Der Insulaner von John Maddox Roberts

Buchvorstellungund Rezension

Der Insulaner von John Maddox Roberts

Originalausgabe erschienen 1990unter dem Titel „The Islander“,deutsche Ausgabe erstmals 2000, 397 Seiten.ISBN 3-453-16233-1.Übersetzung ins Deutsche von Birgit Oberg.

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In Kürze:

Als Hael ein Tabu bricht, muß er die Stammesgemeinschaft verlassen. Im Vertrauen auf seine barbarischen Sinne und Körperkräfte zieht er einem ungewissen Schicksal entgegen.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Der Barbar als Friedensstifter“;60

Fantasy-Rezension von Michael Matzer

John Maddox Roberts „;Sturmland“;-Saga, die er schon vor über zehn Jahren schrieb, beschreibt eine seinen Conan-Büchern ähnliche Welt, ist aber zeitlich Tausende von Jahren nach einem atomaren Holocaust angesiedelt. Die Menschen können dessen Folgen noch an den Narben auf dem Angesicht des Mondes betrachten. Ob sie etwas davon gelernt haben? Einer vielleicht schon: Hael.

Hael wächst als Waise in einem nomadischen Hirten- und Kriegervolk auf, bis er eines Tages wegen eines Tabubruchs aus dem Stamm verbannt wird. Dieser entscheidende Vorfall wurde hinterlistig von seinem Stiefbruder Gasam herbeigeführt, und die von Hael geliebte, schöne Außenseiterin Larissa war Gasam dabei behilflich. Hael ist eigentlich ein schlichter Junge, aber begabt mit einer erstaunlichen Verbundenheit mit den Geistern der Natur um ihn herum.

Sein Umgang mit Tieren erstaunt viele, die ihn in der Fremde kennenlernen: Erst auf seiner Heimatinsel, dann, nach der Befahrung der Meere, auf dem Festland, am Hofe des nevanischen Generals Pashir. Dessen Tochter Shazad rettet Hael das Leben, und die beiden haben eine leidenschaftliche Affäre miteinander.

Hael steigt zu höchster Macht auf

Hael begibt sich auf eine gefährliche Expedition mit nevanischen Kaufleuten, die Handelsmöglichkeiten mit den Völkern der Steppen jenseits des großen Gebirges (= Rocky Mountains) erkunden wollen. Hoch in den Bergen findet Hael eine halb verhungerte Frau, Deena, die er wieder aufpäppelt. Er verliebt sich sofort in ihre Schönheit. Sie erzählt ihm von dem kriegerischen Reitervolk der Amsi, das sie, eine im Wald lebende Matwa, einst raubte und zur Sklavin machte. Doch sie konnte fliehen. Als Hael sie zurückbringt und gegen die Ansprüche der Amsi verteidigt, steigt er bald zu Ansehen und, nach einem positiven Treffen mit dem obersten Geistersprecher der Amsi, zu höchster Macht auf.

Er vereint Amsi und Matwa, indem er sie gemeinsam Banditen jagen und neue Kampftaktiken lernen läßt: das Bogenschießen aus dem Pferdesattel heraus. Schon bald beherrscht seine Reitertruppe das gesamte Grasland. Doch er darf sich nicht zufrieden im Kreise seiner Familie – seiner Frau Deena und ihrer Söhne – zurücklehnen: Sein alter Feind Gasam hat Neva angegriffen, und dessen neuer König Pashir bittet ihn um Hilfe.

Ein für seine Zeit ungewöhnlich einfühlsamer Krieger

Im Gegensatz zu dem kompromisslosen Einzelgänger und Söldner Conan ist Hael ein für seine Zeit ungewöhnlich einfühlsamer, geselliger und kluger Krieger. Er versteht es, andere Menschen zu seinen Freunden statt zu seinen Feinden zu machen, wenn diese mal anderer Meinung sind.

Ansonsten aber hebt sich Roberts’ Prosa kaum von anderer Fantasy-Kost ab, die im Zeitalter der Barbarei angesiedelt ist. Roberts hält sich streng an die Regeln des Genres. Immerhin ist sein Garn recht unterhaltsam und sehr flüssig zu lesen.

Man sollte diesen Startband gelesen haben, um die – durchaus vorhandene – Psychologie der Hauptfiguren des Folgebandes, „;Schwarze Schilde“;, zu verstehen.

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