Watermind - Es kann jederzeit passieren von M. M. Buckner

Buchvorstellungund Rezension

Watermind - Es kann jederzeit passieren von M. M. Buckner

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „Watermind“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 463 Seiten.ISBN 3-426-50127-9.Übersetzung ins Deutsche von Bernhard Kempen.

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In Kürze:

Seit Jahrzehnten wird das verlassene Sumpfgebiet Devil s Swamp als Mülldeponie benutzt. Doch nun gelangen dort hochkomplexe Mikrochips in einen Tümpel voller Chemikalien und Biomasse. Sie setzen eine Kettenreaktion in Gang und eine neue Lebensform entsteht, anders als alles, was es bisher auf unserem Planeten gegeben hat. Aber ist sie friedlich …oder eine tödliche Gefahr?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Das Nano-Ding aus dem Sumpf“74

Science-Fiction-Rezension von Frank A. Dudley

Schwülwarme Feuchtgebiete inspirieren das spekulative Genre schon länger, man denke etwa an den 3D-Film „Der Schrecken aus dem Amazonas“ aus den 1950ern. Die amerikanische Autorin M. M. Buckner greift das Thema auf und verpasst ihm ein zeitgemäßes Gewand: Anstatt eines grün-glitschigen Kiemenmannes, der es auf die dralle Blondine abgesehen hat, sind es hier neuronale Nanobots, die als Bedrohung den Sümpfen Louisianas entsteigen.

In den USA hat das Mississippi-Delta den Ruf, ein ethnischer, kultureller und religiöser Schmelztiegel zu sein. Hier mischen sich französische, englische und karibische Traditionen und Sprache mit Vodoo und Christentum. Und ebendort, nahe Baton Rouge, liegt der Teufelssumpf, in dem die junge und brillante MIT-Studienabbrecherin CJ Reilly für den multinationalen Konzern Quimicron toxischen Müll wegschippt.

Sie flieht vor der Erinnerung an ihren dominanten Vater, der vor seinem frühen Tod ein weltweit anerkannter Chemiker war. An ihrer Seite schaufelt ihr derzeitiger Liebhaber Max, der mit seiner geliebten Zydeco-Musik kaum genug zum Leben verdient. Während der undankbaren Arbeit inmitten des giftigen Sumpfes entdecken die beiden einen zugefrorenen Tümpel. Nicht nur, dass es viel zu warm für natürliche Eisbildung ist, der Tümpel enthält auch noch glasklares, scheinbar reines Wasser. Und diese Erscheinung scheint auch auf eine mehr als unerklärliche Weise handlungsfähig zu sein.

Für CJ Grund genug, der Sache nachzugehen. Sie entnimmt eine Wasserprobe, um sie im Labor von Quimicron zu analysieren und entdeckt, dass in der Flüssigkeit Nanochips und Biomasse eine Symbiose eingegangen sind. Doch ihr Vorgehen bleibt nicht unentdeckt: Sie wird verhört und dann – zu ihrer allergrößten Verwunderung – stellt sie der oberste Firmenlenker Roman Sacony ein, damit sie dem geheimnisvollen Tümpel das gefährliche Denken ein für alle Mal austreibt. Für CJ wird das zur doppelten Herausforderung, denn sie hat den großen Ehrgeiz, das flüssige Rätsel zum Nutzen der Menschheit zu lösen und verguckt sich auch noch in Sacony, was ihre Beziehung zu Max verkompliziert.

Klappentext mit Spoiler, Charaktere mit Facetten

M.M. Buckners „Watermind“ ist ein spannender Wissenschaftsthriller, der spontan an Michael Crichtons „Beute“ und Jeff Carlsons „Nano“ erinnert. Menschengemachtes wendet sich gegen seine Schöpfer, in diesem Fall mit einem ökologischen Unterton in der Handlung. Das Ganze ist professionell bis routiniert erzählt, wobei immer enger getaktete Zeitangaben die Spannung stetig erhöhen sollen. Dieser Kniff gelingt aber nur teilweise, weil sowohl der Klappentext als auch die Autorin schnell dabei sind, den Leser über die Herkunft des feuchtwarmen Phänomens aus dem Sumpf aufzuklären.

Doch die gelungene Charakterisierung der Hauptfiguren vermag das wettzumachen. Buckner gelingt es auf überzeugende Weise, im Verlaufe der Handlung aus der sprunghaften CJ einen überlegten Menschen zu machen, ihren selbstlosen Freund Max mit mehr Mumm auszustatten und dem souveränen Konzernlenker Sacony etwas mehr Demut angedeihen zu lassen.

