Monster sehen und sterben von Larry Correia

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2012unter dem Titel „Monster Hunter International: Legion“,deutsche Ausgabe erstmals 2016, 512 Seiten.ISBN 3-404-20853-6.Übersetzung ins Deutsche von Michael Krug.

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In Kürze:

In Las Vegas findet ein Symposium der besonderen Art statt: Monsterjäger aus der ganzen Welt sind eingeladen. Doch schon bald erreicht sie eine erschreckende Nachricht. An einem Truckstop in Nevada wurde ein blutrünstiges Massaker verübt — von einer nicht klassifizierten Kreatur. Da meldet sich der Sprecher einer Geheimorganisation und macht ein lukratives Angebot: 10 Millionen Dollar soll die Truppe erhalten, die das Monster zur Strecke bringt. Der Wettlauf beginnt.

Owen Pitt und sein Team greifen zu den Waffen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Expendables treffen auf Monster“66

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Die Anzahl der übernatürlichen Vorfälle auf der Welt steigt – unaufhaltsam. So ist es nur folgerichtig, dass sich diejenigen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Menschheit vor dem Bösen, den Monstern, Vampire und Alten zu schützen sammeln, ihr Wissen austauschen und Verbindungen knüpfen. In einem neu errichteten Luxuscasino und Hotel in Las Vegas findet das erste Syposium der Monsterjäger statt. Dass auch die öffentlichen Stellen von dem Treffen wissen erfahren die Teilnehmer, als ihnen der wahre Leiter des Amts für Monsterkontrolle einen unwiderstehlichen Vorschlag unterbreitet. In Nevada wurde ein Monster gesichtet – wer immer es erlegt, bekommt 10 Millionen Dollar cash.

Ein Wettlauf beginnt, nicht ahnend, dass dies nur der Auftakt zu etwas ist, das die altnordischen Völker so treffend unter dem Begriff Ragnarök zusammengefasst haben – die Grenze zur Welt des Übersinnlichen klafft offen, ein aus der Zeit des zweiten Weltkriegs sorgfältig verbuddeltes Ungeheuer regt sich in seinem Schlaf und Owen Pitt sieht das Zeichen, das den Weltuntergang und den Tod seines Dads gleichermaßen bedeutet.

Spätestens, als die internationalen Monsterhunter in ihrem Casino eingeschlossen, und vom Nachtmahr mit den schlimmsten Kreaturen ihrer Albträume konfrontiert werden ist ist klar, dass sie auf verlorenem Posten kämpfen – zumal sie als einmal mehr Kanonenfutter dienen sollen. Ein Plan, den unsere wackeren Monsterjäger nicht gutheißen können – und der sie angefressen, so richtig mächtig sauer macht …

Peng, peng, bum bum – Trash aber Trash der unterhaltsamen Art

Nachdem im letzten, dem dritten Roman der Reihe, der Anführer der Monster Hunter International (MHI) im Zentrum stand, darf vorliegend wieder unser gewaltbereite Buchhalter Owen im Fahrersitz Platz nehmen. Inhaltlich bleibt Correia sich treu – warum auch nicht, hat er doch mit den gewaltbetonten Urban Fantasy seinen Nische gesucht und gefunden.

Lassen sie es mich deutlich formulieren. Correia ist, unabhängig davon, was man von ihm, seinen politischen Ansichten und seiner Sad Puppies Kampagne um den Hugo Award denken mag, kein wirklich guter Autor. Da hilft auch die erneut sehr gute Übersetzung von Michael Krug wenig. Seine Plots strotzen vor Stereotypen, seine Figuren sind eindimensional, seine Handlung mehr als reaktionär und in sich unlogisch. Und doch, und dies ist dann das große ABER, die Romane lesen sich, sofern das Hirn weitgehend ausgeschaltet bleibt, frisch und locker auf einen Rutsch runter.

Hier die Guten, angeführt von unseren MHI Agenten, die Donald Trump sofort als nationale Sicherheitsberater engagieren würde, dort die Bösen – Monster, Regierungsagenten und sonstige Demokraten. Das ist von seiner Anlage her eindeutig schwarz-weiß, erfüllt aber seinen Zweck, den Leser mit Identifikationsfiguren zu versorgen. Man könnte die Handlung bestens mit „The Expendables bekämpfen Monster" titulieren und treffend zusammenfassen. Soll heißen, mit allem, was die moderne Waffentechnologie hergibt auf die Monster halten und dann Abzug durch, bis das Magazin leer ist.

Das ist so überkandidelt, so wahnwitzig und verrückt, dass es schon wieder interessant wirkt. Wie werden unser Helden, allen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz, dieses Mal wohl ihren Kopf aus der Schlinge ziehen, das ist die Frage?

Trash, aber Trash mit Suchtcharakter, so könnte man als Fazit schließen – und auf die Fortsetzung warten.

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