Der Sturz des Drachenthrons von

Buchvorstellungund Rezension

Der Sturz des Drachenthrons von

Originalausgabe erschienen 2007, 224 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Das meint Phantastik-Couch.de: „Ernüchterndes Ende“34

Horror-Rezension von Eva Bergschneider

Im Finale „;Der Sturz des Drachenthrons“ von „Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik“ geht es um das Überleben. Die Schattenweltler begegnen im Entscheidungskampf ihrem unbarmherzigen Widersacher Lee Khan, dem Drachen. Zum Ende dieser mystischen Reise stellen sich dem Fan der Serie eine Reihe von Fragen:

  • Was wird aus dem Bund der Fünf und der Magie des Schattenkelchs?
  • Wird die Nachfolgeserie „;Schattenchronik“ einen Teil der Handlung weiter verfolgen?

Schatten der Vergangenheit

Mick Bondey vermisst immer noch seine ehemalige Partnerin Cassandra Benedikt. Gemeinsam bekämpften sie die Verbrechen rivalisierender Vampir-Clans, z. B. die der Hardrocker „;Wild Ones“.

Der Voodoovampir bereut zutiefst, dass die Polizistin dem Bund der Fünf geopfert wurde. Cassy liebte ihn, obwohl sie von seinen kanibalistischen Neigungen wusste. Umso mehr staunt der Vampir-Cop über das Erscheinen von Alexandra Kabarowa, ihrer Zwillingsschwester. Cassy übermittelte ihr im Traum eine Botschaft, in der sie Mick vor einer tödlichen Gefahr, dem Demiurgen, warnen soll.

Eine endgültige Reise

Lee Khan entführt Luna Sangue auf seine Festung im Xi’an Gebirge in China, dort hält er sie in einem goldenen Käfig gefangen. Der Drache will mit Hilfe seiner Fangshi-Kräfte an Luna eine Verwandlung vollziehen.

Nach ihren Abenteuern in Paris und Wien, treffen sich Guardian, Semjasa, Calvin und Dilara, um nach China zu fliegen und sich dem Drachen zu stellen. Wird der Schattenkelch den Bund der Fünf weiterhin schützen können, wenn Lee Khan das gesamte Spektrum seiner zerstörerischen Macht zelebriert?

Nichts passt zusammen

Das Besondere an den Anthologien, war immer die gekonnte Zusammenführung verschiedener Handlungsebenen. Historische und aktuelle Geschichten an verschiedenen Schauplätzen ordneten sich einem Gesamtthema unter, sodass stets ein roter Faden erkennbar blieb. In „;Der Sturz des Drachenthrons“ ist diese logische Verknüpfung nicht geglückt. Sidestories aus anderen Bänden werden aufgegriffen und stehen anschließend völlig zusammenhanglos im Raum.

Micks Begegnung mit der Zwillingsschwester seiner ehemaligen Partnerin Cassandra hat nichts mit der eigentlichen Story zu tun. Der ausgedehnte Rückblick auf die Jagd der Hardrock-Vampire passt weder zum Kontext diese Bandes, noch zu dem klassischen Stil von „Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik“. Dagegen bedient diese „;Wild Ones“ Geschichte platte Vampir-Klischees, was die Autoren eigentlich stets zu vermeiden versuchten.

Möglicherweise sollte die Figur Cassandra für die Folgeserie wieder eingeführt werden. Dadurch wurde allerdings „;Der Sturz des Drachenthrons“ unnötig verzerrt und qualitativ herab gewürdigt.

Kein furioses Finale

Man kann sich als Fan der Serie schon fast um das Finale betrogen fühlen. Die entscheidende Schlacht der Vampire gegen den Drachen ist vorbei, ehe sie überhaupt richtig angefangen hat. Das offene Ende überrascht nicht, da im Herbst die Nachfolgeserie „;Schattenchronik“ mit einigen aus dieser Serie bekannten Figuren erscheinen soll. Dennoch hätten die Autoren dem Ende mehr Entwicklungsspielraum geben und vor allem phantasievollere Ideen und mehr Aktion präsentieren müssen. So endet „;Der Sturz des Drachenthrons“ unbefriedigend und lässt zahlreiche offene Fragen zurück.

Selbst die in den Bänden 2-10 so charismatisch gezeichneten Schattenweltler kommen bei ihrem letzten gemeinsamen Auftritt blass und schemenhaft herüber. Dilara und Calvin fehlt das intuitive Verständnis, dass ihrer Beziehung Intensität und Charme verliehen hat. Ohne Alisha Biondas Mitwirken, büßen die beiden Hauptfiguren viel an Persönlichkeit und Dynamik ein.

Schade, die Liebhaber der Serie haben sich sicher ein aufregenderes und atmosphärisch stimmigeres Finale gewünscht.

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