Dark River. Das Duell der Traveler von John Twelve Hawks

Buchvorstellung

Dark River. Das Duell der Traveler von John Twelve Hawks

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „The Dark River“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 443 Seiten.ISBN 3-442-20319-8.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Zwei verfeindete Brüder. Eine mysteriöse Bruderschaft. Und die Jagd nach dem Mann, der die Menschheit retten kann.

Gabriel und Michael Corrigan sind Traveler, die letzten Überlebenden einer Riege von Propheten, die für Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen. Doch dann ist Michael zur Bruderschaft der Tabula übergelaufen, die die gesamte Menschheit mit Hilfe eines weltumspannenden Überwachungsnetzes zu kontrollieren versucht.

Nun erfährt Gabriel, dass sein Vater Matthew, der seit fast zwanzig Jahren verschollen ist und als tot galt, wahrscheinlich noch lebt und irgendwo in Europa gefangen gehalten wird. Gabriel und seine Beschützerin Maya von der Kriegerkaste der Harlequin verlassen sofort New York und begeben sich auf die Suche nach dem Vater. Aber auch Michael und die Bruderschaft der Tabula versuchen ihn ausfindig zu machen. Denn Michael sieht seine neu gewonnene Macht bedroht und möchte seinen Vater deshalb töten lassen. Die Suche führt Gabriel und Maya von den U-Bahn-Tunneln New Yorks und Londons über die Katakomben von Rom und Berlin bis in eine entlegene Region Äthiopiens – immer verfolgt von Michael und den Schergen der Bruderschaft …Die erschreckende und gleichzeitig realitätsnahe Vision einer völlig überwachten Welt, in der die Zukunft bereits begonnen hat.

 

Ihre Meinung zu »John Twelve Hawks: Dark River. Das Duell der Traveler«

Silvana Ramm zu »John Twelve Hawks: Dark River. Das Duell der Traveler«27.02.2017
Hallo. Mein Mann hat mir den ersten Teil mitgebracht und ich verschlinge den. Kaufe mir den zweiten auch noch und wieviel Wahrheit dadrin steckt ist erstaunlich. Vieles wissen wir gar nicht weil es uns nicht zugänglich gemacht wird. Der Chip ist auch schon da. Die Zeiten werden nicht einfacher. Aber wenn man sich zu wehren weiss geht alles. Liebe Grüsse
Silvana Ramm zu »John Twelve Hawks: Dark River. Das Duell der Traveler«27.02.2017
Hallo. Mein Mann hat mir den ersten Teil mitgebracht und ich verschlinge den. Kaufe mir den zweiten auch noch und wieviel Wahrheit dadrin steckt ist erstaunlich. Vieles wissen wir gar nicht weil es uns nicht zugänglich gemacht wird. Der Chip ist auch schon da. Die Zeiten werden nicht einfacher. Aber wenn man sich zu wehren weiss geht alles. Liebe Grüsse
Stefan83 zu »John Twelve Hawks: Dark River. Das Duell der Traveler«20.03.2011
Die „Traveler“-Trilogie mausert sich so langsam zu einer ziemlich großen Entdeckung, denn nach dem schon überraschend guten ersten Band der Reihe, kann auch die Fortsetzung „Dark River“ auf ganzer Linie überzeugen. Ja, sie legt sogar nochmal eine gewaltige Schüppe oben drauf, denn anders als bei den meisten Dreiteilern, ist dieses Buch mehr als nur ein Brückenschlag zum furiosen Finale. Ganz nach dem Vorbild der klassischen Star-Wars-Filme, wo „Das Imperium schlägt zurück“ mit dramatischen Wendungen für Faszination sorgte und noch heute sorgt, kommt „Dark River“ (der Titel lässt es bereits vermuten) äußerst düster daher. Und wie im Mittelteil der Sternensaga, so werden auch hier die „Helden“ getrennt, um jeder für sich den Kampf gegen den schier unüberwindbaren Feind aufzunehmen.

Dieser Feind ist in der „Traveler“-Trilogie die mächtige, internationale Bruderschaft Tabula, welche mithilfe aller zur Verfügung stehenden Überwachungsmethoden bereits seit über 2000 Jahren versucht, die Herrschaft über die Welt zu erlangen. Ihr Ziel ist die Errichtung des „Panopticon“. Eine kreisförmige Anlage, in deren Zentrum ein Beobachtungsturm steht, der es einem einzelnen Wächter ermöglicht, alle Insassen des Gebäudes zu überwachen, wobei ein perfides Spiel aus Licht und Gegenlicht dafür sorgt, dass die Gefangenen niemals wissen, ob sie gerade beobachtet werden oder nicht. Diese Erfindung eines visionären Architekten aus dem 18. Jahrhundert steht nun, dank den modernsten technischen Finessen, kurz vor der Umsetzung. An Stelle des Wächters thront jetzt ein großes Computersystem im Zentrum der Macht. Als Augen und Ohren dienen hochentwickelte Programme zur Auswertung von Daten aus Überwachungskameras, Internet, Mobilkommunikation, Navigationssystemen, Security-Scans, Kreditkarten etc. Statt eines einzelnen Gebäudes wird nun der gesamte Planet überwacht. Natürlich lediglich zum Wohl jedes einzelnen Individuums.

