Seelennacht von Kelley Armstrong

Buchvorstellungund Rezension

Seelennacht von Kelley Armstrong

Originalausgabe erschienen 2009unter dem Titel „The Awakening“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 416 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Christine Gaspard.

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In Kürze:

„Ich hatte recht. In Lyle House gehen tatsächlich erschreckende Dinge vor sich. Ich bin keineswegs hier, weil ich verhaltensauffällig, sondern weil ich eine Nekromantin bin. Ich kann mit den Geistern von Toten reden. Ich kann Tote auferstehen lassen. Und ich kann noch viel mehr. Meine Kräfte sind unberechenbar. Denn ich bin das Ergebnis eines fehlgeschlagenen genetischen Experiments. Meine Schöpfer, die Edison Group, haben Angst vor mir und vor den anderen Jugendlichen in Lyle House ebenso. Wir sind tickende Zeitbomben. Daher haben sie beschlossen, ihr Experiment endlich zu einem Ende zu bringen. Und uns bleibt nur noch eins: um unser Leben zu rennen.“

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die dunkle Macht in uns“89

Fantasy-Rezension von Nadine Zelmer

Der zweite Roman „Seelennacht“ aus der Jugendbuchtrilogie „Die dunklen Mächte“ ist eine gelungene Fortsetzung der Serie. Anders als andere Jugendfantasy-Bücher zielt die Handlung nicht auf jugendliches Geschmachte á la Twilight ab. Sondern hier steht die 15-jährige Cleo im Mittelpunkt der Geschichte, deren Problem es ist, dass sie plötzlich tote Lebewesen sieht. Doch was zunächst als Hirngespinst abgetan wird, ist in Wahrheit die Fähigkeit der Nekromantie. Bis Cleo dies klar wird, muss sie einiges durchmachen.
Zu Beginn von „Seelennacht“ ist Cleo gerade aus dem Lyle House entkommen und es bleibt keine Zeit die Freiheit zu genießen. Cleo gerät wieder in den Fänge des Pharmakonzerns „Edison Group“. „Was haben die nur vor und was passiert mit mir, Tori und Rea?“ fragt sich Cleo, die zudem erst einmal den Schock überstehen muss, dass ihre Tante nicht das ist, was sie zu sein scheint. Aber sie steckt den Kopf nicht in den Sand und schmiedet, mit Hilfe von Liz und einem noch unbekannten Geist erneut Fluchtpläne. Sie und Tori können entkommen, müssen jetzt aber noch Simon und Derek finden. Einziger Wermutstropfen für Cleo ist, dass Rea im Institut der Edison Group zurückbleibt. Cleos Fähigkeit, Tote zu beschwören, ist teilweise hinderlich für die Flüchtlinge, dennoch sind Simon und Derek sind gefunden. Doch die Wiedersehensfreude hält sich in Grenzen. Wie soll es jetzt, wo die vier wieder vereint sind, weitergehen?

Eine neues Genre der phantastischen Helden

„Seelennacht“ ist die spannende Fortsetzung vom Auftaktband „Schattenstunde“. Kelley Amstrong schafft es, direkt an den ersten Teil anzuknüpfen, ohne dabei abzuschweifen. Die flüssige Erzählweise aus der Ich-Perspektive macht das Buch auch für das jugendliche Publikum zu einem angenehmen Lesevergnügen. Generell sind die Romane aus der Serie „Women of the Otherworld“ von Kelley Armstrong einzeln lesbar, doch hier ist das Lesen des ersten Teils schon notwendig, um die Zusammenhänge nachvollziehen zu können. Kelley Armstrong-Fans wird auffallen, dass es hier und da einige Verknüpfungen zu den anderen Romanen gibt (insbesondere zum Werwolf Rudel). Im Gegensatz zu den anderen Romanen von ihr, sind die Kampfszenen nicht so brutal beschrieben.

Eine Protagonistin mit der Fähigkeit der Nekromatie zu wählen, ist mal etwas anderes und macht die Handlung spannend. Die Charaktere werden in diesem zweiten Teil näher beschrieben, so dass sie einem als Persönlichkeiten ans Herz wachsen und man für ihre speziellen Eigenarten Sympathie entwickelt. Nicht nur Cleo und ihre Gabe werden detaillierter dargestellt, sondern auch Toris, Simons und vor allem Dereks Fähigkeiten rücken im zweiten Teil in den Vordergrund der Handlung. Die Verknüpfung der einzelnen Personen und ihre Gefühle füreinander sind nachvollziehbar. Die Flucht und die auf der Strecke bleibenden hygienischen Bedingungen werden realistisch dargestellt und liebevoll umschrieben, indem viele kleine Details von der Autorin berücksichtigt werden, die die Handlung und Schauplätze lebendig wirken lassen. Einige Fragen aus dem ersten Teil werden geklärt, andere kommen im zweiten Band hinzu, deren Antworten im dritten hoffentlich folgen werden.

Eine gute Idee, dass sich Kelley Armstrong mal an einer Jugendbuch-Reihe versucht hat, die Umsetzung ist ihr sehr gut gelungen. „Seelennacht“ ist ein modern geschriebenes Buch, mit Einblicken in die jugendliche Stimmungslage der übernatürlichen Geschöpfe, eine lesenswerte Fortsetzung, die das Finale mit Vorfreude erwarten lässt.

(Nadine Zelmer, Oktober 2011)

Ihre Meinung zu »Kelley Armstrong: Seelennacht«

frigolina zu »Kelley Armstrong: Seelennacht«13.01.2014
"Chloe" heißt die Protaganistin der Trilogie und nicht "Cleo". Hat da Jemand eine Affinität zu Kleopatra? oder eventuell das Buch gar nicht gelesen, die Freundin schreibt sich übrigens "Tory".
Das nur so nebenbei zur Rezension.
Das Buch ist eine positive Überaschung auf dem ansonsten doch sehr flachen, kitschigen Jugendbuchmarkt im Genre Grusel. Die Handlung ist spannend und nachvollziehbar und der Schreibstil nicht zu schwülstig und gut zu lesen.
Nadl zu »Kelley Armstrong: Seelennacht«20.12.2010
Kelley Armstrongs Fortsetzung von Schattenstunde ist sehr gelungen. Das Buch ist spannend geschrieben und man fiebert mit Chloe und ihren Freunden mit. Wer die Bücher von Kelley Armstrong kennt, dem fällt auf, das die Geschichte um Derek vielleicht in Verbindung zu ihren magischen Thrillern um das Rudel von Elena Michaels stehen könnte. Ich bin gespannt wie die Fortsetzung weitergeht und kann das Buch nur empfehlen.
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