Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern von Kendare Blake

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2016unter dem Titel „Three Dark Crowns“,deutsche Ausgabe erstmals 2017, 448 Seiten.ISBN 3-7645-3144-4.Übersetzung ins Deutsche von Charlotte Lungstrass-Kapfer.

»Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

Das meint Phantastik-Couch.de: Märchen für das 21 Jahrhundert87

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Kennen sie Märchen? Nun, ich meine jetzt beileibe nicht die weichgespülten Erzeugnisse aus den Studios von Disney und Co, ich beziehe mich auf die historischen Geschichten à la Brüder Grimm. Das waren Erzählungen, die Jung wie Alt den Schlaf rauben konnten, die reihenweise für Albträume gesorgt haben.

Kendare Blake erzählt eine neue, nicht minder verstörende Geschichte, ein modernes Fantasy-Märchen, weit ab von der so bekannten und beliebten Heldenqueste.

Einst waren sie Schwestern, Drillinge die dereinst den Thron des Inselkönigreichs Fennbirn besteigen werden. Allerdings nicht alle drei, versteht sich, es kann nur eine Königin geben.

Wie seit alters her werden auch die Nachkommen der Königin mit magischen Gaben geboren. Die Überlieferung erzählt jeweils von großen Königinnen, die ihre Macht dazu nutzen, das Reich zu sichern und zu erhalten.

Unsere drei Prinzessinnen wurden schon als Kind den Clans zur Ausbildung anvertraut. An ihrem sechzehnten Geburtstag wird entscheiden, wer auf dem Schwarzen Thron platzt nimmt – diejenige, die ihre Schwestern erfolgreich umbringt nämlich!

Katharine wird vom Clan der Giftmischer, die die letzten Königinnen in Folge gestellt hatten auf die Prüfung vorbereitet. Dass ihre Gabe noch nicht erwacht ist, dass sie schwach und empfindlich auf die ihr verabreichten Gifte reagiert, lässt Schlimmes für den Clan erahnen. Doch man kann dem Glück ja ein wenig nachhelfen, so man denn skrupellos und niederträchtig genug ist – schließlich gilt es den Machtanspruch zu sichern …

Arsinoe hat sich noch an keinen tierischen Partner gebunden. Wird sie überhaupt die Gabe entwickeln, mit einem Familiar zu verschmelzen? Zum Glück hat sie treue Freunde, die ihr beistehen.

Eigentlich scheint das Rennen bereits gelaufen. Bei Mirabella von den Elementarwandlern ist ihre Gabe voll erblüht, selten war eine Prinzessin der Elementarwandler derartig kräftig und versiert – auch wenn ihre Abneigung, ihre Schwestern zu töten immer deutlicher zu Tage tritt, ahnt sie, dass sie am Abend der Zeremonie die besten Chancen auf einen Sieg hat.

Doch dann kommt alles ganz anders …

Ungewöhnlicher Ansatz, interessante Figuren und ein Wettstreit der besonderen Art

Titel, von denen sich der Verlag besonders viel verspricht erschienen statt bei Blanvalet im Schwester-Imprint Penhaligon.

Von Kendare Blakes Schwarze Thron Saga ist man beim Verlag mehr als überzeugt. Nicht nur die äußere Gestaltung des Buches mit reichhaltiger Prägung und Spotlackierung, auch die begleitenden Werbemaßnahmen legen hier beredt Zeugnis ab.

Und wirklich erwartet den Leser ein ungewöhnlicher Ansatz. In den drei, die jeweilige Schwester beleuchtenden Handlungsebenen werden diese, ihre Welt, die Clans und besonderen Begabungen vorgestellt. Das hat viel mit politischen Ränkespielen, mit Intrigen und Machtkalkül zu tun, erinnert gerade in der alltäglich wirkenden Brutalität ein wenig an George R. R. Martin, geht inhaltlich aber ganz andere, eigene Wege.

Zunächst ist der Leser ob der ständigen Wechsel der Perspektiven etwas verwirrt, findet sich dann aber auf den unterschiedlichen Bühnen schnell zurecht. Im Verlauf des Buches werden die ungewöhnlichen Gaben näher beleuchtet, wird das Bild des politischen Zwists um Macht, Einfluss und Reichtum immer deutlicher. Der Plot entwickelt, so man sich auf das Ränkespiel einlässt, Sogcharakter, zumal die Autorin immer noch eine unerwartete Wendung für uns bereithält.

Ihre Meinung zu »Kendare Blake: Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern«

Ihr Kommentar zu Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.