Der Wettkampf der Magier von Markus Frost

Buchvorstellung

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 2008 , 426 Seiten. ISBN 3897745925.

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In Kürze:

Als die Erzmagierin und Herrscherin des Elfenreichs Leyla aus einem bizarren Alptraum erwacht, weiß sie nichts von den anderen Mächtigen der Welt: der Herrscherin des Sonnenreichs, dem Herrscher des Reichs des Chaos und dem des der Lüfte. Genau wie sie selbst streben auch jene nach der Vorherrschaft in der Welt. Und genau wie sie wissen jene nicht, dass sich ein dunkler Schatten daran macht, sie allezu vernichten. Dies ist die Geschichte des immerwährenden Kampfs von Gut und Böse. Es ist auch die Geschichte der unverbrüchlichen Freundschaft von fünf Gefährten: Tyllader Elfe, Yann des Magiers des Winds, Eyilys der Priesterin der Sonne, Mori der Zwergendiebin und nicht zuletzt Zorak des mächtigen Kriegermagiers. Am Anfang nichts weiter als auf der Jagd nach einem verschollenen Schatz werden sie immer tiefer in den Strudel haarsträubender Geschehnisse hineingezogen, um am Ende sowohl ihrem eigenen als auch dem Schicksal der ganzen Welt zu begegnen. Die Geschichte ist ein Epos voller Magie, aber auch von unkonventionellen, ganz und gar nicht magischen Lösungen, die Cleverness und Geschick erfordern.

