Feuervolk von Joanne Harris

Buchvorstellungund Rezension

Feuervolk von Joanne Harris

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „Runemarks“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 544 Seiten.ISBN 3-570-13219-6.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Ich sehe einen Verräter an der Pforte. Der Namenlose ersteht wieder auf, so nicht die Sieben Schläfer erwachen und der Donnerer aus der Unterwelt befreit wird.

„Es war einmal ein Seher, der sagte das Ende aller Dinge voraus ...“ Der Namenlose kennt die Prophezeiung gut. Bereit stehen er und seine Gefolgschaft, um die Welt ins Nichts zu stürzen – und nur eine kann ihn aufhalten: die Nachfahrin des Feuervolks, das junge Mädchen mit dem mächtigen Feuermal. Heiß brennt das Mal in Maddys Hand und unverbraucht ist seine Magie, als Maddy sich einsetzt, wozu den Alten des Feuervolks die Zauberkraft fehlt: Aus der Feuergrube des Geysirs befreit sie den allwissenden Flüsterer, das Orakel aus fast vergessenen Zeiten. Als Faustpfand im Kampf gegen den Namenlosen soll er ihr dienen. Doch List ist die zweite Natur des Flüsterers, und als Maddy seinen Einflüsterungen folgt, ahnt sie nicht, dass der Flüsterer viele Identitäten hat und seine ganz eigenen Pläne verfolgt …Ein Epos von atemberaubender Imaginationskraft – hinreißend wortgewaltig und hintersinnig.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Ein Mädchen, das zaubern kann – die Asen lassen grüßen“70

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Maddy, unsere junge Erzählerin, ist ein Wildfang. Sie lacht niemals, weint niemals, kämmt sich so gut wie nie, prügelt sich mit den Jungs des Dorfes und, als wäre das nicht schon schlimm genug, scheint sie auch noch gescheit zu sein – ein schlimmer Makel für ein Mädchen – und hat ein freches Mundwerk, gar nicht davon zu reden, dass sie zaubern kann.

Ihre Handfläche ziert seit ihrer Geburt eine Zauberrune des Furienvolks und nicht nur der Priester beargwöhnte und verdammte sie als Abkömmling der Asen. Doch die alten Götter sind seit Ragnarök aus der Welt vertrieben, die alten Sagen werden auf Anweisung der „Priester des Einen“ totgeschwiegen.

Maddy wird seit ihrer Geburt von den Dorfbewohnern geschnitten. Obwohl sie ihr Feuermal so gut es eben geht verbirgt, stellen ihr die Gleichaltrigen nach und beäugt sie der Pfarrer argwöhnisch. Kein Wunder, dass sie sich immer mehr aus der dörflichen Gemeinschaft zurückzieht. Sie geht nicht mehr zur Kirche, führt Selbstgespräche und wird immer aufmüpfiger. Nur einem alle halbe Jahre vorbeikommenden alten Hausierer gelingt es, das Vertrauen des Mädchens zu gewinnen. Über die Jahre lehrt sie der Einäugige nicht nur Lesen und Schreiben, sondern er schärft auch ihren Verstand und lehrt sie die Bedeutung der alten Runen. Dabei wird ersichtlich, dass Maddy über eine starke natürliche Begabung verfügt. Immer wieder geht sie auf Jagd nach den vorwitzigen, dem Gerstensaft sehr zugetanen Kobolden. Doch dann eines Tages überschlagen sich die Geschehnisse. Nach wie vor liegen Ordnung und Chaos im Widerstreit miteinander. Und so machen sich Loki der Lügner und Odin der Allvater auf, die Welt einmal mehr der Vernichtung anheim zu geben.

Matty wird ausgeschickt, einen tief im Innern der Welt verborgenen Schatz, den Flüsterer, zu bergen. Dabei begegnet sie Loki und erfährt, dass der Schatz ein Orakel ist und gelangt schließlich zum Ruheplatz der seit Jahrhunderten schlafenden Wanen. Immer deutlicher wird, dass ein geheimnisvoller Strippenzieher einen perfiden Plan vorantreibt. Die Asen und Wanen stehen von den Toten auf, ein neues Raknarök kündigt sich an und der „Eine“ hinter dem Orden der Priester greift nach der Macht. Einmal mehr beweist sich, dass Loki mit seiner Behauptung, dass auch Gott nur ein Wort wie Furie oder Dämon ist, recht hat. Es sind einfach Wörter, mit denen die Menschen alles bezeichnen, was ihnen zu hoch ist und damit sie einen Vorwand haben, nicht selbst entscheiden zu müssen. Doch Maddy muss sich entscheiden, für oder gegen das Wohl der Welt, für das Leben oder den Tod ihrer Freunde …

