Scherben der Ehre von Lois McMaster Bujold

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Scherben der Ehre von Lois McMaster Bujold

Originalausgabe erschienen 1986unter dem Titel „Shards of Honor“,deutsche Ausgabe erstmals 1994, 333 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Michael Morgental.

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In Kürze:

Cordelia Naismith, Kapitänin eines Sternenschiffs, leitet die Expedition in ein neu entdecktes Planetensystem. Sie gerät in einen Hinterhalt der Barrayaner, überlebt den Überfall, wird aber von Lord Vorkosigan gefangengenommen, der seinerseits einem Anschlag von Verrätern entronnen ist. Sie verliebt sich in den jungen Lord, ergreift aber bei der ersten Gelegenheit die Flucht, um ihre Heimat vor den Expansionsplänen der Barrayaner zu warnen. Sie wird zu Hause als Kriegsheldin gefeiert, doch als man von ihrem Verhältnis mit dem barrayanischen Lord erfährt, wird sie der Spionage verdächtigt. Unter Lebensgefahr versucht sie, die Fronten zu wechseln und Schutz bei Lord Vorkosigan zu finden. Doch dieser ist selbst nur ein Werkzeug im subtilen Intrigenspiel der barrayanischen Herrscher

Ihre Meinung zu »Lois McMaster Bujold: Scherben der Ehre«

Beverly zu »Lois McMaster Bujold: Scherben der Ehre«28.05.2012
Wer die Romane um den umtriebigen Miles Vorkosigan gelesen hat, für den ist es durchaus interessant, zu erfahren, wie sich seine Eltern kennengelernt haben. So wird deutlich, dass Miles seine unbändige Energie von seinem Vater Aral geerbt hat. Die Geschichte um den Aristokraten Aral Vorkosigan und Cordelia Naismith ist flüssig geschrieben und hat immer wieder spannende Wendungen.

Nur für sich allein genommen hat der Roman einige Macken.
Es fängt mit dem Cover an, auf dem das "Warp 7"-Logo an Star Trek denken lässt, obwohl der Roman nichts mit Star Trek zu tun hat. Auf dem Titelbild posiert eine blonde Cordelia neben einen poppigen Mordinstrument - dem Roman entnehme ich, dass Cordelia rote Haare hat.

Bujold versucht, drei Geschichten zu erzählen. Wir haben

- die Liebesgeschichte zwischen Aral und Cordelia
- eine Geschichte über gnadenlose politische Intrigen
- eine Geschichte über die Schrecken des Krieges

Was von diesen Geschichten da ist, ist durchaus überzeugend und zeigt, dass Bujold schreiben kann und Ideen hat.
Der Epilog ab Seiten 319 ("Schaurige Ernte") hat einen Plot, der ihn zu einer preiswürdigen Kurzgeschichte macht. Für den Roman ist er aber nicht notwendig.

Für die Liebesgeschichte zwischen Aral und Cordelia gehört es zur Logik, dass beide Soldaten von Planeten sind, die gegeneinander Krieg führen. Hätte sich Cordelia nicht in einen Aristokraten des verfeindeten Barrayar verliebt, hätte sie auf ihrer Heimatwelt Kolonie Beta nicht all den Ärger gehabt, der zu traurigen und zugleich lustigen Verwicklungen führt.
Alldiweil der Roman einen 15seitigen Epilog hat, der nichts mit Aral und Codelia zu tun hat, steht in ihm keine Zeile über ihre Hochzeit, geschweige denn die Hochzeitsnacht. Sind Cordelias Mutter und ihre Freunde aus der fortschrittlichen Kolonie Beta zur Hochzeit in das halbbarbarische Barrayar gereist oder schmollend zu Hause geblieben?

Die erbarmungslosen Machtkämpfe auf Barrayar haben Arals Leben geprägt und so ist es nicht verwunderlich, dass er gegenüber Cordelia kaum ein anderes Thema hat. Zudem kommen sich die beiden näher, während ein besonders schlimmer politischer Winkelzug läuft, an dem Aral fast zerbricht.
Dabei erzählt Bujold zu viel im Berichtstil, was das Zeug zu einer ausgearbeiteen Handlung gehabt hätte (wobei ich auch gern wüsste, wie Aral und seine Mitverschwörer wirklich an das Wissen über die betanischen Plasmaspiegel gekommen sind).

Fazit: ein facettenreicher Roman, nur fügen sich die Facetten nicht immer harmonisch zusammen.
Mary zu »Lois McMaster Bujold: Scherben der Ehre«13.02.2011
"In Kürze" ist inhaltlich total falsch!!!

In "Scherben der Ehre" ist Miles noch gar nicht geboren!
Vielmehr geht es in der rasanten Geschichte um Cordelia und wie sie Miles Vater kennen lernt. Der entschieden spannendste und lustigste Band der Reihe - nicht nur für Battletechfans, hier ist die Battletech noch kleingeschrieben!
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