AERA - Die Rückkehr der Götter von Markus Heitz

Buchvorstellungund Rezension

deutsche Ausgabe erstmals 2015, 784 Seiten.ISBN 3-426-51861-9.

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In Kürze:

Im Jahr 2019 herrscht eine neue Weltordnung: Die Götter kehren auf die Erde zurück. Alle Götter – bis auf einen. Während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich. Die einst mächtigsten Religionen der Welt werden bald als bedeutungslose Sekten belächelt. Mit »AERA – Rückkehr der Götter« hat Markus Heitz einen neuen Kosmos geschaffen – ein großes Vergnügen für alle Fans von düsterer Spannung und filmreifer Action!

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Götter sind zurück – Doch nicht Jeder glaubt an deren Existenz“67

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Der Untertitel ist hier im wahrsten Sinn des Wortes Programm. Wir schreiben das Jahr 2012, als die Welt, wie wir sie zu kennen glauben abrupt aufhört. Keine Pandemie, kein Krieg oder eine Umweltkatastrophe sorgen dafür, dass sich alles ändert. Längst vergessene Götter erheben ihr Haupt, manifestieren sich und fordern von ihren Gläubigern sie zu verehren. Als Belohnung gibt es dann Wunder und schon geht sie los, das Rennen um die Gläubigen.

Zunächst kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die bisherigen Weltreligionen, gleich ob das Judentum, die Christen oder der Islam versinken in Bedeutungslosigkeit, gibt es doch hier keine Götter, die auf Erden wandeln.

Im Verlauf der Übergangskriege wurden auch die Ehefrau und das Kind des Interpol-Ermittlers Malleus Bourreau getötet. Seitdem hat der bekennende Atheist den Göttern den Kampf angesagt. Immer wieder fordert er diese verbal heraus, negiert ihre Existenz und hinterfragt ihre Präsenz. Damit ist er der ideale Ermittler für jegliche Verbrechen, in denen Götter und ihre Priester verwickelt sind.

Als in Treva, dem früheren Hamburg ein Hehler ermordet wird, und diverse Kultgegenstände entwendet werden, wird Malleus gerufen. In der Folge muss unser Polizist erkennen, dass, wer auch immer hinter dem Verbrechen steckt, bereit ist, über Leichen zu gehen. Auch seine Privatermittlungen, sei es ein Diebstahl im Vatikan, die Thugs, die London heimsuchen oder die Opferung eines Kindes in Karthago haben, obzwar zunächst nicht ersichtlich, mit dem Hamburger Verbrechen zu tun.

Gut, dass Malleus einen unbekannten Schutzengel hat, der mit seiner APB dafür sorgt, dass Malleus am Leben bleibt – fürs Erste zumindest …

Die ebook-Reihe im Print – rasant, auf den Punkt geschriebene Action

Zunächst erschienen die Texte als 10 ebooks im Knaur Verlag und sorgten schon damals für Furore. Während manche Leser Heitz nur als Fantasy-Autor (Zwerge / Nimae) goutieren, hat der sympathische Rekord-DPP-Preisträger doch auch in den im Knaur Verlag erschienenen Urban-Fantasy Thrillern gezeigt, dass er packend zu unterhalten weiß. Nun also hält er für seine Leser eine neue Welt bereit – und die Idee per se ist bestechend. Dass sich die alten Götter, Asen, Griechen, Ägypter ebenso wie Naturgötter der amerikanischen Ureinwohner oder der Afrikaner manifestieren, dass die Verehrer des einen Gottes allesamt vergeblich auf die Wiederkunft ihres Wesens warten, das hat schon etwas.

In diese Grundsituation, die Heitz zumindest in diesem Band – noch – nicht aufklärt, gerüchteweise plant er zwei weitere Bände, platziert er seinen ungewöhnlichen Ermittler.