Ihre Meinung zu »Markus Frost: Der Wettkampf der Magier«

Petra Ederer zu »Markus Frost: Der Wettkampf der Magier« 20.04.2009
Es ist schon erstaunlich, wie ein Autor seine Leser an der Nase herumführen kann. Zuerst werden in verschiedenen Kapiteln Elemente klassischer Fantasy scheinbar wahllos präsentiert. Dann wachsen sie unerwartet zusammen, nur um einem später vor Augen zu führen, dass eigentlich alles doch ganz anders ist. Ein Verwirrspiel, das am Anfang tatsächlich etwas verwirrend wirkt, später aber, gerade durch seine überraschenden Wenungen und Sprünge, immer mehr Sinn ergibt. Und das Ende wirft einen glatt um! Ein ebenso ungewöhnlicher wie faszinierender Roman!
Toni Weiss zu »Markus Frost: Der Wettkampf der Magier« 09.02.2009
Was auf den ersten Blick wie ein Aufguss des "Herr der Ringe" erscheint, erweist sich in Wirklichkeit als etwas ganz anderes, und zwar als einen ziemlich ungewöhnlichen Fantasyroman voller Ideenreichtum, der auch SciFi-Fans ansprechen könnte. Denn wo sonst findet man eine ganze Welt auf einem Möbiusband mit all seinen Möglichkeiten? Viele weitere Aspekte, die in Richtung "Science" gehen, sind wunderbar als "Ostereier" versteckt, so zum Beispiel erklärt einer der Charaktere spielerisch die Chaostheorie, an einer anderen Stelle wird man, ohne es zu merken, mit dem Tunneleffekt konfrontiert, und auch das von Pink Floyds "Dark Side of the Moon" bekannte Prisma mit dem durch es zerlegte Licht spielen eine Rolle. Neben diesen naturwissenschaftlichen Spielereien kommen auch philosophische Ansätze nicht zu kurz, und das alles ist in eine unterhaltsame Fantasy-Geschichte eingebettet. Wer also das Ungewöhnliche liebt, sollte hier einmal einen Blick riskieren.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Laura Peter zu »Markus Frost: Der Wettkampf der Magier« 17.07.2008
Na, wer sagt denn, dass es in der Fantasy nichts mehr Innovatives gibt? Okay, die Völker im Roman sind nichts wirklich Neues (bis auf vielleicht, dass sie nicht mehr stur Stereotypen wie Elfen = gut, Orks = böse bedienen). Aber wo sonst schon findet man findet man eine ganze Welt auf einem Möbiusband? Und der Schreibstil? Etwas für Fellini-Fans wie mich, auf jeden Fall. Szenen wie Spannung werden ebenso schnell auf- wie abgebaut, und ehe man sich versieht, befindet man sich bereits im nächsten Szenario. Kein langes Rätseln, wie viele Problemchen die Helden noch bewältigen müssen, bis endlich die Auflösung naht. Leider kommt die Farbigkeit der Charaktere etwas zu kurz, aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass die starke Persönlichkeit der Zwergin alle anderen in den Schatten stellt. Wie auch immer, mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen.
Oliver Huck zu »Markus Frost: Der Wettkampf der Magier« 02.07.2008
Ich habe schon eine Menge vielversprechender Romane gelesen, die am Ende ein Gefühl der Frustration hinterließen (zu viele offene Fragen). Hier ist es gerade umgekehrt. Die (vermeintlich) losen Enden zu Beginn werden nach und nach zu einem grandiosen Ganzen verwoben, um in einer fulminanten finalen Schlacht zu münden. Aber beeindruckend wie diese ist, setzt sie nicht den Schlusspunkt - das Leben geht auch danach weiter, und zwar auf eine völlig überraschende Art. Ein interessantes Buch, das eine ziemliche Dynamik entwickelt, indem, noch während ein Spannungsbogen am abklingen ist, sich parallel dazu bereits der nächste aufbaut und den Leser nicht zur Ruhe kommen lässt.
Karlheinz Pfeiffer zu »Markus Frost: Der Wettkampf der Magier« 21.06.2008
Wer zu nahe vor einem Mosaik steht, sieht nur einzelne farbige Steine, kann aber das von ihnen dargestellte Bild nicht erkennen. So verhält es sich auch mit diesem Buch. Die Abfolge der Episoden erscheint zunächst zusammenhanglos und wirr und macht den Einstieg einigermaßen schwierig. Wer sich aber die Mühe macht, aufmerksam weiterzulesen, wird mit einer gut durchdachten Geschichte belohnt, und mit jeder Seite mehr fügen sich die Kapitel zu einem Ganzen wie die besagten Steinchen zu einem Mosaik. Der Rahmen der Handlung ist den Erzmagiern gewidmet, wohingegen die eigentliche Geschichte von Leylas fünf Helden, die erst nach und nach in Erscheinung treten, vorangetrieben wird. Der Roman steckt voller Überraschungen, zum Beispiel auf welche Weise die Zwergin erkennt, dass ihre Welt ein Möbiusband ist. Dann wären da die "bösen" Orks und die "guten" Elfen, die so gar nicht den gängigen Stereotypen genügen. So gibt es einige Elfen, die sich der dunklen Seite zuwenden und zu Dunkelelfen werden oder umgekehrt Orks, die sich auf die Seite des Guten schlagen. Auch die schon ganz am Anfang in Erscheinung tretende Erzmagierin, Leyla, ist alles andere als das, was man von einer Elfe erwarten würde. Sie ist eigenwillig, launisch, selbstherrlich - und trotzdem sympathisch, so wie alle Charaktere gute und schlechte Eigenschaften haben. Es sind Wesen wie du und ich eben. Und genau wie die Figuren vielschichtig sind, ist es der ganze Roman. Man muss ihn, wie eingangs schon geschrieben, aufmerksam lesen, damit einem die vielen, zum Teil die Geschichte tragenden, Details nicht entgehen. Eine sich schnell entwickelnde eindimensionale Story mit viel vordergründiger Spannung sucht man beim "Wettkampf der Magier" vergeblich. Wer sich jedoch für eine komplexe Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen, in der bis zuletzt nichts so ist, wie es zunächst erscheint, erwärmen kannn und dafür bereit ist, sich erst einmal etwas mühselig einzulesen, liegt hier genau richtig.
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