Das Auge des Golem von Jonathan Stroud

Buchvorstellung

Das Auge des Golem von Jonathan Stroud

Originalausgabe erschienen 2004unter dem Titel „The Golem\\\'s Eye“,deutsche Ausgabe erstmals 2005, 608 Seiten.ISBN 3-442-36642-9.Übersetzung ins Deutsche von Gerald Jung.

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In Kürze:

„;Klar habe ich damit gerechnet, dass mich eines Tages wieder irgendein Schwachkopf mit spitzem Hut beschwört, aber doch nicht derselbe wie beim letzten Mal!“; Zwei Jahre und acht Monate ist es her, seit sich die Wege von Bartimäus und Nathanael zuletzt gekreuzt haben. Der ehrgeizige Nathanael hat inzwischen Karriere im Zaubereiministerium gemacht und soll Informationen über den „;Widerstand“; beschaffen: Eine Gruppe nichtmagischer Gewöhnlicher stiehlt immer wieder magische Gegenstände und setzt sie für Anschläge gegen die Zauberer ein. Zur Widerstandsbewegung gehört auch die 15-jährige Kitty, die mit einer seltenen Gabe geboren wurde: außergewöhnlicher Abwehrkraft gegen Magie! Als eines Nachts eine ganze Reihe Luxusgeschäfte für Magier bei einem Anschlag zerstört wird, erhält Nathanael den Auftrag, die Widerständler dingfest zu machen. Er weiß, dass dies seine große Bewährungsprobe sein wird… Und er setzt alles daran, Kitty und ihre Verbündeten aufzuspüren. Als diese entkommen, weiß sich Nathanael keinen anderen Rat mehr. Bartimäus muss wieder her – doch wie nicht anders zu erwarten, ist der nicht gerade beglückt, als er schon wieder in die Dienste dieses grässlichen Ehrgeizlings treten muss.

Ihre Meinung zu »Jonathan Stroud: Das Auge des Golem«

PMelittaM zu »Jonathan Stroud: Das Auge des Golem«13.06.2014
Nathanael hat Karriere gemacht und arbeitet nun im Ministerium für Innere Sicherheit. Seine Hauptaufgabe ist die Zerschlagung einer Widerstandsgruppe, die auch als Hauptverdächtige bei einigen spektakulären Überfällen gilt. Nathanael stößt schnell an seine Grenzen und benötigt einmal wieder die Hilfe des Dschinns Bartimäus.

Der zweite Teil der Bartimäus-Trilogie macht ähnlich viel Spaß wie der erste, es gibt aber auch nachdenklich machende Momente. Jonathan Stroud ist eine glaubwürdige alternative Welt gelungen, in der die Zauberer die Macht haben und, was erst in diesem Band so richtig deutlich wird, die sogenannten „Gewöhnlichen“, also Menschen ohne magische Fähigkeiten, unterdrücken. Doch auch unter diesen gibt es Menschen mit besonderen Talenten, wie z. B. dem Erkennen magischer Wesen oder Dinge. Diese Art der Zweiklassengesellschaft verleiht der Geschichte einige recht bedrückende Momente. Vor allem durch die Figur der Kitty, die durch sehr schlechte Erfahrungen bei der Widerstandsgruppe landet, kann der Leser miterleben, was es für einen „gewöhnlichen“ Menschen bedeutet, in einer solchen Welt zu leben, das Ziehen von Parallelen zu tatsächlichen aktuellen oder historischen Gesellschaften fällt nicht schwer.

Kitty erhält auch die am tiefsten gehende Charakterzeichnung, sie ist neben Nathanael und Bartimäus die dritte Hauptfigur, was sich auch dadurch ausdrückt, dass die Geschichte aus den Perspektiven dieser Drei erzählt wird. Perspektivewechsel werden gezielt zum Spannungsaufbau genutzt, Cliffhanger sind selbstverständlich. Bartimäus‘ Sequenzen sind durch Fußnoten geprägt, die man nicht lesen muss, die aber den Lesespaß erhöhen. Diese Kapitel sind auch wieder am humorvollsten, Bartimäus‘ Sicht der Dinge (er erzählt in Ich-Form) ist einfach einzigartig und teilweise äußerst bissig.

Die Geschichte findet dieses Mal nicht nur in London, Nathanaels Heimatstadt, sondern auch in Prag statt (der Titel des Romans deutet ja schon darauf hin). Prag wird schon im Prolog eingeführt, der ein (fiktives) historisches Ereignis erzählt, bei dem Bartimäus selbstverständlich auch zugegen war. Die Stadt wird sehr düster, aber durchaus treffend dargestellt.

