Treffpunkt Unendlichkeit von John Brunner

Buchvorstellung

Treffpunkt Unendlichkeit von John Brunner

Originalausgabe erschienen 1961unter dem Titel „Meeting at Infinity“,deutsche Ausgabe erstmals 1970, 142 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Birgit Ress-Bohusch.

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In Kürze:

Mr. Tackets Entdeckung war folgenschwer. Sie veränderte die Welt und brachte das Chaos über die Menschheit. Jede Sternenexpedition zur Erschließung neuer Welten wurde überflüssig, denn Tacket entdeckte die Knotenpunkte der Weltlinien und öffnete die Tore zu einer unendlichen Anzahl paralleler Erden. Tacket wies das neue Ziel – und die Menschen schwärmten aus, um die neuen Welten zu erforschen. Doch als einige von ihnen den Weißen Tod zur Erde brachten, eine Virusseuche, die Millionen Menschen dahinraffte, wurde Tacket von fanatischen Gegnern seines Projektes ermordet. Jetzt, Jahrhunderte nach Tackets Tod, werden die Tore streng bewacht. Die Verantwortlichen erkennen nicht, dass sie damit der Menschheit den Weg in die Zukunft versperren.

Ihre Meinung zu »John Brunner: Treffpunkt Unendlichkeit«

seoirse_siuineir zu »John Brunner: Treffpunkt Unendlichkeit«15.10.2010
Die deutsche Übersetzung erschien 1970 im MOEWIG - Verlag und stammt von Birgit Reß-Bohusch.

Der Menschheit hat die Knotenpunkte der Weltlinien entdeckt und so das Tor zu unendlich vielen Parallelwelten aufgestoßen. Diese Parallelwelten sind - wenn überhaupt - nur von sehr primitiven Menschen besiedelt und werden von den Menschen der "echten" Erde ausgebeutet. Da es durch das Überwechseln eines Krankheitserregers zum Ausbruch des "Weißen Tods" gekommen war, wird der Zugang zu diesen Welten inzwischen stark eingeschränkt und wird von einigen wenigen Handelsherren kontrolliert. Als nun aus einer der Welten, die zum Konzessionsgebiet von Ahmed Lyken gehört, ein Getreidepilz auf die Erde gelangt, soll Lyken seine Konzession verlieren. Seine Konkurrenten wittern schon fette Beute, während sich Lyken mit Hilfe des Volkes von Akkilmar - einer von ihm beherrschten Parallelwelt - zur Abwehrschlacht rüstet.

Obwohl der Roman bereits 1961 geschrieben wurde, finden sich hier bereits Ansätze, wie man sie später bei Brunners wohl berühmtesten Werk "Morgenwelt" (Stand on Zanzibar - 1968) wiederfindet. So gibt keinen eigentlichen Protagonisten, sondern mehrere Hauptpersonen, die zwar alle irgendwie in die Geschichte eingebunden sind, aber jeweils nur bestimmte Teilaspekte berühren.
Der staccatoartike Beginn ("PROLOG - Schlag zwölf Uhr mittags an diesem Tage nimmt das Schicksal seinen Lauf. Nimmt der Tod seinen Lauf. Zeit tickt - Herzschlag - Uhrzeiger - Totenglocke." - Seite 5) wird in ähnlicher Form in "Morgenwelt" wieder aufgegriffen werden. Auch in diesem Roman kreiert Brunner Wortneuschöpfungen bzw. ändert deren Bedeutung, was aber eventuell in der Übersetzung einige Schwierigkeiten bereitet. Der gesellschaftliche Rahmen (mächtige Handelsherren / Konzerne - verarmtes Proletariat - konservative Traditionalisten: die "Kultisten" in "Treffpunkt Unendlichkeit", in "Morgenwelt" die "Kinder Gottes") ist ähnlich, obwohl dieser in "Treffpunkt Unendlichkeit" noch viel stärker herauskommt.

Speziell in dieser Hinsicht handelt es sich um ein interessantes Frühwerk von Brunner, das allerdings auch einige Schwächen aufweist. So wird - zumindest mir - nicht ganz klar, was es mit dem sog. "Rho-Funktionsfeld" genau auf sich hat. Der Schluß läßt einige Fragen offen - aber das muß ja nicht negativ sein.
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