Das Amulett von Samarkand von Jonathan Stroud

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „The Amulet of Samarkand“,deutsche Ausgabe erstmals 2004, 544 Seiten.ISBN 3-442-36762-X.Übersetzung ins Deutsche von Gerald Jung.

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In Kürze:

Dass Dämonen überaus heimtückische Wesen sind, ist dem Zauberlehrling Nathanael durchaus bewusst, als er den 5000 Jahre alten Dschinn Bartimäus beschwört. Aber Nathanael braucht einen mächtigen Gehilfen an seiner Seite. Denn er verfolgt einen äußerst gefährlichen Plan: Mit Bartimäus Hilfe will er das berühmte Amulett von Samarkand stehlen, das sich im Besitz des berüchtigten Zauberers Simon Lovelace befindet. Dieses Vorhaben bringt die beiden bald in tödliche Gefahr…

Das meint phantastik-couch.de: „Mitreißender Mix aus Magie, Humor und Spannung“85

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

Zauberei, Dämonen, ein Junge, der Kampf zwischen Gut und Böse, alles schon einmal dagewesen? Ja, aber noch nie so wie hier.  Altbekannte Fantasymuster werden von Jonathan Stroud in „;Bartimäus – Das Amulett von Samarkand“; völlig neu gemischt.

Das Buch spielt in einem England, in der die regierende Elite Zauberer sind. Sie tragen Anzüge, geben sich modern und gönnerhaft, sind aber korrupt und nutzen die Magie, um sich selbst zu bereichern und den Rest der Gesellschaft zu kontrollieren. Das Neue ist: die Zauberer haben zwei Probleme. Zum einen können sie nicht selbst zaubern, sie haben nur die Macht magische Wesen zu beschwören, die dann ihre Befehle ausführen müssen. Das ist nicht ganz ungefährlich, denn diese Afriten, Dschinn, Foliote und Kobolde sind davon gar nicht begeistert. Darum kann ein Fehler in der Beschwörung den Tod des Zauberers durch den Dämon bedeuten. Und, Handikap Nummer zwei, Zauberer dürfen keine eigenen Kinder haben, sondern haben die Pflicht, einen adoptierten Zauberlehrling auszubilden.

So wird, nicht ganz freiwillig, der zwölfjährige Nathanel von dem Ehepaar Underwood aufgenommen. Aber Arthur Underwood, Zauberer und kleines Minister-Licht erkennt Nathanels Fähigkeiten nicht einmal an, das frustriert! Als Nathanel endlich selbständig in der Bibliothek seines Meisters lernen darf, liest er in verbotenen Büchern. Er wird es allen zeigen! Flugs beschwört er den uralten Dämon Bartimäus, um sich mit dessen Hilfe an dem bösartigen, aalglatten Zauberer Lovelace zu rächen, der ihn gedemütigt hat. Bartimäus soll Lovelace das Amulett von Samarkand stehlen, aber weder Dschinn noch Junge ahnen, wie mächtig das Amulett wirklich ist. Der als Streich geplante Diebstahl gelingt, aber löst eine Lawine an Ereignissen aus, deren Tragweise Nathanel und Bartimäus viel zu spät erkennen.

Ein spitzzüngiger, schlauer Dämon als Held

Spannend erzählt Stroud die folgenden Abenteuer und schafft eine Welt, in der Zauberer und „;Gewöhnliche“;, so werden die nichtmagiebegabten, unterdrückten Menschen genannt, in einer konfliktgeladenen Gesellschaft leben. Aufstände drohen, Intrigen werden gesponnen und Zauberei ist eine ernste, anstrengende Wissenschaft, die durch die Dämonen so ihre Tücken hat.