Bestsellerautorin auf ungewöhnlichen Fantasy-Pfaden

Joanne Harris ist dem Leser und Kinogänger als Autorin des Blockbusters „Chocolat“ ein Begriff. In ihrem Fantasy-Debut greift sie die nordische Sagenwelt auf eine etwas andere, frische Art auf, und schafft dabei etwas Eigenes. Nicht die Hochzeit der Asen und Wanen steht im Zentrum des Romans, nein, die Götter Walhallas sind geschlagen, Ragnarök liegt hinter ihnen. Sie träumen von altem, lang vergangenen Glanz und Gloria. Dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb liegt ihnen immer noch einiges an der Welt. Nach wie vor suchen sie Einfluss zu nehmen, insbesondere als sie erkennen müssen, dass ein Verräter sich zum neuen, bezeichnenderweise namenlosen Gott der Menschen aufgeschwungen hat.

Die Nordischen Götter und die eigenwillige Göre

Geschickt nutzt die Autorin ihre junge, unbedarfte Protagonistin, um dieser und uns die unbekannten nordischen Götter mit all ihren Eigenheiten nahe zu bringen. Maddy, der eigenwillige Wirbelwind, weckt Erinnerungen an unsere eigene Kindheit. Das Aufbegehren gegen Autorität, der Unwille vor Veränderung, das Entdecken neuer, bislang unbekannter Fähigkeiten und das Akzeptieren von Verantwortung – wie in jedem guten Buch sind all diese Themen auch hier angesprochen. Verpackt in die jederzeit kurzweilige Handlung voller unerwarteter Wendungen zeichnet die Autorin das leider nicht sehr differenzierte Bild einer Vergangenheit, die zumindest in diesem Buch geprägt wird durch Charaktere und durch Menschen und Götter, die sich sorgen, sich aufopfern, ihren Träume nachjagen und die ihre Verbündeten verraten. Kein neuer „Herr der Ringe“ oder „Bartimäus“, aber ein etwas anderer, flüssig zu lesender Fantasy-Wälzer, der die Zeit wie im Flug vergehen lässt.

Ihre Meinung zu »Joanne Harris: Feuervolk«

tedesca zu »Joanne Harris: Feuervolk«13.10.2011
High Fantasy ist ja eigentlich nicht so mein bevorzugtes Genre, aber wenn Joanne Harris, eine meiner erklärten Lieblingsautorinnen, sie schreibt, bleibt mir ja wohl nichts anderes übrig, als einen kleinen Ausflug zu machen. Da ich grundsätzlich lieber Jugendfantasy lese als solche für Erwachsene, ist mir das Buch wenigstens in dieser Hinsicht entgegengekommen.
Und ich hab es nicht bereut. Die Geschichte spielt in einer mittelalterichen Welt 500 Jahre nach Ragnarök, der Götterdämmerung, die in der nordischen Mythologie zum Ende der Welt geführt hat. Misstrauen gegen alles, das nicht klar einzuordnen ist, regiert die Gesellschaft, ein dunkler Orden, der alles Andersartige und Magische streng verurteilt, gewinnt immer mehr an Macht und schürt das Misstrauen der Menschen gegen Personen wie Maddy, die ein angeborenes Runenzeichen auf der Hand trägt.
Auf ihrer spannenden Odyssee durch die Unterwelt trifft sie auf Loki, über den ich bei wikipedia.de diesen Spruch gefunden habe, der eigentlich alles aussagt:
„Loki ist schmuck und schön von Gestalt,
aber bös von Gemüt und sehr unbeständig.
Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug.”
(Gylfaginning, 33)
(http://de.wikipedia.org/wiki/Loki)
Gemeinsam mit ihm führt sie den Kampf gegen das Böse, immer wieder stellt sich die Frage nach der Gesinnung der einzelnen Figuren, immer wieder wendet sich das Blatt. Abwechslungsreich und geschickt inszeniert mündet die Geschichte in einem dramatischen Finale, einem Krieg der Welten, in dem alles bis zum Schluss offen bleibt.

In Harris' bewährtem Stil wunderbar modern erzählt, ist "Runemarks" eine gute Empfehlung für Fans von High Fantasy, Teil 2 habe ich bereits bestellt
Tim zu »Joanne Harris: Feuervolk«14.01.2011
Na ja also ich schätz mal ich hab in meinem Leben bestimmt schon um die 1000 B ücher gelesen und das gehört zu den 10 schlechtesten würde ich sagen.
Kla, es gibt immer verschiedene Meinungen aber das Buch wird immer komplizierter und komplizierter, die Meisten sachen werden nicht richtig erklärt und von Spannung fehlt jede Spur. Ich war wirklich froh als es endlich zu Ende war.

