Ringwelt-Thron von Larry Niven

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Ringwelt-Thron von Larry Niven

Originalausgabe erschienen 1987unter dem Titel „The Ringworld-Throne“,deutsche Ausgabe erstmals 1998, 506 Seiten.ISBN 3-404-24236-X.Übersetzung ins Deutsche von Axel Merz.

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In Kürze:

Die Ringwelt ist gerettet, doch Millionen intelligenter Wesen bezahlten dafür mit dem Leben. Eine gewaltige Last auf dem Gewissen eines einzelnen Mannes. Rätselhafte Ereignisse zwingen Louis Wu jedoch, aus seiner Lethargie zu erwachen und noch einmal aktiv zu werden: Eine unbekannte Macht zerstört eintreffende Raumschiffe; Vampire vermehren sich explosionsartig und bedrohen alle anderen Lebensformen; die Protektoren, jene unvorstellbar intelligenten und starken Erbauer der Ringwelt, beginnen Kämpfe untereinander, die sich bald auf andere Spezies ausdehnen. Wenn die Ringwelt überleben soll, benötigt sie einen eigenen Protektor. Doch wer soll den Thron der Ringwelt besteigen?

Ihre Meinung zu »Larry Niven: Ringwelt-Thron«

Michael Zöllner zu »Larry Niven: Ringwelt-Thron«21.09.2014
Niven arbeitet sich langsam an die Frage der Macht
auf der Ringwelt heran. Der Roman verbreitert seine Handlungsort und nimmt sich so ziemlich aller Konflikte an welche auf der Ringwelt zwischen seinen Helden deren Herkunftswelten und den in unseren Genen verborgenen Protektoren geben könnte.
Das fordert erst mal viel Aufmerksamkeit und die Akzeptanz für eine Vielzahl von Gattungen die folge von 2,5 Millionen Jahren Evolution der auf der Ringwelt sind. Einer Welt deren Kultur von der Abwesenheit fast aller biologischen Risiken geprägt ist.
Das Gedankenexperiment Ringwelt ist teilweise schwer zu ertragen wenn klar wird, dass ihre Entwicklungsgeschichte fast alle Rollen, die in der irdischen Natur von Tieren besetzt werden, hier von den Nachfahren der Protektoren besetzt sind. Also von Menschen die mit uns verwandt sind.

Das führt uns Leser an eine Grenze, an die fantastische Geschichten uns häufig führen.
Verstärkt wird diese Befremdung durch eine Kultur in der Sexualität teil der gattungsübergreifenden Umgangsformen ist.
Aber hier kommt wieder Nivens Sinn für die Normalität im fantastischen zum tragen. Die Wesen in dieser Welt müssen mit den Regeln leben und haben in ihrem Rahmen ihre Konflikte zu klären.
Sie haben sich ein Gefühl für Normalität geschaffen und wehren sich gegen das was ihnen als anormale Situation erscheint. Das hat etwas Alptraumhaftes wie ich es bei Niven kaum erwartet hätte. Aber er bleibt in der Logik seiner Welt.
Dieser Einblick zeigt auf merkwürdige weise eine große Sympathie für die Bewohner der Ringwelt.

Es erklärt auch wieso eine Landnahme durch die Intergalaktischen Zivilisationen keine Lösung für diese Kultur bedeuteten würden. Wie soll nun die Macht über die Ringwelt ausgeübt werden? Wer könnte die Machtmittel Kontrollieren.