Jonathan Stroud hat ein wirkliches Erzähltalent, die Charaktere und die Welt sind glaubwürdig, die Geschichte spannend, der Humor kommt nicht zu kurz. Ich empfehle seine Bartimäus-Romane uneingeschränkt allen Genrefans; wer das Genre noch nicht kennt, hat hier eine schöne Möglichkeit, es kennenzulernen. Die Trilogie sollte man jedoch in der richtigen Reihenfolge lesen.
Marv zu »Jonathan Stroud: Das Auge des Golem«19.07.2010
Jonathan Strouds kann in seinem 2. Band der ‚Bartimäus‘ - Triologie - Das Auge des Golems - nahtlos an das Niveau des 1. Bandes anknüpfen. Der 2. Teil ist, im Gegensatz zu vielen anderen Triologien, kein schwacher Lückenfüller, sondern, trotz des etwas verspäteten Einsatzes meines gegenwärtigen Lieblingsdschinns, ein humorvolles und spannendes Buch. Die Geschichte ist in Summe düsterer geworden, Nathanael unsympathischer, Bartimäus, seine ironischen Anmerkungen und Kommentaren sind jedoch erhalten geblieben und haben sich bislang auch noch nicht abgenutzt. Mehr Raum wurde Kitty und mit ihrer Geschichte auch den Ursprüngen der Widerstandsbewegung gegeben.
Die voraussichtlich weiterhin sich fortsetzenden Intrigen in der Zauberschaft, die Entschlossenheit von Kitty, die Unruhen bei den ‚Gewöhnlichen‘, die Zweifel von Bartimäus an der bestehenden Ordnung, der weiterhin große Unbekannte hinter den Umstürzen und die Konstanz mit der es Stroud bislang gelungen ist, flüssig, spannend, interessant und witzig zu erzählen machen neugierig und süchtig auf den 3. Teil
Patzi zu »Jonathan Stroud: Das Auge des Golem«09.02.2010
Ich war gespannt, ob Jonathan Stroud es schafft mich auch mit dem zweiten Band der Bartimäus Triologie „Das Auge des Golem“ zu begeistern. Ich kann nur sagen: „Mission erfüllt“. Auch den zweiten Band bewerte ich mit 100 Grad.

Mag man Kitty? Mag Nathanel? Das bleibt jedem Leser selbst überlassen. Eines steht für mich nur außer Frage; Bartimäus muss man lieben.

Jonathan Stroud gelingt es sehr gut, die im ersten Band nur nebensächlich erwähnten Personen in die Handlung mit einzubeziehen. Auch das zum ersten Buch zwei Jahre vergangen sind ist kein Problem, man ist sofort wieder mittendrin. Auch die lieb gewonnen Fußnoten in den Bartimäus Kapiteln sprühen wieder vor Ironie und Witz. Ich werde direkt mit dem letzten Buch weiter machen und brenne auf das Ende.
M-L zu »Jonathan Stroud: Das Auge des Golem«10.08.2009
Bei Reihen, die aus drei Teilen bestehen, ist oft der zweite der schwächste.Hier aber nicht. Er hat mir noch besser als Band 1 gefallen. Bartimäus und seine Fußnoten sind wieder Spitze , Kitty ist sehr sympathisch und Nathanel wieder er Unsympath an sich. Herr Strout schreibt spannend , witzig und ist einfach nur lesenswert.
Stefan83 zu »Jonathan Stroud: Das Auge des Golem«14.07.2009
Für alle diejenigen, welche sich nach Beendigung des ersten Teils gefragt haben, ob Stroud schon sein gesamtes kreatives Pulver verschossen hat, gibt "Bartimäus - Das Auge des Golem" nun die passende Antwort: Keinesfalls.

Während das Gros der Fantasy-Autoren nach Schema F ihre Serien bis ins unendliche laufen lässt, spitzt sich bereits hier im zweiten Band die Geschichte deutlich zu. Neue Figuren tauchen auf der Bildfläche auf und die vormals schon dunkle Stimmung des Plots wird nun noch um einiges düsterer. Für Witz ist aber weiterhin gesorgt, denn Bartimäus, Dschinn der vierzehnten Klasse, ist natürlich wieder mit von der Partie.

Knapp drei Jahre nach den Ereignissen um den Sturz von Lovelace wird dieser nämlich erneut beschworen. Kein Problem, kein Ding. So etwas ist man als Dschinn gewöhnt. Nur ist der Beschwörende erneut derselbe Typ wie beim letzten Mal. Nathanael alias John Mandrake hat für seine Leistungen bei der Rettung des Premierministers einen ordentlichen Karriereschub erhalten. An der Seite seiner Meisterin Jessica Whitwell arbeitet er mittlerweile im Sicherheitsministerium Großbritanniens. Und kann sich dort vor Problemen kaum retten. Nicht nur das die halbe Belegschaft ihm den schnellen Aufstieg missgönnt, auch die Anschläge einer unbekannten Widerstandsbewegung in London machen ihm zu schaffen. Obwohl er alle Hebel in Bewegung setzt, gelingt es dem Jungen nicht die Gruppe zu zerschlagen.

