Hard to Kill von Maike Hallmann

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2012, 592 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

»Hard to Kill« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Argon, seines Zeichens Ex-Justifier und nun Schmuggler, lebt den Traum vieler ehemaliger Kollegen: Der Captain der Virago ist sein eigener Herr. Mehr oder weniger jedenfalls, säßen ihm nicht unbarmherzige Kredithaie im Nacken. Und wäre da nicht sein ehemaliges Justifiers-Team, das mit ihm noch eine Rechnung offen hat. Doch als die Virago abstürzt, haben Crew und Justifiers auf einmal ganz andere Probleme. Das einzige, was die Bewohner des namenlosen Planeten kennen, ist Hunger, und auf einmal geht es nicht mehr um Rache oder Freiheit, sondern ums nackte Überleben …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der Schmuggler und die Bestien – die Havarie der Virago“79

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Als Raumfahrer, noch dazu als gefeierter Schmuggler hat man ein tolles Leben, sollte man zumindest meinen. Die Credits drängen sich einem förmlich auf, dazu kommen die willigen Damen, die sich von dem Nimbus der Verruchtheit anziehen lassen. Dabei sieht die Wirklichkeit ein wenig anders aus. Aragon, seines Zeichens nicht nur Captain der Virago, sondern auch Ex-Justifier, hat Probleme, letztere groß geschrieben. Um seine Raten bei diverse Kredithaien, die aber auch so gar keinen Spaß verstehen, bezahlen zu können, muss er Risiken eingehen, die nicht mehr kalkulierbar sind.

Da kommt es gerade recht, dass er dem Orden zunächst unbemerkt eine Ampulle mit Wunder-Naniten entwenden kann. Versteckt in seiner Kabine hat er endlich einmal das große Los gezogen – denkt er. Doch wehe, wenn es einem zu gut geht, zumal sein Schiff noch blinde Passagiere transportiert, die ihr eigenes Süppchen mit ihrem früheren Freund Aragon am kochen haben. Ein Geruch von Meuterei, von Überfall liegt in der Luft, doch dann stürzt die Virago über einem unbekannten Planeten ab, und plötzlich sind alle Pläne nur mehr Makulatur.

Der Planet beherbergt Leben, Leben der gefährlichen Art, Jäger, die einmal aufgeweckt, ihr Opfer hartnäckig verfolgen und sich weder von Kugeln noch von Laserschüssen wirklich aufhalten lassen …

Tempo, Action und Charaktere

Maike Hallmann beweist mit vorliegendem Buch, dass sie packend und spannend fabulieren kann. Mit viel Dramatik und noch mehr Tempo brennt sie ein wahres Actionfeuerwerk ab, das insbesondere auch auf die Besonderheiten der geklonten Tier-Menschen, die als Justifiers ihr Brot fristen, eingeht.

Geschickt stellt sie uns einen urwüchsigen Planeten vor, der ihr als Bühne für die Handlung dient. Neben den Jägern, die mich ein wenig an riesenhafte Versionen der Geschöpfe aus Alien erinnerten, sind es die Schicksale der Handelnden, die den Leser besonders gefangen nehmen. Hier zeigt sie uns Charaktere auf, die interessant sind, die vielfältig und lebensecht beschrieben werden und die uns mit ihren Sorgen, Ängsten und Hoffnungen rühren.

Sie geht dabei inhaltlich nachvollziehbar und glaubwürdig auf gruppen-dynamische Prozesse ein, hinterfüttert ihre Gestalten mit einer glaubwürdigen Historie, die deren Verhalten erst nachvollziehbar und stimmig macht. Dabei legt sie viel Wert auf Gefühle. Neid, Hass, Mitleid und Zuneigung, Liebe und Treue – all dies fließt in den Roman ein, und versieht diesen mit einer Tiefe, die für ein SF-Action-Spektakel selten ist.

Dazu gesellt sich ein sehr angenehm zu lesender Stil, ein stringent durchgezogener Handlungsbogen und markante Gestalten, die diesen Roman zu einem der bislang besten der Justifier-Reihe macht.

(Carsten Kuhr, September 2012)

Ihre Meinung zu »Maike Hallmann: Hard to Kill«

DI Stefan Cernohuby zu »Maike Hallmann: Hard to Kill«24.10.2015
Ein Justifiers-Team soll seinen ehemaligen Anführer eliminieren, einen auf der Flucht befindlichen Raumschiffkapitän. Sie alle stranden auf einem unbekannten Planeten. Ein durchgeknallter Tiger-Beta beginnt, die heimische Fauna zum Fressen gern zu haben und spricht in der Zwischenzeit mit seiner verstorbenen Gefährtin. Neben psyopathischen Feuerteufeln sind da auch noch einheimische Kreaturen, die nur an frischer Nahrung interessiert sind - letztere könnte durchaus auch aus der Crew bestehen.

Das Buch hat einiges zu bieten. Action, Spannung, Sarkasmus, abgedrehte Charaktere und ein wenig Mystik. Auch wenn die Grundgeschichte nicht allzu komplex ist, gleicht der Roman das durch Stil und Tempo wieder aus.
Zudem hat die Autorin keinerlei Skrupel, Charaktere, die dem Leser ans Herz wachsen könnten, eiskalt zu eliminieren.
Zwar hätte das Buch noch mehr Potenzial gehabt, empfehlen kann man es aber trotzdem uneingeschränkt.
Ihr Kommentar zu Hard to Kill

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.