Larry Niven bietet verschiedene Herangehensweisen an. Diese entwickelt er logisch aus dem Personal das der Ringweltkosmos aufweist. Am Ende steht eine Situation die tatsächlich die internen Machtverhältnisse klärt ohne das die Positionen übermäßig ausgespielt wären.
Die Geschichte der Ringwelt ist also nicht zu einem Ende gekommen. Wir haben eine Situation in der geklärt ist wer den Größten Einfluss hat und warum.
Lohn sich das zu lesen. Ja denn alle Personen entwickeln sich weiter alle Situationen und auch die Geschichte der Ringwelt geht weitern. Es das Buch ist eine Fortsetzung und bringt das was eine Fortsetzung bringen kann.
Es ist kein Buch zum einsteigen und es ist kein buch für einen Leser der mit der Ringwelt abschließen möchte.
Beverly zu »Larry Niven: Ringwelt-Thron«02.03.2012
Mit "Ringwelt-Thron" ist Larry Niven nach zwei sehr guten Romanen - "Ringwelt" und die fast noch besseren "Ringwelt-Ingenieure" - eine Idee auch dann auszuschlachten, wenn er ihr absolut nichts Neues mehr hinzuzufügen hat. Ich kann mich daran entsinnen, dass des öfteren das Wort "fluff" (oder so) vorkam. Was immer da an Handlung vorkam, konnte ich nicht nachvollziehen und irgendwann habe ich das Buch beiseite gelegt.
Michael Haul zu »Larry Niven: Ringwelt-Thron«17.02.2010
Dieses Buch ist ein einziges Ärgernis, eine einzige herbe Enttäuschung. Ich habe wirklich viele Larry-Niven-Romane gelesen, aber dieser hier ist mit Abstand der schlechteste – um nicht zu sagen einer der schlechtesten SF-Romane überhaupt, die ich je gelesen habe. Das tut um so mehr weh, als es hier um den Abschluss der Ringwelt-Saga geht, die in den ersten beiden Bänden noch so überzeugend zu unterhalten vermochte. Der erste Band war ein Meisterwerk und sprühte nur so vor Witz und guten Ideen. Der zweite Band war eine respektable, spannende Fortsetzung. Mit diesem dritten Band fährt Niven die großartigste Idee, die er je hatte, mit fliegenden Fahnen gegen die Wand.

Der Roman hat nicht eine einzige gute Idee vorzuweisen. Larry Niven erzählt völlig wirr und unstrukturiert. Man weiß wirklich bis zur letzten Seite nicht, was der Autor eigentlich erzählen will und wie die zahlreichen Figuren und Handlungsfäden miteinander verknüpft sind. Nie wird klar, was die Figuren motiviert, welche Ziele verfolgt werden, worum es überhaupt geht! Miserabler kann man keinen Roman schreiben. Die gesamte erste Hälfte des Buches langweilt mit einem Kampf verschiedener verbündeter Spezies gegen die Überhand nehmenden Vampire. Warum das den Leser interessieren soll und was das mit dem Hintersten und Louis Wu zu tun hat? Das weiß vermutlich auch Larry Niven nicht.

Überdies ist es einfach nur ekelhaft, immer und immer wieder über die widerwärtigen Essgewohnheiten der nekrophagen Ringweltbewohner zu lesen. Welch perverse Phantasie bricht sich hier Bahn? Auch dem Thema Rishathra, dem Sex zwischen verschiedenen Hominidenspezies, widmet Niven überdurchschnittlich viel Raum – Altherrenphantasien? Sexy jedenfalls ist’s nicht, stattdessen redundant und furchtbar ermüdend. Ein weiterer Kritikpunkt: Praktisch alle Figuren der verschiedenen Hominidenspezies sind höchst unsymphatisch gezeichnet. Wie soll sich auch Symphatie einstellen, wenn die Figuren stets nur blutiges, rohes Fleisch essen und sich ansonsten nur übers Kopulieren unterhalten?

Im zweiten Teil, der sich dann endlich auf Louis Wu, den Hintersten und die Protektoren konzentriert, hofft man, dass es nun losgehen möge mit einer spannenden, rund erzählten Geschichte. Aber auch hier: Fehlanzeige. Nichts ist schlüssig, alles bleibt wirr und unzusammenhängend. Selbst die zahlreichen Beschreibungen von Szenerien, Geräten, Geschehnissen sind missraten und vermitteln keine konkreten Vorstellungen von dem, was da gerade beschrieben wird. Das lahme Ende ist dann nur noch eine Erlösung.

Fassungslos legt man das Buch aus der Hand. Was war bloß mit Larry Niven los? In diesem Buch hat der langjährig erfahrene Autor wirklich alle Grundregeln des schriftstellerischen Handwerks mit Füßen getreten, zum Leidwesen all der Ringwelt-Fans, die sich durch dieses Machwerk gequält haben. Wäre es nicht die Ringwelt gewesen, hätte ich diese schriftstellerische Frechheit bereits nach den ersten Kapiteln in die Mülltonne gepfeffert. Sehr schade um die vertane Chance, die Ringwelt-Saga mit einem würdigen Ende zu versehen.
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