Der Ring des Salomo von Jonathan Stroud

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „The Ring of Solomon“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 480 Seiten.ISBN 3-570-22304-3.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Endlich hat das Warten für alle Fans der fantastischen Bartimäus-Trilogie ein Ende: Das heiß ersehnte Prequel zu den faszinierenden Abenteuern um den jungen Magier Nathanael und seinen unfreiwilligen Diener Bartimäus ist da! Und Bartimäus, der Dschinn aller Dschinns, darf seine ruhmreiche Vergangenheit präsentieren – die sogar seine späteren Heldentaten mit Nathanael beinahe in den Schatten stellt. Schließlich hat Bartimäus seinerzeit nur den Besten der Besten und Hochwohlgeborenen gedient: Mächtige Magier und wunderschöne Königinnen waren seine Gebieter – und mit dem berühmten König Salomon stand er sogar auf Du und Du …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Ein äußerst erfreuliches Wiedersehen mit Bartimäus“88

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

Die Trilogie hat ein Ende, aber jetzt kommt noch ein neues Buch mit Bartimäus heraus, wie kann das sein? Ganz einfach: Das Gute an einem Dschinn ist ja, dass er sehr lange lebt. Also wird hier einfach ein Abenteuer von Bartimäus ziemlich lange, nämlich rund 2000 Jahre vor seiner Zeit mit Nathanael erzählt. Es spielt in der schillernden Ecke Israel, Saba und Umgebung. Diesmal steht Bartimäus im Dienste eines Zauberers des großen Salomo, der durch einen magischen Ring magische Allmacht hat und wieder ist er mit dieser Herrschaft nicht so wirklich einverstanden und versucht sie zu torpedieren, wo er kann. Prompt gerät er in Schwierigkeiten, denn Asmira, eine Leibwächterin der Königin von Saba, die von Salomo erpresst wird, will sich den Ring krallen und läuft Bartimäus über den Weg und macht sich ihn zum Diener. Eigentlich will er sie ganz empört über diese Schmach sofort fressen, aber irgendwie bringt er das dann doch nicht übers Herz und prompt entwickelt sich eine Freundschaft der besonderen Art zwischen ihnen, auch wenn sich beide dagegen sträuben.

Ein kratzbürstiger Dschinn, den man ins Herz schließt

Misstrauisch, doch neugierig und mit bissigen Kommentaren auf den Lippen fing ich das Buch an, also ein bisschen fühlte ich mich wie Bartimäus. Aber „Der Ring des Salomo“ ist kein blöder Abklatsch oder reine Geldmache, wie ich bösartig vermutet habe, sondern wirklich gelungen. Stroud knüpft da an, wo er mit den anderen Bartimäus-Büchern aufgehört hat und es ist erneut ein Riesenspaß, dem „stillen“, „unnachahmlich bescheidenen“, „besonnenen und langweiligen“ Dschinn zu folgen. „Der Ring des Salomo“ besticht eindeutig durch seinen Helden Bartimäus, der Selbstironie, die schon die Bartimäus-Trilogie so besonders machte, einfach weil sie unterhielt und sich selbst nicht so wichtig nimmt. So soll es ja auch sein. Besonders in den Fußnoten kommt in den (Achtung Wortwitz) Seitenkommentaren Bartis der Humor von Stroud extra konzentriert zum Tragen. Das hat Terry Pratchett-Qualität, mit dem Vorteil, wenn es einem zu viel „lustig“ und „ichsetznocheinendrauf“ ist, kann man hier und da einen Sternchentext einfach links liegen lassen. Aber es ist nicht nur eine One-Dschinn-Show, auch wenn Bartimäus allein zu erleben fast schon reichen würde, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte selbst ist temporeich, witzig, spannend und bunt. So unterschiedliche Charaktere wie Asmira, Faquarl, Salomo und Khaba bereichern das Leseerlebnis ungemein.

Temporeich und absolut originell

Ganz hinten im Buch, das findet der erlauchte Leser wahrscheinlich zu spät, ist für Neueinsteiger eine kurze Erklärung zur Zauberei, zu Geistern und eine kurze Abhandlung über die Hauptkategorien der Geister. So kann man „Der Ring des Salomo“ als abgeschlossenes Buch auch ohne die Trilogie zu kennen absolut empfehlen und alle, die bis jetzt noch nicht Bartimäus verfallen sind, können hier mit bester Laune genau das wagen!

Ihre Meinung zu »Jonathan Stroud: Der Ring des Salomo«

Patzi zu »Jonathan Stroud: Der Ring des Salomo«01.04.2012
Endlich, das Taschenbuch ist raus. Ich war allerdings etwas skeptisch, ob Johathan Stroud mit dem 4. Bartimäus Roman bei mir punkten konnte.

Ja, meine Zweifel wurden sofort beseitigt. Schon nach den ersten Seiten habe ich mich wieder vor Lachen gebogen. Die beliebten Fußnoten und der Zynismus von Bartimäus, traf sofort wieder meinen Geschmack.

Wer Bartimäus noch nicht kennt, kann ruhigen Gewissen mit diesem Roman anfangen. Von mir eine absolute Leseempfehlung und als echter Bartimäus Fan die volle Punktzahl. 100 Grad!!!
manekineko zu »Jonathan Stroud: Der Ring des Salomo«27.02.2011
Als allererstes muss ich sagen, dass ich mir vom vierten Band der Reihe nicht so viel erwartet habe. Eine Vorgeschichte zu einer bereits erschienenen Reihe hat es immer schwer. Noch dazu, wenn die Reihe derart genial und einmal ist, wie Strouds Bartimäus.
Ich bin also rein mit der Vorfreude auf Bartimäus' Sarkasmus in die Geschichte gestürzt und wurde diesbezüglich sofort belohnt. Bartimäus ist im neuen Roman absolut er selbst und das heißt: genial schlagfertig und zum Kugeln witzig. Selbst seinen Hochmut und das selbstbeweihräuchernde Geschwätz ist großartig und Stroud schafft es genau die Kurve zu kriegen, bevor die Art seines Protagonisten ins Nervige abrutscht.

Der Roman ist einerseits aus der Perspektive von Bartimäus erzählt und stellt andererseits die Gedankenwelt der neuen Hauptperson Asmira vor, die sich später als die Retterin und noch Einiges mehr für den Dämon entpuppt. Sie bildet das ausgleichende Element zum großmäuligen Dämon, geht aber trotzdem neben ihm nicht unter. Sympathisch und dazu geeignet, Bartimäus auf Trab zu halten.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Maria-Luise zu »Jonathan Stroud: Der Ring des Salomo«18.10.2010
Ein neuer Bartimäus, und ohne Nathanael, ich war erst skeptisch. aber Jonathan Stroud hat sich wieder eine tolle Geschichte ausgedacht. Bartimäus ist so frech und vorlaut wie eh und je. Seine Randbemerkungen sind wieder köstlich. Er zeigt wie immer und wie erwartet keinerlei Respekt, ob vor der Königin von Saba oder vor König Salomo. Er, der Menschen eigentlich zum "Fressen" findet kümmert sich um Asmira und hilft ihr die Fessel der Vergangenheit abzustreifen. Ich kann das Buch nur empfehlen.
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