Göttin der Dunkelheit von Laurell K. Hamilton

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2000unter dem Titel „Obsidian Butterfly“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 720 Seiten.ISBN 3-404-16410-5.Übersetzung ins Deutsche von Angela Koonen.

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In Kürze:

12 Tote in Santa Fé – alle aufs Grausamste ermordet. Die Ermittlerin: Anita Blake, ihres Zeichens hartgesottene Vampirjägerin. Selbst sie ist geschockt von der Grausamkeit der Morde. Und schon bald wird Anita klar, dass die Morde nur der Auftakt des Grauens waren …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Neues von der Henkerin der Vampire“70

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Hallo, ich bin Anita Blake – die Geliebte eines Vampirs, die Gefährtin eines Werwolfs und die Königin der Zombies. Mein Job ist es, die Toten zu erwecken und als Vampirhenker zu fungieren. Sie nennen mich den Scharfrichter – Lob und Ehre auf mein bescheidenes Haupt. So nebenbei helfe ich der Polizei meiner Heimatstadt St. Louis bei der Aufklärung übernatürlicher Verbrechen.

Dabei kommt man dann mit allerhand seltsame Gestalten in Kontakt. Der mit großem Abstand seltsamste Typ aber, den ich jemals kennengelernt habe, ist unzweifelhaft Edward. Ein total durchgeknallter Mörder, ein Killer, ein Monster gar und dabei der beste in seiner Zunft. Weil ich einmal einen seinen Helfer umgelegt habe – ja, bevor sie empört die Stirn runzeln, der Typ hatte es verdient – hat Edward etwas gut bei mir. Als in Santa Fé, der gegenwärtigen Heimat von Edward, ein Serienkiller sein Unwesen treibt und das FBI im Dunkeln tappt, fordert Ed meine Hilfe ein.

Auf der einen Seite ist mir dies gar nicht so unrecht, will ich doch zu den beiden Männern in meinem Leben ein wenig Abstand gewinnen, gleichzeitig aber muss ich mich der Tatsache stellen, dass ich Edward in den letzten Jahren immer ähnlicher geworden bin. Auch ich bin innerlich zum Monster mutiert, der Wahrheit muss ich mich stellen, so sehr es auch schmerzt. Vielleicht hat Edward – oder Ted, wie er sich hier nennt – ja Recht und wir sind wirklich seelenverwandt, die zwei Seiten einer Münze. Wer weiß? Dann beschäftige ich mich doch lieber mit den Morden – und den bei lebendigem Leib gehäuteten Opfern …

Das Mädchen und das Monster – oder das Monster und der Killer, oder Monster und Monster – das ist hier die Frage

Angesichts immer umfangreicherer Manuskripte hat sich auch Bastei-Lübbe dem Trend, Bücher für die Übersetzung in zwei Teile zu splitten, angeschlossen. So erwartet uns dieses Mal kein in sich abgeschlossnes Werk, sondern nur der erste Teil des Originalromans, in dem sich die Autorin mit einer der faszinierendsten Persönlichkeiten der Serie beschäftigt. Edward, der Monsterkiller, der Auftragsmörder, der sich nicht etwa aufgrund einer Gewissensentscheidung immer die Bösen, die Bestien in Menschen- oder auch anderer Gestalt als Opfer aussucht, sondern weil er das Spiel mit der Gefahr, das Messen mit einem gleichwertigen Gegner schätzt. Ausgerechnet dieser eiskalte Mann ohne jegliches Mitgefühl oder Gewissen präsentiert sich in seiner Tarnexistenz als liebevoller angehender Familienvater. Aus diesem Konflikt zieht die Autorin natürlich ein gehöriges Maß an Spannung und Faszination. Daneben stellt sie die Selbsterkenntnis ihrer Ich-Erzählerin weiter ins Zentrum des Plots. Hat Anita Blake in den letzten Jahren wirklich ihre Menschlichkeit abgelegt, hat sie ihr Gewissen und ihre Moral durch die Begegnungen mit all dem Übernatürlichem, das ihr widerfahren ist, hinter sich gelassen? Fragen, auf die erst der im Juni folgende zweite Teil – hoffentlich – Antworten für den Leser bereit hält.

Bis dahin präsentiert sich das Buch mit dem gewohnt erfolgreichen Mix aus der Darstellung hemmungsloser Gewalt, dem Spiel mit verbotenen sexuellen Praktiken und einigen wenigen, dafür um so interessanteren Gestalten. Hier sind neben Anita und Edward insbesondere die aztekische Vampirin Itzpapalotl, die sich selbst als Göttin verehren lässt, zu nennen. Sie, die die Eroberung ihrer Heimat durch die spanischen Conquistadores miterleben musste, hat sich und ihrem Vampirhof in New Mexico eine neue Heimat gegeben.

