Die Spionin von Mark Robson

Buchvorstellungund Rezension

Die Spionin von Mark Robson

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „Imperial Spy“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 400 Seiten.ISBN 3-570-30533-3.Übersetzung ins Deutsche von Tanja Ohlsen.

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In Kürze:

Jahrelang hat die Gilde von Shandar das Land terrorisiert. Nun gibt es endlich Hoffnung: in der Figur des neuen Herrschers Surabar und der jungen Femke. Doch die Gilde existiert nach wie vor. In ihrem Versteck bereitet sie den Gegenschlag vor – allen voran der Auftragsmörder Shalidar.

Femke reist zu Friedensverhandlungen ins Nachbarreich Thrandor. Dort nimmt Shalidars Racheplan Gestalt an. Plötzlich wird sie als Mörderin angeklagt. Femkes Leben und der Frieden zwischen den Ländern stehen auf dem Spiel.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Mission Gerechtigkeit“81

Fantasy-Rezension von Frank A. Dudley

Femke ist eine Spionin in den Diensten des Imperators von Shandar. Ihm will sie ihre Fähigkeiten beweisen und bekommt auch schnell Gelegenheit dazu, denn Attentäter trachten Surabar, dem Herrscher und ehemaligen General, nach dem Leben. Die junge Spionin kann zwar einen weiteren Anschlag verhindern, macht sich dadurch jedoch mit dem kaltblütigen Shalidar den besten Assassinen der Mördergilde von Shandar zum Feind

Der neue Auftrag Femkes führt sie unter dem Deckmantel eines Diplomatentitels nach Thrandor. Dort soll sie im Namen von Imperator Surabar für Frieden und Freundschaft zwischen den beiden Staaten und Völker sorgen, nachdem der vorherige Herrscher von Shandar für aggressive Missstimmung gesorgt hatte.

Doch schon kurz nach ihrer Ankunft in Thrandor gerät Femke unverhofft in eine Intrige, die nicht nur den fragilen Frieden zwischen den beiden Ländern, sondern auch ihr eigenes Leben gefährdet: Man wirft ihr vor, an der Ermordung des Beraters und besten Freundes des thrandischen Königs beteiligt gewesen zu sein. Der Beweis: Ihr Messer steckte im Toten. Ihr bleibt nur die Flucht, und so begibt sie sich in den Untergrund der fremden Stadt Mantor. Was sie dort sehr schnell entdeckt: Die Morde reißen nicht ab, im Gegenteil, was offensichtlich nur ihrem ärgsten Feind Shalidar zuzuschreiben ist.

Für Femke gibt es nur einen Ausweg – die Flucht nach vorne. Sie muss sich dem extrem gefährlichen Assassinen Shalidar stellen und den Kampf gewinnen, denn nur so kann sie ihren Namen reinwaschen und gleichzeitig den drohenden Krieg zwischen Thrandor und Shandar verhindern. Unterstützung erfährt sie dabei von zwei Seiten: Einmal von Danar, dem Sohn eines shandarischen Adligen, der ihr nach Thrandor gefolgt ist im Glauben, sie sei die Person, unter deren Tarnung sie in ihrer Heimat operiert hat. Und dann der junge Soldat Reynik, der Femke im vollem Bewusstsein der möglichen Gefahren begleitet und nun tiefer im tödlichen Sumpf aus Intrige und Attentaten steckt, als ihm lieb ist.

Würzige Wendungen

„;Die Spionin“ ist offensichtlich als Lektüre für jüngere Leser angelegt. Doch auch ältere Fantasyfans werden mit dem Buch bestens unterhalten, denn im Unterton schwingt eine düstere Note mit. Von Magie wird zwar gesprochen, aber zum Einsatz kommt sie nicht, glücklicherweise, muss man sagen, denn sie ist für die spannende Handlung schlicht unnötig. Zwar gibt es zum Ende des Buches hin eine alchemistische Einlage, doch Robson konzentriert sich eher auf die Fehlbarkeiten seiner eigentlich in ihrer Profession sehr fähigen Hauptfigur. Er gibt Femke Schwächen mit auf den Weg und bringt auch ihre Begleiter oft genug in Lebensgefahr, sodass man in der Tat um sie bangt, während sie verdeckt für den gerechten Ausgang ihrer Mission kämpfen.

Neben fesselnden Kämpfen bietet „;Die Spionin“ neben sehr präzise Beschreibungen von Überwachungstechniken und militärischer Taktik auch so manche Lektion in politischem Konfliktmanagement. Das würzt die vielen unvorhersehbaren Handlungsdrehungen und -wendungen, die einen bis zum Ende mit gespannter Erwartung weiterlesen lassen.

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