Botschaft aus dem All von John Brunner

Buchvorstellung

Botschaft aus dem All von John Brunner

Originalausgabe erschienen 1965unter dem Titel „The Long Result“,deutsche Ausgabe erstmals 1967, 183 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Hans-Ulrich Nichau.

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In Kürze:

Seit langer Zeit sind zahlreiche Planeten in unserer Galaxis von Menschen besiedelt. Die Vorherrschaft der Erde war bisher stets unbestritten. Doch jetzt zeigt eine Kolonie, dass sie auf dem Wege zur Unabhängigkeit ist: Sie hat mit einem anderen Sternsystem Kontakt aufgenommen. Nun bringt die „Algenib“, das erste Raumschiff, das nicht auf der Erde gebaut wurde, Sendboten der Bewohner dieses Sternsystems zur Erde. Damit droht der Weltregierung eine gefährliche Krise. Nicht nur die Rebellion einer Kolonie im Weltraum ist zu befürchten – auch auf der Erde gärt es: Eine starke und einflussreiche Gruppe kämpft gegen alles Fremde. Sie geht jetzt zum offenen Angriff über. Roald Vincent vom „Amt für kulturelle Beziehungen“ steht im Brennpunkt der Ereignisse. Von ihm wird es abhängen, ob der Konflikt sich in einer weltweiten Explosion entlädt …

Ihre Meinung zu »John Brunner: Botschaft aus dem All«

seoirse_siuineir zu »John Brunner: Botschaft aus dem All«07.07.2013
In diesem Roman zeichnet Brunner eine positive Zukunft der Menschheit - zumindest was sein späteres Werk angeht eher selten: Auf der Erde hat sich eine "stabile Gesellschaft" entwickelt: "Niemand verhungert, niemand ist arbeitslos, wenn er es nicht will, die kriminellen Delikte sind durchaus minimal, unsere Polizei ist unbewaffnet". Die Menschen erreichen ein Durchschnittsalter von 110 Jahren. Die Folge davon ist allerdings, daß die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft - zumindest auf der Erde abgeschlossen ist, es damit also kein Streben nach Höherem mehr gibt.
Demgegenüber stellt Brunner die Gesellschaft der Starhomer - eben jener Kolonie, die gegen die Führungsrolle der Erde aufbegehrt. Starhome wird als "eine Art Polizeistaat, zwar keine richtige Diktatur, aber mit straffer Lenkung" in der Tradition der totalitären Staatsformen des 20. Jahrhunderts beschrieben. Als dritte Alternative der menschlichen Gesellschaft wird die Kolonie Viridis ins Spiel gebracht, deren Gründern eine "prätechnische Zivilisation" vorschwebte und die in erster Linie auf kulturellem Gebiet viel leistet. Insgesamt wird Starhome als die leistungsfähigte Gesellschaftsform dargestellt, die "früher oder später [der Erde] die Führungsrolle aus der Hand" nehmen wird. Ob hieraus eine Sympathie Brunners für die kommunistische Gesellschaftsform herauszulesen ist? Immerhin befand man sich Mitte der 1960er auf dem Höhepunkt des Wettstreits der Systeme in West und Ost. Einen ähnlichen Konflikt beschrieb Brunner bereits zwei Jahre vorher in "Die Sitten der Oheaner (The Rites of Ohe 1963).
Letztlich müssen am Ende a l l e Menschen die Überlegenheit einer außerirdischen Rasse - die sowohl in biologischer, technischer und wohl auch soziologischer Hinsicht nahezu perfekt ist, anerkennen.
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