Das Orakel der Fremden von L. Sprague de Camp

Buchvorstellung

Das Orakel der Fremden von L. Sprague de Camp

Originalausgabe erschienen 1951unter dem Titel „Rogue Queen“,deutsche Ausgabe erstmals 1978, 220 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Friedl und Yoma Cap.

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In Kürze:

Auf der Suche nach einem verschollenen Raumschiff landet eine Wissenschaftlergruppe auf einem erdähnlichen Planeten, auf dem sich humanoide Rassen entwickelt haben, die in kleinen, bienenstaatähnlichen Gemeinschaften leben. Eine Königin herrscht über ihre Untertanen, hauptsächlich ungeschlechtliche Arbeiterinnen und Kriegerinnen. Die männlichen Nachkommen werden meist schon im zarten Säuglingsalter massakriert; nur ein paar Drohnenmännchen werden aufgezogen, damit sie die Königin befruchten. Die irdischen Wissenschaftler machen sich in einheimischer Begleitung auf, um das geheimnisvolle Orakel zu besuchen, weil sie vermuten, dort vielleicht Spuren der verschollenen Expedition zu entdecken. Und sie entdecken noch etwas anderes: In Not geraten und von Mordbrennern verfolgt, die es auf die modernen Waffen der Terraner abgesehen haben, ist es einer der einheimischen Arbeiterinnen nicht möglich, ihre strengen Diätvorschriften einzuhalten. Sie ist gezwungen, von der Fleischnahrung der Drohnen zu kosten. Und da geschieht plötzlich etwas, das die soziale Ordnung ihrer primitiven Gesellschaft zerbrechen lässt.

Ihre Meinung zu »L. Sprague de Camp: Das Orakel der Fremden«

Beverly zu »L. Sprague de Camp: Das Orakel der Fremden«29.06.2012
Eine Geschichte mit Höhen und Tiefen ... die Idee, dass in den von einer einzigen Königin beherrschten Gemeinwesen die meisten ihrer Angehörigen dazu gezwungen werden, als Neutren zu leben, hat etwas für sich. Interessant ist auch die Idee, dass es neben Gemeinwesen mit Königin und Männern ("Drohnen"), in denen die Frauen als "Arbeiterinnen" im Neutren-Status gehalten werden auch Systeme gibt, in denen die Männer zu Neutren degradiert werden. Das Kollektiv braucht Drohnen und ob sie zu Männern, Frauen, Transen oder sonstwas werden wollten, zählt nicht.
Richtig ist es auch, ein System, das auf körperlicher und seelischer Verstümmelung der meisten seiner Angehörigen basiert, zu stürzen. Bis hier ist "Das Orakel der Fremden" ein witzig erzählter Roman mit einem interessanten Hintergrund.

Leider wird de Camp beim Schluss zum Opfer seiner Sozialisation. Aus den männlichen Drohnen und geschlechtslosen Arbeiterinnen werden Männer und Frauen, wie es sie dem festgefahrenen Weltbild des Autors entsprachen. Die geschlechtslose Arbeiterin wusste noch, wo es langgeht, um sich ihre Drohne zu angeln und die blöde Chefin, die alle Kerle für sich allein will, vom Thron zu schubsen. Als Frau hat sie gelernt, die Klappe zu halten und ihrem Göttergatten auch dann Recht zu geben, wenn sie anderer Meinung ist.
Wenn die Bewohner des Planeten Lalande derartige Geschlechterverhältnisse zur Norm machen, geraten sie nur vom Regen in die Traufe und etablieren ein System, über das Frank Herbert in "Hellströms Brut" sinngemäß schrieb: Die meisten Menschen werden wirksam geschlechtslos gemacht, ohne dass sie es merken.
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