Ihre Meinung zu »M. M. Buckner: Watermind - Es kann jederzeit passieren«

Peter zu »M. M. Buckner: Watermind - Es kann jederzeit passieren«04.08.2012
Das Buch ist ein Witz! Die Autorin ist offenbar dermaßen vaginalgesteuert, dass dieses Buch zurecht im Feuchtgebiet spielt. Die Handlung ist ein stetes Hin und Her von einem Sexualpartner zum anderen -von einer persönlich emotionalen Krise zur Nächsten -von einer mäßigen Reaktion des Watermind zur Anderen. Und so geht es weiter und weiter und weiter. Frauenprobleme und Science; Schlimmer geht es nicht.
C.C.Wolff zu »M. M. Buckner: Watermind - Es kann jederzeit passieren«20.02.2012
Eine nur anfangs interessante Idee, geschrieben von jemandem, der wenig Sprachgefühl und überhaupt kein Talent zur Beschreibung von Personen hat. Klischee reiht sich an Klischee, vollkommen schablonenhaft. Ein wirklich miserables Buch, das völlig zu Recht auf dem Grabbeltisch als Mängelexemplar landete .... Kein Wunder bei den Mängeln dieser Autorin
tassieteufel zu »M. M. Buckner: Watermind - Es kann jederzeit passieren«12.11.2010
Seit vielen Jahrzehnten wird der Devils Swamp in Baton Rouge als Mülldeponie genutzt, zusätzlich zu dem ganzen Abfall, der dort entsorgt wird, wird noch jede Menge Dreck und Müll angeschwemmt und hat sich zu einer üblen Suppe vermischt, als hochkomplexe Biochips hinzukommen, setzt sich eine Kettenreaktion in Gang, in der eine neue Lebensform entsteht, die eher durch Zufall von der jungen Wissenschaftlerin C.J. Reilly entdeckt wird. Reilly, auf der Flucht vor der Vergangenheit, hat ihr Studium am MIT hingeschmissen und tingelt durch die Gegend und hat gerade einen Job als Müllbeseitigerin bei einem großen Ölkonzern angenommen, als sie bei ihrer Arbeit entdeckt sie gemeinsam mit ihrem Freund Max im Sumpf eine seltsame Erscheinung entdeckt. Während Reilly das "Ding aus dem Sumpf" erforschen möchte, setzt der Boss des Ölkonzerns alles dran die Sache zu vertuschen und so schnell wie möglich zu beseitigen, doch der Watermind, wie er schnell von den Einheimischen genannt wird, läßt sich nicht so einfach ausschalten.
Wieder einmal ein Buch, das einen zwiespältigen Eindruck hinterläßt. Die Idee an sich fand ich durchauss spannend und orginell und der erste Teil des Buches ist auch durchaus fesselnd, die vielen wissenschaftlichen Erläuterungen sind verständlich auch für Laien, überlagern allerdings im zweiten Buchteil, was eindeutig zu Lasten der Spannung geht. Im Gegensatz zu mach anderem Thriller ist hier die Charakterzeichnung doch ganz gut gelungen.
Die Figuren nehmen im Lauf der Geschichte eine Entwicklung, die glaubwürdig und nachvollziehbar ist. Im zweiten Buchteil wird dann aber leider alles recht vorhersehbar, die Ereignisse wiederholen sich, so das es keine Überraschungen mehr gibt und das plötzliche Ende wirkt recht enttäuschend. Insgesamt locker und routiniert geschrieben, aber sicher nichts außergewöhnliches, was lange im Gedächtnis bleibt.

Fazit: interessante Idee, die mich zu Anfang auch durchaus fesseln konnte,aber ab der Mitte des Buches war es es einfach zu zäh und das Ende wirkt dann ziemlich enttäuschend.
Sina zu »M. M. Buckner: Watermind - Es kann jederzeit passieren«11.07.2010
Technisch nicht neuer, aber durch seine Lockerheit und Modernität bestechender Thriller. Muss man gelesen haben- wer nicht schnell urteilt und seinen Verstand einsetzt, findet in den Handlungssträngen einiges mehr als in 08/15-Büchern. Leicht verdaulich- darum meiner Meinung nach besonders attraktiv, vor allem für Anfänger.
Jonasson123 zu »M. M. Buckner: Watermind - Es kann jederzeit passieren«09.05.2010
Kann mich der Meinung von mase nur anschliessen.
Ist nich unbedingt das Beste Buch. Muss man auch nicht gelesen haben aber wenn mans liest dann liest mans halt und dann gehts ab in den Bücherschrank. Ich muss sagen ich lese lieber andere Bücher. Und die Bewertung dieses Buches entspricht meiner Meinung auch nicht der Ansicht die ich von diesem Buch habe.

Aber na ja kann man ja nicht ändern.

Ich rate davon ab, aber das muss schlussendlich jeder für sich selbst entscheiden.
mase zu »M. M. Buckner: Watermind - Es kann jederzeit passieren«07.10.2009
Solider Ökothriller nach altbewährter Manier: Eine junge aufstrebende Wissenschaftlerin macht eine unglaublich Entdeckung. Zusammen mit anderen Experten versucht man der Sache auf den Grund zu gehen. Die einen, um die Welt zu verbessern, die anderen, zu ihrem eigenen Nutzen.

Absolut nichts neues, aber locker und routiniert geschrieben. Die wissenschaftlichen Abschnitte sind gekonnt erzählt, oftmals jedoch mit zu vielen Fachausdrücken in einem Absatz, während die Actionszenen doch eher schlampig beschrieben werden und auch zu kurz kommen. Hier sind die Prioritäten ganz klar gesetzt.

Leider weiss man schon nach 150 Seiten wie sich der Plot entwickelt und daher ist „Watermind“ wohl nur was für Einsteiger. Alles ist vorhersehbar, nicht nur die künftigen Sexualpartner der Protagonistin.
freundbaer zu »M. M. Buckner: Watermind - Es kann jederzeit passieren«01.05.2009
Ein Krisenbuch, wie es in die aktuelle Zeit passt. Unkontrollierte Müll- und Schrottentsorgung... und aus all der Chemie, Elektronik und Kleinstleben entwickelt sich eine Lebensform. Von Intelligenz zu sprechen ist sicher zu viel, aber sie entwickelt sich. Über das gesamte Buch tobt der Kampf zwischen Erforschung, Nutzung und Vernichtung dieser Lebensform. Wer oder was sich durchsetzt, sollte man schon selber lesen.
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