Wer wirklich tolle Fantasy lesen will sollte lieber auf Autoren wie Hardebusch, Tolkien oder auch Peinkofer zurückgreifen.
Sammy Alaguin zu »Joanne Harris: Feuervolk«05.02.2010
Das Buch ist sehr gut. Da ich auch sonst viel lese, hat mich der knapp 550 Worte umfassende Epos nicht gerade... herausgefordert. :)
Es war einfach zu lesen und hiermit muss ich anderen Gerüchten oder Rezensionen widersprechen : Das Empfehlungsalter für das Buch ist definitiv nicht zu niedrig gesetzt!
Für mich war es einfach nur ein neues Buch, das seinen Platz in meinem Regal finden wird. ;)
Die angewandte Sprache ist nicht sehr anspruchsvoll. Es kommen so gut wie keine Fremdwörter vor und es wird auch keine medizinische Fachsprache oder historische Sprache mit mehreren unbekannten Worten verwendet.
Die Figuren sind schön beschrieben und ihre Auren und Ausstrahlungen sind so hell leuchtend wie ihre Farbkürzel. Besonders Loki und Maddy stechen aus dem Buch heraus. Loki, der Listenreiche, mit einem unerschließbaren Charakter und ebenso einem verzerrten Lächeln.
Bei ihm weiß man nicht, an wem man ist.
Maddy dagegen ist die strahlende Heldin! Sie ist wild, unbändig und lässt sich nicht von den anderen "gewöhnlichen" Kindern ärgern. Die beiden sind die schönsten Figuren und am besten hat mir gefallen, dass Loki einen gewissen bissigen Witz in die Sache bringt.
Alles in allem ist das Buch sehr zu empfehlen!
Man kann völlig in diese fremde und doch irgendwie sehnsuchtsvolle Welt eintauchen und den Alltag eine Weile vergessen. Dieses Buch ist
wie ein rettendes Glas Wasser in der Wüste.
Leon zu »Joanne Harris: Feuervolk«21.10.2008
Ich fand das Buch einfach nur spannend und atemberaubend weil
normalerweise kucke ich nur fern aber seit meine Mutter es mir gekauft hat lese ich nur noch!!!!!!!!!!!!!
Ich bin sogar so von dem Buch beeindruckt das ich auch mein Schulreferrat darüber halten werde!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Akito-chan zu »Joanne Harris: Feuervolk«13.05.2008
Das Buch ist einfach nur WOAH! *__*
es ist das beste was ich je gelesen habe.
normalerweise brauche ich nen monat für ein Buch, weil ich sehr hibbelig bin und nie lange still sitzen oder liegen kann, aber Mama hat es mir am freitag geschenkt und ich werde heute abend noch das ende lesen.
Es ist wirklich sehr spannend und die charaktere sind so liebenswert.
Für die die es interessiert:
Ich habe am liebsten Loki. ^^
tuetennueggel zu »Joanne Harris: Feuervolk«28.04.2008
absolut empfehlenswert. ich habe es in einem rutsch verschlungen. der aspekt mit den "runen wirken" ist mal was anderes, als einfach nur zauberstäbe zu schwingen, den nordischen einschlag mit der norischen götterwelt machte das ganze super spannend, aber auch echt informativ. danach musste ich erstmal was über die nordischen sagen lesen, da das feuervolk echt geschmack auf mehr nordlichter gemacht hat.
man kann mit den charakteren mitzittern und völlig in die welt eintauchen.
Birgit Jorda zu »Joanne Harris: Feuervolk«28.04.2008
Es ist einfach nur atemberaubend wunderbar!!!!!!!!!!!!
Ganz tolle und interessante Fantasy!
Man versinkt mit Haut und Haaren in dieser grandiosen Geschichte!Man möchte schon gar nicht mehr aufhören zu lesen!
Feuervolk ist eines meiner Lieblingsbücher!
Wer das nicht liest, hat etwas Entscheidendes verpasst!
Jasi zu »Joanne Harris: Feuervolk«14.10.2007
Ich liebe dieses Buch!!!!!!!
So toll so interesant und doch irgendwie verworren!


es bleibt bis zum schluss so spannend und wendugsreich das man fast platzen könnte!!!!!!!!!!
nill zu »Joanne Harris: Feuervolk«14.10.2007
cool einfach nur cool tolle geschichte

das muss man unbedingt lesen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

und es ist sooooo schön gestaltert
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