Der Todeskreuzer von Joe Schreiber

Buchvorstellungund Rezension

Der Todeskreuzer von Joe Schreiber

Originalausgabe erschienen 2009unter dem Titel „Death Troopers“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 288 Seiten.ISBN 3-442-37560-6.Übersetzung ins Deutsche von Andreas Kasprzak.

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In Kürze:

Der erste Horror-Roman im Star-Wars-Universum
Ein geheimnisvolles Virus tötet beinahe alle Lebewesen an Bord des Gefangenenkreuzers Purge. Nur Han Solo, der Wookie Chewbacca und eine Handvoll andere überleben. Doch der wahre Schrecken beginnt erst, denn die Gestorbenen bleiben nicht tot – und sie sind extrem hungrig!

Das meint Phantastik-Couch.de: „Zombies auf einem Sternenkreuzer“90

Horror-Rezension von Andreas Kurth

Der Gefangenenkreuzer „Sühne“ ist mit seiner menschlichen Fracht auf dem Weg zu einer Strafkolonie auf einem entlegenen Planeten. Als es unterwegs zu einem Triebwerksschaden kommt, steuert die Besatzung mit dem letzten Rest an Schub einen imperialen Sternenkreuzer an, der offenbar auch havariert durch das All treibt. Ein Suchtrupp wird auf das fremde Raumschiff geschickt, der sich aufteilt, um dort effektiver vorgehen zu können. Aber nur eine der beiden Gruppen kehrt an Bord der „Sühne“ zurück, und die Männer sind offensichtlich mit einer schrecklichen und lebensbedrohlichen Krankheit infiziert, die sie von dem Sternenkreuzer mitgebracht haben.

Horrortrip auf dem Sternenkreuzer

In der Krankenstation bricht kurz darauf die Hölle los, und das Grauen erfasst das gesamte Schiff. Ein geheimnisvoller Virus tötet beinahe alle Lebewesen an Bord des Gefangenenkreuzers, das medizinische Personal ist völlig hilflos. Nur der Schmuggler Han Solo, sein Co-Pilot, der Wookie Chewbacca, und eine Handvoll andere überleben die Seuche, da sie offenbar immun gegen das Virus sind. Doch der wahre Schrecken beginnt erst, denn die Gestorbenen bleiben nicht tot – und sie sind extrem hungrig.

Als die Überlebenden merken, dass die „Sühne“ plötzlich von untoten Zombies bevölkert ist, retten sie sich zunächst auf den angedockten Sternenkreuzer. Doch erstens folgen die hungrigen Leichen den Flüchtlingen, und zweitens sind auf dem Sternenkreuzer bereits jede Menge Zombies unterwegs. Das imperiale Kampfschiff hat offenbar biologische Kampfstoffe transportiert, die außer Kontrolle geraten sind. Der Kampf ums Überleben wird für Han Solo und seine wenigen Gefährten zu einem absoluten Horrortrip – bis hin zum spektakulären Finale.

Keineswegs frühstückskompatibel

Joe Schreiber ist ein überaus spannender Roman gelungen. Eigentlich eine Horror-Geschichte, auch wenn die Handlung im Star wars-Universum angesiedelt ist. Es beginnt eher harmlos, aber schon bei der Schilderung der üblen Zustände auf dem Gefangenenschiff gibt es die erste Gänsehaut für den Leser. Nächtliche Geräusche, die Schilderung des Essens, brutale Auseinandersetzungen zwischen Gefangenen-Gangs – das alles ist schon eklig genug. Als dann jedoch der Erkundungstrupp auf den Sternenkreuzer geht, wird die Spannung immer fühlbarer.

Wer die Krieg der Sterne-Filme gesehen hat, fühlt sich in dem Buch ohnehin sofort zu Hause. Die Gänge, Schotts und Lifte der Raumschiffe hat man bei der plastischen Schilderung sofort vor Augen. Der Leser blickt in das Gesicht von Harrison Ford, als Han Solo aus der Einzelhaft geholt wird, und sieht die Bewegungen seines zotteligen Partners Chewbacca, als die Action losgeht. Und man ist förmlich dabei, als sich einer der überlebenden Strafgefangenen mit einem Sprung in einen Müllschacht vor einem der Zombies rettet. Für eine Verfilmung ist das Buch dennoch eher nicht geeignet, denn es ist keineswegs frühstückskompatibel.

Aber bei allem Ekel und Horror ist das Buch dennoch nicht von blut-triefenden Szenen überladen, sondern lebt eher von der subtilen Spannung. Schreie in den Gängen, schabende Geräusche hinter geschlossenen Türen, Schatten in dunklen Räumen, Zombies, die gerade noch hinter einem sich schließenden Schott abgehängt werden – Schreiber nutzt das ganze Repertoire, um den Schrecken und die Angst in den Gängen und Räumen der beiden Raumschiffe hautnah zu schildern. Man ist wirklich eng dabei, der Autor erzählt seine spannende und schreckliche Geschichte außerordentlich fesselnd. Auch wenn man eigentlich kein ausgesprochener Horror-Fan ist, dieses Buch lässt einen bis zur letzten Seite nicht mehr los.

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