The Diviners - Aller Anfang ist böse von Libba Bray

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2012unter dem Titel „The Diviners“,deutsche Ausgabe erstmals 2014, 704 Seiten.ISBN 3423760966.Übersetzung ins Deutsche von Barbara Lehnerer.

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In Kürze:

New York, 1926: Wegen eines kleinen „Zwischenfalls“ wurde Evie O’Neill aus ihrer langweiligen Kleinstadt ins aufregende New York verbannt. Dort genießt sie das wilde Partyleben, bis ein seltsamer Ritualmord die Stadt erschüttert – und Evie über ihren Onkel, den Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes plötzlich mitten in den Mordermittlungen steckt. Schon bald weiß sie mehr als die Polizei. Denn Evie hat eine geheime Gabe, von der niemand wissen darf: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Doch sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die wilden Zwanziger – das Böse regt sich in New York“89

Mystery-Rezension von Carsten Kuhr

New York 1926. Es ist die Zeit des Charleston, der Prohibition, eine Zeit, die gemeinhin unter der Bezeichnung „die Wilden 20er“ bekannt, ja berüchtigt ist.

Während einige Wenige nach dem schwarzen Montag mit ihren Erfindungen oder skrupellosen Geschäften Millionen scheffeln, darbt der Großteil der Bevölkerung dahin. Übersteigerte Religiosität, Vergnügungssucht in den vielen Etablissements, die Liebe zum nach wie vor verpönten Jazz und der Traum von Glück verbindet die Menschen. Auf der Leinwand werden Valentino und Chaplin angehimmelt, während man in einer der vielen Fabriken für wenig Lohn schuftet.

In diese Stadt die niemals schläft kommt ein junges Mädchen vom Lande. Aus nicht ganz unbegüterten Verhältnissen stammend findet sie, nachdem sie beschwipst den Sohn eines der Honoratioren ihrer kleinen Gemeinde bloßgestellt hat, bei ihrem Onkel Aufnahme. Was keiner ahnt, Evie hat eine besondere Gabe. Durch die Berührung eines Gegenstandes, der seinem Besitzer wichtig ist kann sie in dessen Vergangenheit eintauchen, erblickt dessen Geheimnisse.

Als sie mehr zufällig und aus Sensationsgier zusammen mit ihrem Onkel den Fundort einer Leiche besucht, meldet sich ihre Gabe, sie erhält Einblick in die letzten, traumatischen Momente im Leben des Opfers. Kurz darauf wird eine weitere Leiche gefunden – alles deutet auf einen Serienkiller hin, der versucht einen uralten, schwarzmagischen Ritus zu zelebrieren.

Während Evie einerseits versucht, ihr Leben zu genießen, nach dem Motto man ist ja nur einmal jung jede Nacht zum Tag zu machen und Parties feiert, begleitet sie gleichzeitig ihren Onkel bei den Ermittlungen der Mordfälle. Nicht einmal zwei Wochen haben sie und die Polizei Zeit, bis der Komet der die Ankunft des Höllenfürsten ankündigt über dem Firmament sichtbar wird und der Untergang der Welt droht, wenn die Diviners, Menschen mit ungewöhnlichen Gaben wie Evie das Böse nicht aufhalten …

Gelungene Kombination aus Zeitgemälde und Horror-Elementen

Libba Bray war mir von ihrer ebenfalls bei dtv erschienen Gemma Trilogie ein Begriff. Vorliegend wendet sie sich einer anderen Zeit zu, und präsentiert uns ein New York der 20er Jahre. Vorzüglich recherchiert lässt sie die wilden Zwanziger in all ihrer mondänen und dekadenten Pracht aufleben. Paillettenkleidchen, Federboas und Bubikopf, dazu Flüsterkneipen, Jazz und Charleston, nichts, was man gemeinhin mit der Ära verbindet darf hier fehlen.

Erstaunlich war für mich dann aber, dass es der Autorin gelingt diese Motive stimmig in ihre Handlung einzubauen. Da wirkt nichts aufgesetzt oder abgedroschen, statt dessen vermittelt Bray uns das Lebensgefühl der damaligen Zeit. Und, und das ist wichtig, sie verschließt die Augen auch nicht vor der Not und der Verzweiflung der Menschen. Deren Armut und Träume finden ebenso ihren Platz im Text wie die eigentliche Handlung.

Ausgehend von zwei Protagonisten – neben Evie steht ein Junge, der einstmals eine Begabung als Heiler hatte im Mittelpunkt – nimmt ein Plot seinen Anfang, der sich neben dem großen Sittengemälde auch als veritabler Horror-Roman entpuppt. Und die okkulten Sequenzen, die Suche nach dem Mörder packen den Leser und lassen ihn nicht mehr los.

Hier verbindet sich eine Krimihandlung mit übernatürlichen Elementen, die mich, gerade weil sie sparsam und dezent eingesetzt werden, in ihren Bann zogen. Gut konnte ich mich in Evie hineinversetzen, eine junge Dame in der großen Stadt, die zunächst nur ihr Vergnügen im Sinn hat, dann aber ungewöhnliches detektivisches Gespür beweist. Durch ihre eigene Gabe mit dem Übernatürlichen verbunden ahnt sie, nein sie weiß, dass es auch an ihr ist, das drohende Unheil aufzuhalten und entscheidend einzugreifen.

Das hat alles, was man von einem solchen Roman erwartet – Szenen, in denen man sich fürchtet, historisch akkurate Beschreibungen, Spannung und Gestalten, die markant sind, die lebensecht wirken und uns die Handlung erlebbar machen.

Ihre Meinung zu »Libba Bray: The Diviners - Aller Anfang ist böse«

Wynona Beck zu »Libba Bray: The Diviners - Aller Anfang ist böse«01.01.2017
Ich finde das Buch sehr schön, spannend und auch traurig weil Evie ihren bruder verloren hat aber auch schön vorallem wegen dem Ende wo sie und Jericho sich Küssen.
ich will den 2. Teil auch noch Lesen weil ich wissen muss wie es weite gehen wird mit den beiden und den anderen aus der Geschichte.
Das Buch is in meinen augen absolut Lesenswert!
Theta zu »Libba Bray: The Diviners - Aller Anfang ist böse«25.01.2016
The Diviners ist ein Buch das mal etwas anders ist. Zum einen spielt es sich in New York 1926 ab, ist ein Gemisch aus Krimi und Fantasy und ist aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben
( bedeutet, es wird aus der Sicht von jeder Auftauchenden Person geschrieben) . Ich muss sagen mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Vor allem hat es mir eine der Protagonisten Evie angetan. Sie ist wirklich mal etwas besonderes gewesen. Die Charaktere waren insgesamt alle ziemlich gut ausgearbeitet! Die Geschichte war interessant und hat durch ihre Andersartigkeit wirklich für ein bleibendes Interesse gesorgt. Allerdings muss ich auch sagen, dass sie trotz all dieser wirklich hervorragender Aspekte ( bei denen ich eigentlich keinen negativen Teil gefunden habe) bei mir nicht diesen Suchtfaktor ausgelöst hat, der bei guten Büchern meist auftaucht und mir schlaflose Nächte bereitet.
Fazit:
Dieses Buch ist wirklich lesenswert und glänzt ( genau wie Evie ) durch Besonderheit/ Andersartigkeit!!!!!!!!!!!
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