John Burnside

Am 19. März 1955 in der schottischen Kleinstadt Dunfermline geboren, studierte John Burnside Englisch und Europäische Sprachen in Cambridge. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst als Programmierer, bevor er sich 1996 als freier Schriftsteller niederließ.

Das Risiko schien gering, denn zu diesem Zeitpunkt gehörte Burnside bereits zu den Großen der zeitgenössischen Literatur. Zudem hat er einen Lehrstuhl für Kreatives Schreiben, Literatur und Ökologie an der schottischen St. Andrews University inne.

Burnside betrat die Literaturszene als Poet. „The Broon Hoop“ lautete der Titel einer 1988 veröffentlichten Sammlung von Gedichten, für die der Autor mit einem „Scottish Arts Council Book Award“ ausgezeichnet wurde. Burnside ließ dieser Sammlung mehr als ein Dutzend weiterer, wiederum oft oder sogar mehrfach preisgekrönter Kollektionen folgen.

Ein erster Roman („The Dumb House“) erschien 1997, weitere Werke und Kurzgeschichten folgten. Auch hier wurde Burnside reichlich mit Literaturpreisen – darunter 2011 mit dem deutschen „Petrarca“ – bedacht. Darüber hinaus schreibt er eine Kolumne für die Zeitung „The Guardian“.

Als Schriftsteller greift Burnside gern auf Elemente der Phantastik zurück. Immer wieder sucht er in seinen Werken nach jenen Rissen, die seiner Meinung nach in der Realität klaffen bzw. diese mit einer mindestens metaphysischen Ebene verbinden; die Begegnung dieser Welten ist ebenso faszinierend wie erschreckend, wobei der menschliche Geist als oft überforderte Schnittstelle fungiert. [Michael Drewniok]

Phantastisches von John Burnside:

  • Biografien
    • (2006) Lügen über meinen Vater
      A Lie About My Father
    • (2010) Waking up in Toytown

Anmerkung: Verzichtet wird an dieser Stelle auf eine Listung der Gedichtsammlungen.