Im Reich des Vampirs von Karen Marie Moning
Buchvorstellung und Rezension
- Fantasy
- Science-Fiction
- Horror
- Mystery
In Kürze:
Bei der Suche nach dem Mörder ihrer Schwester ist die junge MacKayla Lane in die Fänge einer dunklen, gefährlichen Macht geraten. Aus dem Reich der Vampire und Feen führt jetzt nur ein Weg heraus: Sie muss in den Besitz des uralten Buchs der Schwarzen Magie gelangen. Unterstützung findet Mac in dem geheimnisvollen, attraktiven Buchhändler Barrons, der sich mit Vampiren bestens auskennt. Aber kann sie ihm überhaupt trauen – im Kampf gegen das Böse?
Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Southern-Belle entdeckt ihre Wuzeln“
Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr
MacKyla Lane, sexy Glamour-Girl, Feenobjekt-Detektor und Monsterkillerin bei Nacht, wollte eigentlich ein ganz normales Leben führen. Die umwerfende Blondine mit einem Faible für pinken Nagellack und Stöckelslings hatte sich ihr Leben so schön ausgemalt. Einen netten Mann finden, heiraten, Kinder bekommen, und diese zusammen mit ihrer Schwester in Ashford, Georgia bei Eistee auf der überdachten Veranda großziehen.
Dann wurde ihre Schwester in Dublin – ja, das in Irland, wo es nicht häufig, sondern immer regnet – ermordet. Und seitdem ist nichts mehr, wie es vorher war. Sie musste erkennen, dass sie eine Sidhe-Seherin ist, eine Frau, die die Feen nicht nur sehen, sondern mit ihrer Berührung auch lähmen kann. Auf der Suche nach dem Täter lernt sie den Antiquar und Autosammler Jericho Barrens kennen. Eine seltsame Hass-Liebe verbindet sie mit dem arroganten Schönling, doch ein gemeinsames Ziel schweißt die so Ungleichen zusammen. Auf der Suche nach den Sinsar Dubh, dem Zauberbuch schlechthin, nach dem die Sidhe-Seherinnen ebenso forschen wie die lichten und die unlichten Feen, ein Buch, dessen Besitz die Welt zerstören oder retten kann. Immer tiefer dringt sie ein in die Geschichte der Feen, der Anderswelt, ihrer Bewohner und Gefahren. Dabei verändert sich das unschuldige Mädchen vom Lande immer mehr. Sie entwickelt nicht nur ihre übernatürlichen Kräfte, das Böse in ihr wächst …
Nur das nette, gut gebaute Blondchen von nebenan, oder mehr?
MacKyla ist eine Erzählerin, die es in sich hat. Wie würde man sie wohl charakterisieren? Primitiv, nein das trifft es nicht, oberflächlich, lebenslustig, naiv, flatterhaft aber auch energiegeladen, gut erzogen, ja verantwortungsbewusst. Mit einem Wort, sie ist ein sehr sympathischer Mensch, in dessen Haut der Leser nur zu gerne schlüpft.
Mit ihr zusammen machen wir uns auf, das Böse zu erforschen. Doch was, besser wer alles ist das Böse? Ihre Retter Barrens und der Feenprinz sind doch eher undurchsichtig, suchen die naive Blondine zu manipulieren, und für ihre jeweiligen Zwecke auszunutzen. Zwar fühlt sie sich zu beiden Alpha-Männchen hingezogen, ahnt aber auch ihre Gefährlichkeit, die Abgründe, die hinter deren ansehnlichen Äußeren lauern. Und so bleibt sie, wenn auch mühsam auf Distanz. Wem kann sie in der ihr unbekannten Stadt überhaupt trauen? Keinem. Wo findet sie selbstlose Unterstützung? Nirgends. Und so bleibt ihr letztlich nur übrig, sich auf ihre eigenen Stärken zu besinnen.
Diese Entwicklung, die Enttäuschungen, die Erkenntnisse, dass alle nur etwas von ihr wollen, niemand aber wirklich bereit ist, ihr bei der Suche nach dem Mörder ihrer Schwester beizustehen, ist sehr gut nachvollziehbar herausgearbeitet. Insoweit ist ihre impulsive Handlungsweise sorgfältig begründet, hat der Leser Mitleid mit Kayla, gleichzeitig bewundert er sie ob ihres Mutes, sich den Fährnissen, die auf sie warten, zu stellen. Die Selbstironie, ihre Begeisterungsfähigkeit, aber auch ihre Hingabe an die sich selbst gestellte Aufgabe nötigen uns Respekt ab. Natürlich gibt es auch in diesem Band Geheimnisse, Verwicklungen und Dramatik satt. Einzig die doch recht einseitige Zeichnung der Bösewichter, die wirkliche Tiefe und Hintergrund weiterhin vermissen lässt, trübt ein wenig die Lesefreude. In einem gewollt flappsigen Stil, temporeich mit jeder Menge Verwicklungen und so nicht vorhersehbaren Wendungen und spritzigen Wortduellen der Southern Belle und des knochentrockenen Iren unterhält die Autorin spannend und rasant und macht neugierig darauf, wie es weitergehen wird.
Ihre Meinung zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs«
| ZitronenTropfen zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 29.12.2009 |
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| alaa h. zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 26.12.2009 |
| Angelique zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 18.07.2009 |
| sabrina zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 11.06.2009 |
| Jacqueline zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 14.04.2009 |
| Vampi zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 05.03.2009 |
| Nyree zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 06.02.2009 |
| Maren Frank zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 28.12.2008 |
| Infinity zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 17.12.2008 |
| Baust, Natascha zu »Karen Marie Moning: Im Reich des Vampirs« | 16.11.2008 |
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