Lost Land. Die Erste Nacht von Jonathan Maberry

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „Rot & Ruin“,deutsche Ausgabe erstmals 2012, 528 Seiten.ISBN 3522201515.Übersetzung ins Deutsche von Franka Fritz und Heinrich Koop.

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In Kürze:

In Mountainside gelten strenge Gesetze. Wer 15 ist, muss selbst für seinen Unterhalt sorgen, anders ist das Überleben nicht möglich. Da er keine Alternative hat, geht Benny Imura bei seinem Bruder in die Lehre, einem bekannten Zombiejäger. Er hasst Tom, den er für den Tod ihrer Eltern verantwortlich macht, hält ihn für skrupel- und verantwortungslos. Doch dann erlebt er einen Jäger, der die Untoten respektiert und versucht, ihnen einen würdevollen Tod zu ermöglichen. Denn sie waren einmal Menschen, die liebten und geliebt wurden. Und er erkennt, dass die wahre Gefahr im Lost Land nicht von ihnen ausgeht. Wirklich kaltblütig sind Menschen wie Rotaugen-Charlie und sein Clan, brutale Herren über Leben und Tod. Als sie Nix, seine Freundin, entführen, zieht Benny an Toms Seite in einen Kampf mit höchst ungewissem Ausgang …

Ihre Meinung zu »Jonathan Maberry: Lost Land. Die Erste Nacht«

M.Reinsch zu »Jonathan Maberry: Lost Land. Die Erste Nacht«19.02.2013
Nach "Der ersten Nacht" ist alles anders geworden, denn nun wandeln die Toten als "Zombies" umher und Ihr Biss erzeugt neue Untote. In ­Mountainside, einer der letzten Enklaven der Menschheit versucht man ein recht normales Leben zu führen, denn erst hinter den stark bewachten Zäunen beginnt das Leichenland! Nur wenige Händler und Kopfgeldjäger trauen sich hinter den Zaun. Zwei dieser Kopfgeldjäger sind die großen Idole des gerade 15 Jahre alt gewordenen Benny Imura, Charly "Rotauge" und "der Hammer". Sie sind so ganz anders wie sein verhasster großer Bruder Tom, der zwar auch Kopfgeldjäger ist, aber nie über seine Abenteuer redet und auch sonst sehr verschlossen ist. Mit 15 muss man anfangen zu arbeiten, sonst werden einem die Rationen gekürzt, und so versuchen Benny und seine Freunde einen Job zu finden. Als es für Benny keine andere Möglichkeit mehr gibt, schließt er sich seinem Bruder als dessen Lehrling an und begibt sich mit ihm auf seine erste Reise ins Leichenland - eine Reise die alles, was ihm bisher bekannt und teuer wahr als ihm entlarvt ...
Was Jonathan Maberry hier als "Jugend-Horrorroman" geschrieben hat, geht auch einem Erwachsenen ganz schnell unter die Haut! Geschickt hat er die schwere Zeit der Pubertät eines Jugendlichen in eine unwirkliche und gefährliche Umgebung verpflanzt, in dem es auf weit mehr ankommt, als auf die eigenen Probleme. Da ist zum einen der Konflikt zwischen den beiden Brüdern, dann die Suche nach Idolen, die ersten Gefühle zum anderen Geschlecht und natürlich das Hinterfragen der Umstände, die zu diesem Leben geführt haben. Wobei die letzte Frage bis zum Ende des Buches unbeantwortet bleibt!
Maberry zeigt auf, dass nicht das bekannte Böse, sondern eher das unbekannte Böse zu fürchten ist, und bringt den Leser dazu sogar ein gewisses Mitleid mit den Zombies zu haben. Denn die Untoten folgen nur Ihrem inneren Drang, die Lebenden verfolgen ihre eigenen (meist pervertierten) Zielen. Und die große Gemeinschaft zeigt sich von ihrer besten Seite = Sie spielen die drei Affen (alles was außerhalb der Stadt passiert, ist nicht von Belang!)
Nie unnötig brutal oder blutrünstig erlebt man doch genug Schrecknisse und Schicksale. Ganz nebenher erlebt man auch die Wandlung vom Jugendlichen zum jungen Mann.
Fazit: Durch seien dichte Schreibweise und dem schnell steigenden Spannungsbogen ist dieses Buch ein "Pageturner", der für mich eine völlig neue Seite des klassischen "Zombieromans" aufweist - sehr großes Lesevergnügen!
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