Aber das wirklich Einmalige des Buches ist die konkurrenzlos schillernde Hauptfigur: der Dschinn Bartimäus. Das Klischee des Dämons in Fantasystories- brutal, böse, dumm – stellt Stroud auf den Kopf. Bartimäus ist schlau, schlagfertig, witzig und sehr begeistert von sich selbst. Eigentlich will er nur seine Ruhe haben und ständig beschworen zu werden geht im mächtig auf den Geist. Magier findet er vor allem eins: lächerlich. Seinen Stolz trifft besonders hart, dass er jetzt einem Dreikäsehoch von Jungen zu Diensten sein muss und das sagt er ihm auch immer wieder, ausführlich, frech und respektlos. Mit Nathanel und Bartimäus erfindet Stroud ein unschlagbares Duo, ein Team wider Willen, bei dem man sich auf manches gefasst machen muss.

Stroud verwendet abwechselnd zwei Perspektiven, was der Geschichte zusätzlich Witz und Tempo verleiht. Die Hälfte der Kapitel ist aus der Sicht des hochnäsigen Zauberlehrling Nathanel geschrieben, der darum kämpft anerkannt zu werden, die andere aus der des spitzzüngigen, exzentrischen Dämons.

Die Themen Unterdrückung, Korruption und Einsatz von Macht auf Kosten anderer sind in „;Bartimäus – Das Amulett von Samarkand“; durchaus ernst behandelt. Trotzdem muss man grinsen bei der britisch humorvollen Erzählweise und den Fußnoten, in denen Bartimäus frech-herablassende Kommentare abgibt, ohne dass die Story je Gefahr läuft in platte Haha-Komik abzugleiten. Weder der verschlossene, ehrgeizige Junge noch der prahlerische, scharfsinnige Dämon sind flache Superhelden. Sie haben ihre Schwächen, machen Fehler, sind moralisch zumindest fragwürdig und wirken dadurch unglaublich lebendig. Es interessiert den Leser schlichtweg, wie es mit ihnen weitergeht.

Fazit: „;Bartimäus – das Amulett von Samarkand“; ist eine spannende Geschichte voller rasanter Einfälle und einem unvergesslichen, auf exzentrische Art liebenswürdigen Helden. Gut, dass es noch zwei weitere Bücher über den Dschinn Bartimäus und den Zauberlehrling Nathanel gibt.

Ihre Meinung zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«

tedesca zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«13.04.2012
Für Freunde von Jugend-Fantasy ist diese Serie ein Muss! Mit viel Humor und einem Augenzwinkern erzählt Jonathan Stroud die Geschichte des jungen Nathaniel, der sich beim Heraufbeschwören des frechen Dschinns Bartimäus noch nicht bewusst ist, worauf er sich da eigentlich einlässt. Klar, der Dämon muss ihm zudiensten sein, das ist magisches Gesetz, aber auch dieses lässt sich biegen und interpretieren, und so geraten die beiden immer tiefer in einen Sumpf aus Magie, Betrug und Verschwörung, dem sie nur mit knapper Not entkommen.

Ich hab mehr als einmal schmzunzeln müssen über die (im Buch als Fußnoten geführten) Anmerkungen von Bartimäus zu den unterschiedlichsten Fachbegriffen aus der Welt der Magie. Der Dschinn erzählt in Ich-Form und schildert vieles, das wir schon aus Nathaniels Geschichte kennen, aus einer Persepektive, die einem Normalsterblichen wohl mehr als fremd erscheinen muss.

