Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint von Joelle Charbonneau

Buchvorstellungund Rezension

Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint von Joelle Charbonneau

Originalausgabe erschienen 2015unter dem Titel „Graduation Day (Book III)“,deutsche Ausgabe erstmals 2016, 384 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Marianne Schmidt.

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In Kürze:

Cia Vale hat die gefährliche Auslese überlebt, während sich Chaos und Wut in der Gesellschaft ausbreiten. Ein verheerender Bürgerkrieg steht bevor, und die Rebellen schmieden einen Plan, die grausame Regierung zu stürzen. Auch Cia ist bereit, um das Ende der Auslese zu kämpfen, aber sie kann es nicht alleine tun. Sie hofft auf die Loyalität ihrer Kameraden, doch das kann tödlich für sie enden. Denn Täuschung und Wahrheit liegen nah beieinander. Und der Einsatz ist hoch, denn auf dem Spiel steht das Leben all derer, die sie liebt. Wem kann Cia vertrauen?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Wem kann Cia vertrauen?“78

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Einst, eigentlich ist es so lange gar nicht her, da war sie eine der vielversprechendsten jungen Menschen, die sich der Auslese stellten. Es gelang ihr zu überleben, obsiegen mag man dazu wirklich nicht sagen, und einen der begehrten Studienplätze zu ergattern. Dann fand sie heraus, dass alles, an das sie geglaubt hat, für und gegen das sie kämpfte eine Lüge war. Sie sammelte Beweise, wollten die Verbrechen aufdecken und Gerechtigkeit fordern. Als Endziel stand die Abschaffung der Auslese – doch dann vernichtet der Rebellenführer Symon ihre Beweise und Cia steht wieder am Anfang ihrer Queste.

Sie, die eigentlich nur die Morde verhindern wollte, braucht Verbündete, doch wem nur kann sie trauen? Sie wendet sich, aller Bedenken zum Trotz, mit ihrer Geschichte an die Präsidentin. Doch diese fordert für ihre Unterstützung von Cia Dr. Barnes und seine Unterstützer zu töten …

Zunächst ein wenig tempoarmer, dann aber doch spannender Abschluss der Trilogie

Er ist da, der Abschluss der wohl neben Panem erfolgreichsten Dystopie-Reihe der letzten Jahre. Mit Joelle Charbonneaus „Auslese“ hat der Penhaligon Verlag einen Volltreffer gelandet. In Ich-Form berichtet uns die sympathische Protagonistin von ihren dramatischen Erlebnissen, verfolgen wir gebannt mit, wie Cia manipuliert wird, wie sich sich frei schwimmt und den Kampf um Selbstbestimmung und Wahrheit, letztlich Freiheit aufnimmt. Dabei muss sich der Leser viel selbst erschliessen, deutet die Autorin immer wieder mehr an, als dass sie uns die Informationen auf dem Silbertablett präsentiert.

Vorliegend präsentiert sich der Text zunächst ein wenig anders, als die beiden ersten Bände. Cia ist von den dramatischen Ereignissen im Finale des Mittelbandes der Trilogie aufgewühlt, zögerlich und weiss nicht so recht, wie sie weiter vorgehen soll. Diese Lähmung, die sie befallen hat wird sehr gut nachvollziehbar dargestellt. Natürlich geht dies zunächst zu Lasen der Action, rundet aber den Charakter Cias weiter ab und macht den Plot insgesamt glaubwürdiger.

Die grosse Frage, die über diesem Roman steht ist sicherlich die nach Vertrauen. Wem kann Cia überhaupt noch vertrauen, wer versucht nicht sie zu manipulieren, wie kann sie ihr Ziel erreichen? Raffe und Tomas rücken als Figuren weiter ins Zentrum, bereichern den Plot und bieten interessante Einblicke. Ab der Mitte des Buches geht es dann voller Verve ins Abenteuer. Aufklärungen wechseln sich mit Kämpfen ab, der Spannungsbogen wird immer straffer, man merkt, dass das grosse Finale bevorsteht.

Dass dieses für den Leser, der zwischen den Zeilen zu lesen versteht, nicht wirklich überraschend ist, sei erwähnt, schmälert die Lesefreude jedoch nicht. Insgesamt ein zu Beginn etwas tempoarmer, dann aber doch fulminanter Abschluss einer der erfolgreichsten Dystopien der letzten Zeit.

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