Fremde Schiffe von John Maddox Roberts

Buchvorstellungund Rezension

Fremde Schiffe von John Maddox Roberts

Originalausgabe erschienen 1994unter dem Titel „Queens of Land and Sea“,deutsche Ausgabe erstmals 2000, 316 Seiten.ISBN 3-453-17232-9.Übersetzung ins Deutsche von Birgit Oberg.

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Fantasy-Rezension von Michael Matzer

Im 5. Roman der Sturmland-Saga, dem Schlussband, tauchen fremde Schiffe vor den Insel des Sturmlandes und vor dem Königreich Neva auf. Hier wie dort herrschen Königinnen, genau wie im Herkunftsland der Schiffe. Daher lautet der O-Titel auch „Queens of land and sea“.

Eine tödliche Seuche breitet sich aus

Nachdem König Gasam in der letzten Schlacht (Band 4) schwer von seinem ewigen Widersacher Hael verwundet worden ist, leitet Larissa die Amtsgeschäfte auf den Sturminseln. Da tauchen eines Tages nach einem heftigen Sturm fremde Schiffe auf: drei Riesenkähne von unbekannter Bauart. Da sie sich in friedlicher Absicht nähern, lädt Larissa die Offiziere zu sich ein. Sie kommen von Königin Isel aus dem Reich Altiplan, also aus dem früheren Südamerika. Indem sie ihnen ihre stählernen Waffen zeigt, demonstiert Larissa ihre Macht und ihren Reichtum. So kann sie nun auf gleicher Ebene mit den Neuankömmlingen verhandeln.

Auch bei Königin Shazad von Neva taucht ein fremdes Schiff dieser Flotte auf, das es nach dem Sturm dorthin verschlagen hat. Shazad wittert einen Vorteil technischer und militärischer Art, wenn sie ihre Flotte gegen Königin Larissa ausschickt. Doch ihre Hoffnung, deren Flotte entscheidend zu schlagen, bevor die Truppen Mezpas an ihrer eigenen Grenze stehen, wird zunichte: Es stellt sich heraus, dass die Südländer eine tödliche Seuche ins Land eingeschleppt haben, die sich unaufhaltsam ausbreitet.

Um das Maß des Übels voll zu machen, erhält Shazad schließlich die Nachricht, dass Larissa und der genesene Gasam eine Invasion ihres Neva-Reiches begonnen haben. Allenfalls noch Haels Sohn Ansa kann ihr helfen …

Eine Wiederholung des zweiten Bandes

Reichlich oft wechselt in diesem Band das Kriegsglück. Mal wird der eine ent-führt, die andere ver-führt, der dritte verwundet oder von Krankheit befallen. Dieses Hin und Herr sorgt zwar für viel Abwechslung, kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass dies zum großen Teil fast eine Wiederholung des zweiten Bandes ist, als die Insulaner Neva das erstemal erobern wollten. Selbst Ansa, der Sohn Haels spielt quasi die damalige Rolle seines Vaters, um Neva zu retten. Das einzige Neue sind die Altiplaner aus dem Süden und die Seuche.

Währenddessen wartet man eigentlich stets darauf, Neues vom verwundeten König Hael zu hören. Der wird offenbar im Grand Canyon gesund gepflegt. Doch die Mezpaner stehen bald an den Grenzen Nevas und von Haels Reich. Dieser Handlungsverlauf war wohl für den sechsten Band geplant, der bei uns noch nicht erschienen ist.

Für Actionfreunde ist also genügend gesorgt, doch für Freunde großer Spannungsbögen ist in diesem Band recht wenig zu finden. Ich hoffe, der Zyklus wird fortgesetzt, ragt er doch über die Conan-Einheitskost ein wenig hinaus. Hervorzuheben ist die schöne Gestaltung des Umschlags.

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