Alles in allem ein ausgesprochen vergnügliches Lesevergnügen für Kinder ab 12, würde ich sagen, und für Erwachsene, die sich, so wie ich, bei Jungendfantasy blendend unterhalten können. Das englische Hörbuch wird von Simon Jones ganz hervorragend gelesen, aber ich habe gehört, dass Rufus Beck bei der deutschen Version seine Sache ebenso gut macht.
Marv zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«19.07.2010
Jonathan Strouds Buch ‚Bartimäus - Das Amulett von Samarkand“ ist scheinbar ein weiteres Buch über Zauberer und ‚Gewöhnliche‘, die andernorts Muggel genannt werden. Aber nur scheinbar, den die Zauberer besitzen ihrer Macht aufgrund der Herbeirufung von Mariden, Afriten, Dschinns, Foliots und Kobolden. Und die Hauptfigur ist ein Dschinn, Bartimäus gennant und ein ganz spezielles Exemplar: klug, sprachlich gewandt, durchaus heimtückisch, eitel und von sich selbst überzeugt führt er den Leser durch die Geschichte. Und dies natürlich nicht nur auf einer sprachlichen Ebene. Einmal in Form als Dritte Person, wenn die Perspektive von Nathanel, dem Zauberlehrling gezeigt wird, dann in der Ich-Form, wenn von Bartimäus die Rede ist, wobei hier durchaus die Perspektive gewechselt wird, wenn Bartimäus die Form wechselt. Als somit 4. Ebene werden Fussnoten zur direkten Ansprache an den Leser verwendet. Wahrscheinlich wird es Dschinngemäß auch noch die Ebenen 5 - 7 geben, leider waren mir diese als ‚Gewöhnlicher‘ verschlossen. Doch auch die 4 Ebenen waren ausreichend für eine kurzweilige, durchaus spannende und immer humorvolle und unterhaltsame Lektüre.
Herausragend hierbei die Hauptfigur Bartimäus, seine Arroganz und Zynismus, aber auch der Sprachwitz des gesamten Romans. Die Geschichte und ihre handelnden Personen ist auf eine Fortsetzung angelegt und in der Hoffnung, dass es genauso weitergehen wird, habe ich sie mir schon mal vorsorglich ins Regal gestellt.
Patzi zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«05.02.2010
Ich bin wirklich vorsichtig mit Superlativen, aber Jonathan Stroud hat mich mit „Bartimäus Das Amulett von Samarkand“ so richtig begeistert. Der Schreibstil von Jonathan Stroud mit den wechselnden Perspektiven und den Fußnoten ist köstlich. Gerade die Fußnoten sind die Würze des Buches. Die Kommentare von Bartimäus bezogen auf geschichtliche Ereignisse, oder historische Bauwerke der Menschheit ,haben mich immer wieder zum Lachen gebracht.

Beim Kauf des Buches war ich doch etwas skeptisch. Zauber, Zaubereiministerium, die Geschichte spielt in London; die Ähnlichkeiten zu Harry Potter liegen auf der Hand. Doch meine Zweifel wurden schnell ausgeräumt. Bartimäus ist mit Harry Potter überhaupt nicht zu vergleichen.

Ich bewerte mit 100 Grad und hoffe, dass es Jonathan Stroud im zweiten und dritten Band gelingt, meine Begeisterung aufrecht zu halten.
Michael zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«02.02.2010
Also ich habe die trilogie zu weihnachten bekommen
und muss sagen es ist eine tolle geschichte.
Von allen büchern die ich gelesen habe ist dieses buch das dritt beste.davor kommt harry Potter und eragon.

Es hat mir spaß gemacht dieses buch zu lesen, denn ich kann mir das geschehen immer gut vor augen halten. Der genuss war da drinn das man nicht immer wusste was geschah und voralldingend ist BARTIMÄUS sehr gut getroffen worden. Er hatte immer coole sprüche auf lager und sein humor ist einfach göttlich.Aber auch Nathanael is cool die beste stelle im buch für mich war wo er die stecher auf den alten Lovelace losgelassen hatte das war lustig.

Und jetzte lese ich das zweite buch und muss sagen es is noch spannender als das erste.
Ich freue mich richtig es zu lesen
Lulu zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«24.01.2010
Also ich habe seit kurzen die Bartimäus Bücher durch
Ich kann nur eins dazu sagen
es sind bis jetzt die besten Bücher die ich gelesen habe
bartimäus ist echt klasse
besonders sein Humor
Es wäre echt klasse wenn man die Bücher verfilmen würde.Würde mich meinerseits wirklich erfreuen.
Der schluss von den dritten jedoch fand ich ziemlich traurig.Was ich auch schade finde ist ,das es nur drie Bücher davon gibt.Ich lese viel und gerne und würde mich um eins,zwei Bücher mehr wirklich freun :D
M-L zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«15.07.2009
Dieses Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Es war so spannend.Der Zauberlehrling Nathanael ist eigentlich ein Antiheld, er ist arrogant und nicht besonders sympathisch. Bartimäus dagegen ist einfach nur witzig, besonders seine Fußnoten sind ein Genuß. Die Geschichte bietet viele Überraschungen.
Stefan83 zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«02.06.2009
Lange Zeit hab ich nicht wirklich die Lust verspürt, mir dieses Buch vorzunehmen, bis ich es auf Empfehlung meiner Freundin schließlich doch in die Hand nahm. Etwaige Befürchtungen es könnte eine billige Kopie von Harry Potter oder gar eine seelenlose, zusammengeklaute Geschichte wie die von Eragon werden, lösten sich bereits nach wenigen Seiten in Luft auf.

