Orbit von John J. Nance

Buchvorstellungund Rezension

Orbit von John J. Nance

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „Orbit“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 380 Seiten.ISBN 3-404-15851-2.Übersetzung ins Deutsche von Rolf Tatje.

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In Kürze:

2009. Für Kip Dawson geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung – er gewinnt ein Ticket für den ersten kommerziellen Weltraumflug. Doch der Traum wird zum Albtraum. Nach einem Bilderbuchstart durchschlägt ein Stück Weltraumschrott das Cockpit der Raumfähre. Der Pilot wird tödlich getroffen, der Kontakt zur Erde bricht ab. Für Kip beginnt in über 10 000 Metern Höhe der Kampf ums Überleben. Während er mit unglaublicher Geschwindigkeit um den Erdball rast und der Sauerstoff zur Neige geht, bleibt ihm keine Wahl: er wartet auf den sicheren Tod, oder er bringt das Schiff selbst zur Erde zurück …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Gefangen im Orbit“25

Science-Fiction-Rezension von Frank A. Dudley

Auf rund 400 Seiten schießt John J. Nance Leserinnen und Leser in die Erdumlaufbahn. Sein Buch „;Orbit“ erzählt eine spannende Geschichte aus den Anfängen der privaten Raumfahrt. Der Hauptakteur ist Kip Dawson. Er gewinnt einen Freiflug ins All an Bord des Raumgleiters „;Intrepid“. Kip freut sich auf den Flug wie ein Kind. Als der Tag des Starts endlich gekommen ist, kann er es kaum abwarten. Sein Ziel: einmal die Schönheit der Erde aus dem Weltraum zu betrachten. Der Start gelingt tadellos – aber dann geschieht die Katastrophe. Ein Trümmerstück durchschlägt beim Einschwenken in den Orbit die futuristische, selbst versiegelnde Hülle der Intrepid. Der Druck in der Kabine bleibt stabil, aber der Pilot ist getroffen und stirbt. Kips einstiger Kindheitstraum entwickelt sich zu einem Alptraum.

Die Kollision des Shuttles mit dem Trümmerstück hat Kommunikationsanlagen und Antrieb beschädigt. In der klaustrophobischen Enge des Schiffes bleibt Kip nur eines: warten. Warten auf eine Rettung, an die er selbst nicht glaubt.

Auf dem Boden im Kontrollzentrum herrscht Panik. Das winzige Schiff im Orbit scheint unerreichbar. Doch am Horizont flackert ein Hoffnungsschimmer auf, als Japaner, Amerikaner und Russen zu Rettungsmissionen aufbrechen wollen. Ein prestigeträchtiger Wettlauf der Nationen beginnt, dem Kip jedoch zuvor kommt: Bei einem riskanten Weltraumspaziergang repariert er das Schiff und kann alleine zur Erde zurückkehren.

Der Thriller von John J. Nance ist angelegt wie einer der großen Hollywood-Blockbuster. Von Kapitel zu Kapitel springt die Handlung in harten Schnitten von einem Ort zum anderen. Die einzelnen Szenen beginnen dabei immer wieder mit pathetischen Gesten. So strotzt das Buch vor stereotypen Charakteren und vorhersehbaren Handlungssträngen und enthält alles, womit das große US-Kino den Zuschauer unterhält: Da sind Undercover-Agentinnen in geheimer Sabotage-Mission bei der NASA unterwegs. Hochdekorierte Generäle der US-Armee werkeln an der Rettung des gestrandeten Passagiers mit. Und selbstverständlich nimmt sich auch der amerikanische Präsident der Sache an – mal an Bord der Air Force One und mal im Oval Office. Kurz gesagt: Zu viele Personen rühren in der Handlung herum und machen sie breiig, wenig interessant, schwer zu durchschauen und – selbst für ein Science Fiction-Buch – extrem unglaubwürdig. Leserinnen und Leser beschleicht das Gefühl, dass alles schon mal irgendwo im Kino oder im Fernsehen gesehen zu haben.

Großes Kino, aber nur geringer Lesespaß

Das Buch ist bedingt durch die beständigen Sprünge schwer zu lesen. Ganz zu schweigen von der hohen Anzahl an oberflächlichen Charakteren, sich auf jeder Seite tummeln und so viel zur Handlung beitragen, wie ein Passagier zur Landung eines Flugzeugs.

John J. Nance hat mit Orbit eigentlich einen Drehbuchentwurf geschrieben, der auf der großen Kinoleinwand durchaus funktionieren kann. Komprimiert auf Spielfilmlänge kann die Handlung ihre Dynamik vielleicht besser, mitreißender entfalten, als auf 400 Seiten mit 46 Kapiteln und zig Unterkapiteln.

Ihre Meinung zu »John J. Nance: Orbit«

Pia Müller geb. Neef zu »John J. Nance: Orbit«08.07.2013
Flugsicherheit ist wichtig.
Mittlerweile ist es doch so , dass die Astronauten als auch Kosmonauten mit den Sojus kapseln von der ISS auf die Erde zurückgeholt werden.
Im Universum arbeiten auf der ISS verschiedene Raumfahrnationen zusammen.
Flugsicherheit ist wichtig besonders in einer Welt wo immer mehr Sateliten im All rumschweben.
In dem Buch kann man ganz gut die Geschichte hinter der Geschichte lesen.
Balu1971 zu »John J. Nance: Orbit«09.11.2009
Ich schliesse mich der Meinung meines Vorredners an. Es ist das erste Buch das ich von diesem Autor lese und habe zwar auch gedacht, das es ideal geschrieben wurde um es zu Verfilmen ohne das es groß geändert werden muss. Das heisst aber nicht unbedingt, das es deshalb ein schlechtes Buch ist. Denn letzendlich geht es bei Büchern wie bei Filmen darum zu unterhalten!!! Und genau das tut es auch als Buch sehr gut. Zuerst habe ich gedacht "Mein Gott, was kann in einer so relativ einfachen Geschichte bloß drinstehen das es fast 400 Seiten aufweist, und das man sich das Ende im Grunde auch schon ausmalen kann. Die stärken die dieses Buch aber gegenüber eines typischen Blockbusters hat sind die eigentlichen komplexen Gefühle und Gedanken der Akteure der Geschichte die einen so mitreissen und fesseln. Ich habe dieses Buch innerhalb von 1 1/2 Tagen ausgelesen weil ich es einfach nicht mehr weglegen konnte. Man konnte sich hervorragend in die Hauptfigur hineinversetzen und mitfühlen bis zum Ende. Es ist sicher nicht einer der anspruchsvollsten Bücher auf dem Markt, aber wer sich schwerere Kost zumuten will kauft sich auch nicht solch ein Buch, sondern wil einfach nur unterhalten werden.
Martin Dauskardt zu »John J. Nance: Orbit«14.07.2008
Ich kann mich der Meinung des Rezensenten überhaupt nicht anschließen. Das Buch ist einer der unterhaltsamsten Romane, die ich seit langem gelesen habe. Ich habe es in wenigen Tagen verschlungen und kann es rundum empfehlen. Es kommt keinen Moment Langeweile auf.
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