Allein die Traveler stehen diesem Plan im Weg. Diese Menschen, welche dank einer vererbbaren Fähigkeit in andere Sphären reisen und die Welt aus einem gänzlich anderen Blickwinkel wahrnehmen können, kämpfen seit jeher gegen die Vernichtung von Selbstbestimmung und Freiheit durch die Bruderschaft. Unterstützt werden sie dabei lediglich durch die Harlequins, eine Kriegerkaste, die ihr Leben dem Schutz der Traveler verpflichtet hat. Beide stehen nach Jahrhunderten der bedingungslosen Jagd kurz vor der Niederlage und Gabriel und Michael Corrigan, die letzten Überlebenden der Traveler, inzwischen auf verschiedenen Seiten. Während Gabriel sich der Übermacht des Gegners stellt, ist Michael zur Bruderschaft übergelaufen, um sich einen Platz im neuen Machtgefüge zu sichern. Als beide erfahren, dass ihr Vater Matthew, der seit fast zwanzig Jahren verschollen ist und als tot galt, wahrscheinlich doch noch lebt und irgendwo in Europa ist, beginnt ein mörderisches Wettrennen.

Bevor Gabriel sich jedoch auf den Weg machen kann, wird er von seiner Harlequin Maya und den restlichen Gefährten getrennt. In Unkenntnis darüber, ob seine Freunde noch leben oder im Kampf gegen die Tabula gefallen sind, reist er nach London, um nicht nur seinen Vater zu finden, sondern auch seiner Bestimmung als Traveler zu folgen. Keine einfache Aufgabe, ist doch London die am besten überwachte Stadt der Welt …

Bespitzelung, gläserne Menschen, hochtechnologisierte Söldner. Das klingt alles irgendwie nach Science-Fiction – aber gerade das ist „Dark River“ eben nicht. Trotz vieler Parallelen zu Orwells „1984“ stellt die „Traveler“-Trilogie keine Zukunftsvision dar, sondern die schon heute vorhandenen Möglichkeiten der totalen Überwachung. Vieles was Hawks hier beschreibt, wird bereits eingesetzt oder wäre zumindest technisch machbar. Und gerade dieser Aspekt der Geschichte übt die größte Faszination aus. Die Tatsache, dass sich all das gerade irgendwo in irgendeinem Teil der Erde durchaus abspielen könnte. Entgegen der üblichen Verschwörungstheorien im Stile eines Dan Brown geht es Hawks nicht nur um den billigen Kitzel oder den inszenierten Effekt. Stattdessen regt er mit seiner ruhigen und eiskalten Sprache zum Nachdenken an, sorgt der wissenschaftliche Ton für Unbehagen beim Leser. Selten waren die Grenzen zwischen Fiktion und Realität derart fließend. Zwischen jedem Satz schimmert eine versteckte Wahrheit hindurch, welcher man nur schwer zu entfliehen vermag.

Wer nun aber glaubt, dass in „Dark River“ durchgängig vor dem Verlust der persönlichen Freiheit gewarnt wird, den kann ich ebenfalls beruhigen. Hawks spannungsgeladene und temporeiche Schreibweise trifft zwar nicht selten in Herz und Magengrube (besonders der Beginn hat es wahrlich in sich), lässt aber kaum Zeit zum Luftholen. Auf dramatische Cliffhanger folgen unvorhersehbare Wendungen und die perfekt getimten Schauplatzwechsel machen die Lektüre zu einem wahren Vergnügen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Autor immer wieder mit innovativen Ideen überrascht. So verwendet er z.B. Parkour-Sportler, die Free-Runner (in Frankreich auch „Traceur“ genannt), als beispielhaftes Element für die Suche nach einem Leben außerhalb der Rasters. Für die über Dächer sprintenden und Hauswände hochkletternden Jugendlichen ist ihr Hobby ein Zeichen des Widerstands gegen die fortschreitende Einschränkung des Privatlebens durch das System. Kein Wunder, dass sie zur ersten Anlaufstelle für den nach London reisenden Gabriel werden.