Spannende, actionreiche und kurzweilige Unterhaltung ist auf jeden Fall auch in diesem Band wieder garantiert, wobei die Autorin ihre Grenzen, was die Darstellung sexueller S/M-Praktiken anbelangt, deutlich austestet.

Ihre Meinung zu »Laurell K. Hamilton: Göttin der Dunkelheit«

ah zu »Laurell K. Hamilton: Göttin der Dunkelheit«11.10.2010
Leider kann ich mich der Meinung meiner Vorredner nicht anschließen. Für mich ist Göttin der Dunkelheit einer der schlechtesten Bücher aus der Anita Blake Reihe.

Liebgewonnen Darsteller wie Jean Claude und Richard fehlen komplett. Grade als es richtig spannend wurde rund um die Menage trois gönnt sich Anita Blanke eine Auszeit von den zweien.

Es sei Ihr gegönnt aber leider fühlen die Abendeuer mit Edward alias Ted und seinen leicht gestörten Begleiter nicht die Lücke die Jean Claude und Richard hinterlassen. Wo man bisher Anita Blake von einem Abenteuer ins nächste Folge ist man in Göttin der Dunkelheit Seite um Seite Zeuge langweiliger Dialoge rund um das Thema wer ist der abgebrüteste und psychopatischste am Platz. Um dem ganzen noch eins drauf zu setzten handelt es sich bei Göttin der Dunkelheit auch noch um ein Zweiteiler so das man davon ausgehen kann das man im zweiten Teil Herrscher der Finsternis auch nicht mehr zu erwarten hat.

Schade, aber das ist leider meistens der Fall das Autoren wenn sie erst mal Erflog mit Ihren Büchern haben nur schreiben um wieder ein Buch auf dem Markt zu schmeißen.
deta zu »Laurell K. Hamilton: Göttin der Dunkelheit«13.04.2010
Auch dieses Mal hat mich die Autorin nicht enttäuscht!
Der Band zeigt interessante Seiten von Anita, ausnahmsweise sich von Herzproblemen andere Menschen ablenken lässt. Ich habe mir schon länger gewünscht, dass der geheimnisvolle und gefährliche Ted….äh, sorry, Edward einen etwas längeren Auftritt hinlegt. Und da ist er!
Das Buch ist in meinen Augen ein MUSS für alle Anita Blacke`s Fans, und die die schon die Heldin aufgegeben haben.
Der einzige Minus dieses Bandes, es handelt sich diesmal nur um eine "halbe Geschichte". Band 2 mit den zweiten Teil und der Auflösung der Geschichte sollte laut Verlag in 2 Monaten in den Buchhandlungen zu finden sei. Es bleibt nur zu hoffen, dass es wirklich nur zwei Monate dauert, bis man weiter lesen kann!
Hector zu »Laurell K. Hamilton: Göttin der Dunkelheit«27.03.2010
Endlich mal wieder absolut frischer Wind in den Handlungen um Anita Blake.
Anita hat eine Auszeit von Richard und Jean Claude genommen. Den beiden Männern in Ihrem Leben. Beide liebt sie auf jeweils
ihre eigene Art. Für Sie kommt eine Menage trois jedoch nicht in Frage.
Um einer Entscheidung aus dem Weg
zu gehen, kommt sie der Bitte von Edward nach,
Ihm bei Ermittlungen in Santa Fe bei grausamen Todesfällen behilflich zu sein. Da Edward, wie Anita sich ausdrückt, der
wandelnde Tod ohne Gewissen ist, erscheint es Ihr um so surrealer, als er Anita vom Flughafen
mit liebevoller Freundin im Schlepptau abholt. Nicht nur das,
diese hat als Witwe auch noch zwei Kinder in
die Beziehung gebracht, um welche Edward sich sichtlich bemüht. Anita ist stinksauer, denn genauso wie sie weiß, das Kinder für Sie in Ihrem Beruf und mit Ihren Fähigkeiten nicht in Frage kommen, so setzt sie das ebenfalls von Edward vorraus. Jedoch diese Differenzen werden zurückgestellt, da die grausamen Morde weshalb Anita angereist ist, weitergehen. Anita steht vor einem Rätsel und versucht ihr Bestes. Die hiesige Vampirsidhe mit Ihrer selbsternannten Göttin ist auch nicht sehr kooperativ.
Anita hat jedoch zumindest einen Ansatz gefunden um den Fall lösen zu können.

Diese Geschichte ist so spannend wie ein Krimi geschrieben. Die Nebendarsteller
sind ébenfalls nicht langweilig, denn es sind wieder teilweise psychopatisch oder soziopatisch gestörte Menschen. Es gibt aber ebenfalls sympatische Figuren, wobei diese jedoch nur sehr gezielt in Erscheinung treten. Dadurch wird Anita aber auch klar, wie sehr sie Ihre Männer und ein "normales" Leben vermißt!

Kann das Buch nur empfehlen und bin auf die Fortsetzung schon sehr gespannt.
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