Die Rächer von Carrig von John Brunner

Buchvorstellung

Die Rächer von Carrig von John Brunner

Originalausgabe erschienen 1962unter dem Titel „The Avengers of Carrig“,deutsche Ausgabe erstmals 1962, 95 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von C. Katchinski / Walter Brumm.

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In Kürze:

Einst war die Stadt Carrig berühmt auf dem Planeten, der vor Jahrhunderten von Flüchtlingen aus dem Weltraum besiedelt worden war. Aus allen Winkeln der vergessenen, in die Primitivität zurückgefallenen Welt zogen Karawanen nach Carrig, um Handel zu treiben – und um die jährliche Königsjagd mitzuerleben, das großartige Schauspiel, bei dem das Voll von Carrig seine Herrscher erwählte. Dann kamen Fremde nach Carrig, um die wertvollen radioaktiven Erze auszubeuten. Sie brachten Waffen mit, die Blitze schleuderten, und sie errichteten eine grausame Tyrannei. Nun gab es keine Königsjagd mehr – - auch keine Hoffnung für die Menschen des Planeten, es sei denn, ein junger Mann von Carrig und eine Agentin von der Erde könnten die fremden Eroberer überlisten …

Ihre Meinung zu »John Brunner: Die Rächer von Carrig«

seoirse_siuineir zu »John Brunner: Die Rächer von Carrig«25.07.2015
"Die Rächer von Carrig" ist der zweite Roman, der im Sammelband "Die Oper der Nova" erschienen ist. Ursprünglich wurde die Geschichte von Brunner 1962 in einer erheblich kürzeren Version als "The Secret Agent Of Terra" veröffentlicht. 1969 wurde der Roman von Brunner überarbeitet und als "The Avengers Of Carrig" neu veröffentlicht. In Deutschland erschien "Geheimagentin der Erde" erstmals in der Reihe TERRA (Sonderband 82) im Jahre 1964. Im Heyne-Verlag erschien die überarbeitete Version 1972 ebenfalls unter dem Titel "Geheimagentin der Erde" in der Übersetzung von Walter Brumm. Für den Sammelband "Die Opfer der Nova" übernahm man Brunners neuen Titel "Die Rächer von Carrig".
Zeitlich ist die Geschichte ca. 700 Jahre später angesiedelt als "Polymath". Auf dem namenlosen Planeten (er hat lediglich die Bezeichnung ZFP - Zarathustra-Flüchttlingsplanet - 14) mit der Hauptstadt Carrig sind die Nachkommen der Nova-Opfer kulturell weit zurückgefallen und leben in einer mittelalterlichen Gesellschaft mit Schwert- und Drachenkämpfen. Wobei "Drachenkämpfe" durchaus wörtlich zu nehmen ist, den auf dem Planeten lebt eine Flugechse, von den Einwohnern "Parradil" genannt. Derjenige, der den Königsparradil erlegt, erhält für ein Jahr die Herrschaft über die Stadt. Dies macht sich eine Gruppe skrupelloser Abenteurer von einem anderen Planeten zu Nutze, deren Anführer mit moderen Waffen keine Mühe hat, die Königswürde zu erringen und sich mit seinen Vertrauten gleich daran macht, die Bodenschätze des Planeten auszubeuten.
Das "galaktische Korps" hat die Aufgabe, die unterentwickelten ZFPs lediglich zu beobachten, um einen Kulturschock für die Bevölkerung zu vermeiden. So wird die Agentin Maddalena Santos nach Carrig geschickt, um die Eindringlinge unschädlich zu machen. Doch schon beim Anflug wird ihr Raumschiff abgeschossen, so daß sie völlig auf sich allein gestellt, erste Bekanntschaften mit dessen Bewohnern macht...
Insgesamt die Geschichte etwas zu glatt, kann aaber auch durchaus als Parabel für die Ausbeutung von ENtwicklungsländern auf der Erde gesehen werden.
Kilian Houston zu »John Brunner: Die Rächer von Carrig«25.07.2011
Eine sehr ansprechende "Fingerübung" auf dem Weg zu "Stand on Zanzibar". In meinem Bücherschrank steht Hyne TB 3286 allerdings als "Geheimagentin der Erde". 142 S. (-4 S. Titel) Copyright 1969 , printed 1972.

Im allgemeinen entfaltet Brunner hier schon recht schön sein Erzähltalent. Die wenigen Stränge werden aber noch konventionell getrennt und kommen im Klimax zusammen. Der damalige dt. Titel sollte wohl auf die recht emanziperte Heldin (im Sinne des Feminismus) neugierig machen.
So als nette Abendlektüre und zur Abrundung, wenn man von den großen Konvoluten etwas erschöpft ist, durchaus auch heute noch empfehlenswert. Stellenweise eben wie die meiste SF aus der Zeit mit dem Prädikat "putzig" zu versehen.
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