Der steht, gemeinsam mit Harlequin Maya, auch diesmal wieder im Mittelpunkt des Geschehens, wenngleich mit der Kirchengängerin Vicki, dem Kampfsportler Hollis und den beiden älteren Harlequins Linden und Mother Blessing auch weitere Figuren nun eine gewichtige Rolle spielen. Alle sind, wie auch ihre Tabula-Gegner, rundum gelungen und vermögen ihre Kapitel gänzlich allein zu tragen, weshalb auch an keiner Stelle so etwas wie Langeweile aufkommt. Ganz im Gegenteil. Besonders Linden und Mother Blessing, welche das archaische Denken der Kriegerkaste verkörpern, machen richtig Laune. Wenn sie zum Schwert greifen, geht es nicht selten brutal und drastisch zur Sache. Überhaupt sind die Kämpfe, welche Hawks genau richtig in seiner Handlung dosiert, grandios in Szene gesetzt worden. Und genau diese Szenen hat man immer wieder vor Augen, weshalb es wenig verwundern würde, wenn die „Traveler“-Trilogie bald ihren Weg auf die Leinwand findet. Möglich, dass es einem Regisseur auch filmisch besser gelingt, die Romanze zwischen Gabriel und Maya auszuarbeiten, welche mir hier ein bisschen zu konstruiert daherkommt und die sich Hawks vielleicht auch besser verkniffen hätte.

Das ist jedoch nur ein kleiner Kritikpunkt in einem insgesamt sehr überzeugenden, spannenden und nachdenklich stimmenden Buch, das Elemente von Science-Fiction und Fantasy geschickt verknüpft, ohne dabei Freunde des Actionthrillers vor den Kopf zu stoßen. Ein rasantes, visionäres Abenteuer, mit einem perfekten, aber auch sehr offenen Ende, das den Griff zum dritten Band unausweichlich macht. Man kann nur hoffen, dass dieser Reihe endlich die verdiente Aufmerksamkeit zuteil wird, welche ihr bisher verwehrt geblieben ist.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hans zu »John Twelve Hawks: Dark River. Das Duell der Traveler«26.05.2010
Die ersten beiden Bücher aqus der Triologie der "Traveler"-Saga haben mich sofort in den Bann gezogen. Ich bin extrem gespannt auf den letzten Teil. In der amerikanischen Ausgabe ist es schon zu haben, die deutsche lässt wie immer auf sich warten.
Der zweite Teil Dark River ist sehr intensiv. Maya ihres Zeichen Harlequin und Beschützerin des Travelers Gabriel machen sich auf die Suche nach dem verschollen Vater.
Die Protagonisten in diesem Buch sind voller Leben. Man fühlt ihre Kämpfe - innerlich als auch die realen - und fiebert mit Ihnen. Eine Reise fast über den ganzen Globus beginnt und endet in einem sehr geschichtsträchtigen Land. Hier beginnt eine Reise Jenseits der Vorstellung.
Absolut lesenswert!!! Gehört in die Top Ten des gesamten Genres!!!!
Frank zu »John Twelve Hawks: Dark River. Das Duell der Traveler«22.03.2009
Da schließe ich mich Mase mal uneingeschränkt an.
Sicherlich nicht ganz so actionlastig wie der Vorgänger arbeitet "Hawks" hier konsequent auf das von mir sehnlichst erwartete Finale hin.
Sehr eigenartig, dass diese Bücher bisher weitgehend unbekannt zu sein scheinen, bieten sie doch ein hevorragendes Crossover von Fantasy und Sci-Fi. Wer übrigens mal etwas über die -tatsächliche- Identität des Autoren erfahren konnte,bitte PN an mich.
Also: 100%.
mase zu »John Twelve Hawks: Dark River. Das Duell der Traveler«22.03.2009
Auch dem 2. Teil gelingt es leicht, 100 Grad von mir einzuheimsen.

Wie bei Tolkiens „Die Gefährten“ sind es hier deren vier, die gegen einen in Zahl und Macht viel grösseren Gegner antreten, um die „Menschheit zu retten“. Auch hier sind sie ein zusammen gewürfeltes Team: Eine einfache Kirchengängerin mit Herz, ein temperamentvoller Kampfsporttrainer, eine Kriegerin und ein „Zauberer“. Auch hier werden sie während ihrer Mission getrennt und müssen sich an verschiedenen Orten dem Gegner stellen, neue Verbindungen eingehen und den Glauben an die Sachen nicht verlieren, während sie ständig Schicksalsschläge hinnehmen müssen.

Wie die Couch ja schon vorweg nimmt, wird Maya von Gabriel getrennt. Während er in der Höllen Sphäre seinen Vater sucht, versucht sie selbst eine Pforte in diese Sphäre zu finden, um ihm zu helfen und bereist auf ihrer Suche London, die Katakomben Roms und landet schliesslich in Äthiopien. (Lara Croft mit Schwert.) Unterdessen beschützt Vicky den seelenlosen Körper von Gabriels Vater in einem abgelegen Kloster in Irland, während Hollis in den Staaten fingierte Spuren für den Feind auslegt.

Hawks Schreibe trifft genau meinen Nerv. Keine Seite möchte ich missen und vor allem besitzt er das Gespür, einen Abschnitt, der zwar wesentlich für die Story ist, aber kein Reisser ist, so kurz wie möglich zu halten, damit es nie langweilig wird.

Jetzt heisst es sehnsüchtig auf die Übersetzung des 3. Teils zu warten.
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