Sicher ist es wieder ein Zauberlehrling. Und ja, auch dieses Buch spielt in London. An dieser Stelle endet dann aber auch jede Ähnlichkeit mit den Werken Joanne K. Rowlings, denn die Geschichte um den 5000 Jahre alten Bartimäus, einem Dschinn der vierzehnten Klasse, der von einem naseweisen zwölfjährigen Zauberlehrling beschworen wird, hat genug Eigenständigkeit, um zu überzeugen und aufs Beste zu unterhalten. Jonathan Stroud ist es sogar gelungen in Sachen Humor und Witz noch eine Schüppe draufzulegen, was natürlich in erster Linie an der absolut fantastischen Figur des Bartimäus liegt.

Dieser "ein wenig" von sich selbst eingenommene Dschinn hat in seiner Karriere nicht nur die Mauern von Uruk, Karnak und Prag errichtet, sondern war gleichzeitig mit den mächtigsten Persönlichkeiten der Antike perdu. Ein Umstand, der ihm jedoch im Laufe der Jahre auch gleich eine ganze Schar von Feinden verschafft hat. Als er sich nun plötzlich in der Dachwohnung eines Londoner Hauses wieder findet und feststellt, dass er von nun an den Befehlen eines kleinen Jungen gehorchen muss, ist sein Stolz arg getroffen. Aber was soll er machen? Da dieser keine Fehler bei der Beschwörung macht, ist Bartimäus ihm ausgeliefert. Und sein erster Auftrag hat es gleich richtig in sich:

Er soll das Amulett von Samarkand, ein sehr mächtiges Zauberartefakt, das den Träger vor magischen Angriffen schützt, aus dem Besitz des Zauberers Simon Lovelace stehlen. Dieser machtbesessene Emporkömmling der Zauberergilde hat sein Anwesen natürlich mit den modernsten magischen Einbruchssicherungen ausgestattet. Und die Tatsache, dass er sich mit den Dschinns Faquarl und Jabor zwei alte Widersacher von Bartimäus als Leibwächter hält, macht das Ganze auch nicht einfacher...

Selten so gelacht, könnte zusammenfassend meinen Eindruck dieses Buches wiedergeben, denn Jonathan Stroud brennt hier teilweise ein Gag-Feuerwerk ab, dass mich aus dem Schmunzeln nicht mehr rauskommen ließ und mit einer ziemlichen Tiefgründigkeit überraschte. Überhaupt weist "Bartimäus - Das Amulett von Samarkand" für ein Jugendbuch sehr erwachsene Züge auf, besonders im Hinblick auf die Beschreibung der politischen Intrigen. Da es zudem in Action-Passagen manchmal sogar richtig knallt, ist dieser "All-Age"-Roman wohl auch eher einem älteren Publikum zu empfehlen. Diese können dann auch umso mehr mit den Fußnoten anfangen, die anfangs für Verwirrung sorgen, im Verlauf der Lektüre aber zum besten Freund des Lesers werden. Zynisch und sarkastisch werden dort die Gedankengänge des Ich-Erzählers Bartimäus dargelegt, der an den Zauberern kaum ein gutes Haar lässt und uns "Gewöhnlichen" nebenbei auch noch aus seinem Blickwinkel die Welt der Magie schildert.

