Die Seiten der Welt - Blutbuch von Kai Meyer

Buchvorstellungund Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2016, 528 Seiten.ISBN 3841402267.

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In Kürze:

Das Sanktuarium ist untergegangen, aber schon wird die bibliomantische Welt von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Vernichtung der Welt aufhalten kann und dass sie dafür einen sehr hohen Preis zahlen muss. Doch ist sie dazu bereit?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Fulminante Liebeserklärung an Bücher und Geschichten“95

Fantasy-Rezension von Maria Kusnierz

„Die Geister der Bücher bevölkerten den leeren Saal.“

Nachdem das Sanktuarium im 2. Band untergegangen ist, hat Furia nur kurz Ruhe. Denn die Ideen bilden eine übermächtige Gefahr, indem sie aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auftauchen und anfangen, ein ums andere Refugium zu verschlingen. Natürlich kann nur Furia die Welt retten. Doch dafür muss sie einen hohen Preis zahlen.

Der letzte Teil der fulminanten Trilogie um die Welt der Bücher und die Magie, die ihnen inne wohnt, startet genauso turbulent, wie der letzte Teil aufgehört hat. Kaum hat der Leser die ersten Sätze gelesen, wird er in die Story gesogen und befindet sich in Furias Welt. Furia ist immer noch die Protagonistin und ist immer noch damit beschäftigt, ihre bibliomantischen Fähigkeiten mit Hilfe ihres Seelenbuches auszubauen, wenn sie nicht gerade die Welt der Bücher retten muss. Besonders erfreulich ist, dass Pip, Furias kleiner Bruder, der im ersten Band entführt wurde, eine Rolle spielt. Wenn auch nur eine kleine. Alle anderen Charaktere, die wir schon aus den letzten Büchern kennen und sofern diese noch leben, sind wieder mit von der Partie. Nicht zuletzt die rebellische Cat, die zu Furias bester Freundin geworden ist. Alle Figuren machen weiterhin eine Entwicklung durch, die durch das Geschehen im Buch bedingt ist. Dabei gelingt es Kai Meyer erneut, die Figuren mit Tiefe und Liebe zum Detail darzustellen. Dieses Merkmal zieht sich durch die ganze Trilogie.

Überhaupt kann man Kai Meyer nirgendwo in der Trilogie Lieblosigkeit vorwerfen. Die Sorgfalt und Geschicklichkeit aus dem ersten Band führt Meyer im zweiten und dritten konsequent durch. Dadurch hat er eine Trilogie geschaffen, die so voller Wunder und wunderbarer Dinge ist, dass man sich ihrem Zauber kaum zu entziehen vermag. Geschickt schafft Kai Meyer es, reale Probleme aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen in seine magische Welt der Bücher zu übernehmen und so subtil zu bearbeiten, dass nicht nur junge Leser sich voll und ganz in die Figuren einfühlen können

Gut gelöst hat Meyer das Ende in dem jede Figur ein ihr würdiges Finale erhält. Offene Handlungsstränge und unbeantwortete Fragen werden logisch ins Gesamtgefüge eingearbeitet, beendet und beantwortet.

Eine rasante, fulminante und gelungene Liebeserklärung an Bücher und Geschichten vom ersten Satz im ersten Band bis zum Schlusspunkt im letzten Band. Kai Meyer hat eine wundervolle magische Welt erschaffen, die der eines gewissen Zauberers mit blitzförmiger Narbe auf der Stirn mehr als ebenbürtig ist.

Ihre Meinung zu »Kai Meyer: Die Seiten der Welt - Blutbuch«

Linda Böttcher zu »Kai Meyer: Die Seiten der Welt - Blutbuch«13.06.2016
Die Trilogie "Die Seiten der Welt " ist in sich so fabelhaft konzipiert und durchdacht,dass ich nur voller Anerkennung behaupten möchte,dass Kai Meyer sein bisher bestes Buch geschrieben hat. Mittlerweile und auch nach all den anderen phantastischen Meisterwerken ist es bestimmt nicht leicht,etwas nochmal komplett Neues und Unvorhersehbares zu schreiben,aber mit den Seiten der Welt ist genau dies gelungen. Als LeserIn wird man von Anfang an "an die Hand genommen" und durch einen Strudel aus Zeit und Raum,Fiktion und Wirklichkeit begleitet und am Ende auch wieder herausgeführt. Dabei staunt man immer wieder über die Ideen des Autors,die auf so außergewöhnliche Art und Weise vielschichtig und mehrdeutig sind. Es ist mir beim Lesen durchaus häufiger passiert,dass ich innegehalten habe und die im Buch behandelten Themen (Exlibri/Bücher der Schöpfung/autarke Ideen/ Zeit und Konsequenzen ) automatisch auf die aktuelle Lebenswelt übertragen musste....und dann sehr dankbar war,dass ich nicht Furia Salamandra Faerfax heiße....
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