In seiner Not beschwört er einmal mehr Bartimäus, den Dschinn, damit dieser die Widerständler dingfest macht ... und stößt dabei bald auf die Spuren eines mächtigen Gegners aus dem alten Prag (Dessen Mauern nebenbei bemerkt Bartimäus Höchstselbst errichtet hat).

Dunkle Wolken ziehen über London auf und nachdem bereits der erste Band sehr politisch daherkam, ist "Das Auge des Golem" nun endgültig nichts mehr für ganz junge Leser. Zwar werfen wir mit Kitty, einer Anhängerin der Widerstandsgruppe, erstmals einen Blick in das Leben der Gewöhnlichen, doch auch deren Geschichte ist von Leid und Trauer geprägt. Hinzu kommt, dass Nathanael (schon vorher kein Sympathieträger) seine Persönlichkeit der Karriere geopfert hat, und sich mehr und mehr in Machtgier und Intrigen verstrickt. Für manchen Leser eine ungewöhnliche Erfahrung, fehlt doch damit irgendwie die Identifikationsfigur. Gerade das hebt das Buch jedoch vom Einerlei der Konkurrenz ab. Stroud schreibt unheimlich lehrreich, verleiht der Geschichte eine Tiefe, die zwar nicht mehr so leichtfüßig ausgearbeitet wird, dafür aber im weiteren Verlauf unheimlich an Fahrt gewinnt. Ein Ausflug nach Prag liest sich nicht nur sehr stimmungsvoll, sondern führt dazu, dass die so andere und doch irgendwie ähnliche Welt direkt vor unseren Augen entsteht.

Und was Bartimäus angeht: Der zieht mir immer noch das Grinsen ins Gesicht und weiß auf humorigste Art und Weise zu unterhalten. Schade, dass man auf seinen ersten Auftritt nach dem Prolog etwas länger warten muss. Dennoch bleibt er (und so soll es ja auch sein) die treibende Figur, ist er doch im Grunde seines Herzens immer noch ein besserer Kerl, als sein junger eitler und arroganter Herr. Einziges Manko: Ein- bis zweihundert Seiten weniger hätten dem Buch vielleicht gut getan, denn in einige Handlungsstränge (wie der Rückblick auf Kittys Jugend) hat sich Stroud ein bisschen zu sehr verbissen. Das bremst, besonders am Anfang, das Lesetempo und macht den Einstieg etwas schwer. Die darauf folgenden überschlagenden Ereignissen und das fulminante Finale können dafür letztendlich aber entschädigen.

Insgesamt ist "Bartimäus - Das Auge des Golem" eine äußerst gelungene, komplexere Fortsetzung mit viel Tiefgang, die mit einigen düsteren und drastischen Momenten aufwartet, dank dem liebenswerten Dschinn jedoch auch für ziemlich viel Spaß beim Lesen sorgt. Rundum empfehlenswert und äußerst originell. Ich freue mich auf den abschließenden Band.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Kitty zu »Jonathan Stroud: Das Auge des Golem«03.02.2008
Dieser Band ist genauso witzig wie der erste!!! Ich finde Kitty am besten, weil sie sehr mutig und schlagfertig ist!!!! Das Buch ist total spannend und atmosphärisch dicht!!! Auf jeden Fall lesenwert!!!!!!!!! SUPER!!!!!!
Arya1993 zu »Jonathan Stroud: Das Auge des Golem«13.10.2007
Dieses Buch ist einfach genauso genial wie das 1. Wie beim Vorgänger habe ich laut loslachen können denn diesem Buch mangelt es eindeutig NICHT an Humor!^^ Trotz alledem ist es zu gleich ernst, verspielt, verdammt gut geschrieben und die Geschichte an sich ist auch perfekt!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
cotte zu »Jonathan Stroud: Das Auge des Golem«26.05.2007
ich bin mit dem buch jetzt fast durch, und ich muss sagen, dass es mir genauso gut gefällt wie der erste band. er ist genauso witzig, aber man merkt auch deutlich, wie sehr sich nathanael in diesen 2 jahren verändert hat. es ist sehr auch sehr interessant zu sehen, warum kitty überhaupt so gegen die zauberer ist, wie sich das alles entwickelt hat.
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