Daneben fand ich den zweiten Erzähler, den unbelehrbaren und störrischen Jungen Nathanael, nicht nur ziemlich blass, sondern auch arg nervtötend. Nicht selten hab ich mich ertappt, wie ich seine Passagen zu überfliegen drohte, nur um endlich wieder in den Genuss von Bartimäus' geistigen Kalauern zu kommen. Der Wechsel zwischen diesen beiden Erzählperspektiven funktioniert jedoch insgesamt ganz gut und schafft einen gelungenen Spannungsaufbau, der in einem durchaus beeindruckenden Finale mündet.

Insgesamt ist "Bartimäus - Das Amulett von Samarkand" eine witzige, spritzige und sehr einfallsreiche Abwechslung im Genre der Jugend-Fantasy, die richtig Lust auf die Fortsetzung macht und allein an seiner in einigen Passagen ausufernden Weitschweifigkeit krankt. Kult bleibt es trotzdem, und deshalb wartet der zweite Band bereits im Regal.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Tetsuo zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«07.01.2009
Hier handelt es sich um eine schöne Geschichte.
Der Djinn und sein Meister sind wirklich gut gezeichnete Charaktere.
Insbesondere Bartimäus hat mir immer wieder Spaß bereitet. Sein Humor und seine, auf eine wirklich lange Lebensdauer basierende, Gelassenheit sind wirklich "cool".

Die Geschichte selbst hat zwar ab und an ein paar Macken, aber die Ideen dahinter und eben die wirklich guten Charaktere haben mir sehr viel Freude bereitet.
Lola zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«07.01.2009
Ich fand das Buch einfach Klasse.
Wie die geschichte aus den beiden verschiedenen Sichten erzählt wurde ( also aus der sicht von Bartimäus und Nathanael ).
Außer dem fand ich Bartimäus Erklärungen und Meinungen auch immer sehr schön und sie haben mir geholfen sich im Buch zurecht zu finden.
Das Buch war von Anfang an spannend und gut erzählt .
Ich würde das Buch :" Bartimäus und das Amulett von Samarkand jeder Zeit wieder lesen und empfele es jeden.Balt will ich die anderen beiden Bänder auch lesen.
Schöne Grüße :)
FateLouis zu »Jonathan Stroud: Das Amulett von Samarkand«24.12.2008
Hier meine Buchkritik, die von gut zwei Jahren in der Badischen Zeitung veröffentlicht wurde:

Zauberer und Dämonen sind langweilig?
Keineswegs! Der Autor Jonathan Stroud erschuf mit der Bartimäus-Reihe drei Fantasyromane, die sich fernab der ausgetretenen "die-Bösen-wollen-die-Weltherrschaft-erringen-Pfade" befinden.
Schon der Klappentext des ersten Bandes verleitet einen zu den Gedanken: Davon muss ich mehr gelesen haben!
Mit den beiden Hauptpersonen, dem Dschinn Bartimäus und em Zauberlehrling Nathanael erfand Stroud ein interessantes Gespann zweier sehr ausgeprägter Persönlichkeiten.
Die Trilogie ist im heutigen London angesiedelt. Nathanael beschwört Bartimäus, da er sich an dem eingebildeten Zauberer Lovelace rächen will. Der Dämon soll das Amulett von Samarkand stehlen, das in Besitz des Zauberers ist. Dabei verstricken sich die beiden immer tiefer in höchst beunruhigende Geschehnisse und Verschwörungen. Sie müssen zusammenarbeiten, wollen sie etwas erreichen. Dabei muss sich Nathanael auf zynischen Humor aus Bartimäus' lockerem Mundwerk gefasst machen.
Parallel dazu läuft ein Nebenhandlungsstrang über den sogenannten "Widerstand", eine Vereinigung von Menschen, die sich gegen alle Zauberer, vor allem die Regierung, auflehnen.
Hitzige und witzige Wortgefechte sind ebenso mit von der Partie wie jeden Menge Spannung. Die beiden folgenden Bände bauen aufeinander auf und halten die Klasse des ersten Teils.
Zu Bartimäus' Missfallen wird er erneut von Nathanael beschworen...
Wieder ist der bewährte, schwarze Humor präsent und das Finale hätte dramatischer kaum sein können.
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