil verfasst.
75%.
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