Das Syndrom von John Scalzi

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Lock in“,deutsche Ausgabe erstmals 2015, 400 Seiten.ISBN 3-453-31660-6.Übersetzung ins Deutsche von Bernhard Kempen.

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In Kürze:

Gefangen im eigenen Körper

Ein Virus geht um die Welt, und die Folgen sind katastrophal. Die meisten Opfer kommen mit einer Art Grippe davon, doch für einige wenige wird die Ansteckung zum Horror: Sie fallen in ein totales Wachkoma, das sogenannte Haden-Syndrom. Millionen von Menschen sind betroffen, und in den USA ist nichts mehr, wie es einmal war. Als der junge FBI-Agent Chris Shane auf einen mysteriösen Mordfall angesetzt wird, stechen er und seine Partnerin in ein Wespennest – ein brutales Versteckspiel beginnt, in dessen Zentrum möglicherweise die Antwort auf das Rätsel des Haden-Virus steht …

Ihre Meinung zu »John Scalzi: Das Syndrom«

geronimox zu »John Scalzi: Das Syndrom«20.05.2016
Einfach gestrickter, aber unterhaltsamer SciFi-Krimi.

Durch eine Seuche fallen Millionen Menschen in ein Wachkoma. Das bedeutet dass sie zwar ihre Umwelt wahrnehmen, aber ihren Körper nicht mehr bewegen können. Weil auch die Frau des US-Präsidenten erkrankt ist, dürfen Technologiefirmen nun entgegen aller moralischen Einwände »Telepräsenz« Hard- und Software entwickeln.

Einem im Wachkoma (Lock-In) liegenden Patienten kann nun ein Gehirninterface implantiert werden, mit dessen Hilfe der bettlägerige Kranke einen Androiden oder sogar einen menschlichen Gastkörper (der sich für diese Dienste gut bezahlen lässt) mit dem elektronischen Gehirninterface fernsteuern kann.

Menschen fernsteuern? Echt jetzt? Wer nun Böses ahnt, bekommt schnell Recht: Ein FBI Agent, der selbst ein Lock-In Opfer ist und im Dienst einen Androidenkörper steuert, gerät unversehens in Fälle, in denen funkferngesteuerte menschliche Gastkörper gegen ihren Willen Morde und andere Verbrechen begehen.

Wer profitiert von den Morden? FBI Agent (Lock-In) Chris Shane wird bis zur Lösung des Falles viele Androidenkörper schrotten. Und das ist der Vorteil der »Telepräsenz« – wird der Androide erschossen, gesprengt oder anderweitig zerstört kann dessen Jockey einfach in einen neuen Androiden wechseln. Diesem praktischen Umstand widmet Autor Scalzi deshalb auch viele Seiten.

Mein Fazit: Der Roman lässt sich locker weglesen, ist aber für einen Scalzi kein grosser Wurf. Da es in der Geschichte um funkgesteuerte Gehirnimplantate geht, ahnt man bald dass böse Hacker ihre Hand im Spiel haben, und das Buch reduziert sich zu einem utopischen Whodunnit? Krimi.

7/10

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