K. H. Scheer

Der deutsche Science-Fiction-Autor Karl-Herbert Scheer wurde am 19. Juni 1928 in Harheim (Hessen) geboren. Er ist zusammen mit Walter Ernsting der geistige Vater der Perry-Rhodan-Reihe, die als erfolgreichste deutsche SF-Serie gilt. Scheer leistete gegen Ende des Zweiten Weltkrieges freiwilligen Wehrdienst bei der Kriegsmarine. Er war als Maschinist auf einem U-Boot, musste jedoch nicht mehr in den Einsatz.

Sein Interesse für die Science Fiction weckten die Romane von Jules Verne und Hans Dominik. 1948 konnte er seinen ersten Roman „Stern A funkt Hilfe“ im Yellow-Press-Magazin „Das Grüne Blatt“ veröffentlichen. Er gründete Mitte der 1950er Jahre die Science-Fiction-Interessengemeinschaft „Stellaris“. Scheer war ein Vielschreiber. Zunächst schrieb er ausschließlich für Leihbuchverlage. 1959 wurde er mit dem deutschen Hugo-Award ausgezeichnet.

Mit den ersten achtzehn Bänden der insgesamt fünfzigbändigen ZBV-Serie verfasste er einen Vorläufer zur Perry-Rhodan-Serie, die er 1961 zusammen mit Walter Ernsting gründete. Scheer war bis zu Band 674 für die Handlungsgestaltung verantwortlich und erstellte die Exposés, nach denen die Autoren die einzelnen Romane schrieben. Er erarbeitete außerdem das Konzept für die PR-Schwesternreihe „Atlan“. Scheer schrieb bereits Military-SF, bevor dieser Begriff erfunden war. Wegen seiner Vorliebe für die detaillierte Darstellung militärischer Abläufe erhielt er den Spitznamen „Kanonen-Herbert“ und später auch „Handgranaten-Herbert“.

Scheer schrieb unter dem Pseudonym Alexej Turbojew Science-Fiction-Romane, Kriminal- und Seeabenteuergeschichten. Die Abenteuerserie Klaus Tannert verfasste er unter dem Pseudonym Klaus Tannert. Desweiteren nutzte er auch die Pseudonyme Pierre de Chalon, Roger Kersten und Diego el Santo.

Karl-Herbert Scheer starb am 15. September 1991 in Bad Homburg.

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Phantastisches von K. H. Scheer:

  • Über K. H. Scheer
    • (2001) Karl-Herbert Scheer, Konstrukteur der Zukunft (von Heiko Langhans)