Ständig teure cubanische Zigarren mit besonderen, bewusstseinserweiternden Beimischungen paffend, erweist sich dieser zwar als markante Persönlichkeit, dessen Darstellung aber, auch bedingt durch die Publikationsform in zunächst getrennten Geschichten, auf Dauer auch angesichts seiner Marotten nerven. Natürlich persifliert der Autor hier, lockt uns immer wieder mit neuen Andeutungen, ohne seine Gestalt wirklich mit Leben zu füllen. Ständige Wiederholungen, seine Kleidung und der fast schon zwanghaft zu nennende Blick aufs PDA stören auf Dauer den Lesefluss ein wenig, zumal ihm kaum einmal eine menschliche Regung anzumerken ist. Es erwartet uns ein obercooler Supermann-Verschnitt mit Psychose, der alle Anfeindungen durch Killer, Götter und mechanische Golem ohne große Blessuren übersteht.

Dass der Zufall immer wieder zu Hilfe eilt, dass die Logik so manches Mal Kapriolen schlägt, die Handlungsorte rudimentär bleiben ist letztlich dem Tempo der Texte gefordert. Wer hier große Charakterentwicklungen oder fein gezeichnete Ortsbeschreibungen erwartet, der hat zum falschen Buch gegriffen. Heitz geht es darum, seine Leser rasant und mysteriös zu unterhalten, und dies gelingt ihm – Ende offen, Fortsetzung folgt.

Ihre Meinung zu »Markus Heitz: AERA - Die Rückkehr der Götter«

Maldur zu »Markus Heitz: AERA - Die Rückkehr der Götter«17.04.2017
Ich habe das Buch gelesen, weil ich so oder so alles von Heitz lese. Und ich muss sagen, ich fand es bomben stark. Mal was ganz anderes irgendwie. Herrlich zu lesen, wie ein Atheist sich in einer Welt voller vermeintlicher Götter durchschlägt. Zudem eine wie ich finde ungemein spannende Handlung mit einem nicht wirklich vorhersehbaren Ende. Das hat wahrlich Laune gemacht zu lesen.

Dass Malleus ständig seinen Bart streichelt wenn er denkt oder nervös ist, was einige ja scheinbar beim Lesen arg nervte, fiel mir kaum auf. Auch das ständige Rauchen war ok. Und wenn wer von Logikfehlern berichtet, meine Güte, in einer Welt voller Götter wimmelt es nur von Logikfehlern^^

Ich kann das Buch nur empfehlen. Zumal ich hoffe, dass vll. noch einmal eine Fortsetzung erscheinen wird, einen kleinen Cliffhanger gibt es am Ende schon (allerdings nicht bezogen auf die Storyline als solches, die wird abgeschlossen).

Ich vergebe lockere 90 von 100 Punkten.
Uwe , Dibbern zu »Markus Heitz: AERA - Die Rückkehr der Götter«26.08.2016
Es sollte einen weiteren Teil geben, da es nicht die übliche "Gut und Böse" Geschichte zeigt.
Das Gesamtbild der neuen Welt, mit all ihren neuen
Machtverhältnissen und der Gedanke an die nicht mehr existierenden Altreligionen.
Mir Gefällt auch das Halblegale und die sich auflösenden Strukturen.

Ich kann mir vorstellen das es nicht einfach ist, etwas
anderes zu schreiben als eben "Gut und Böse".
In den Grauzonen zu Fischen bringt spannende Romane hervor.

Danke
cookie1511 zu »Markus Heitz: AERA - Die Rückkehr der Götter«24.04.2016
Meine Meinung:

Ich habe von diesem Buch aus der Werbung erfahren. Nachdem ich mich mit der Inhaltsangabe vertraut gemacht habe, war mir klar, dass dies ein typischer Heitz, aber gleichzeitig auch mit einer ganz neuen Geschichte sein wird. Also bin ich neugierig geworden und habe mir das Werk gleich besorgt.
Das Cover ist rot und mit dunklen Schattierungen versehen, in der Mitte ist der Titel und darüber der Name des Autors geschrieben.

Im Jahre 2019 ist die Welt ganz anders, als wir sie heute kennen, denn Ende 2012 kamen die Götter zurück auf die Erde. Alle, aus jeder Kultur, nur die Götter des Christentums, der Juden und des Islams lassen sich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht blicken. Inzwischen hat man sich aneinander gewöhnt, bzw. die Götter haben sich auf der Erde eingerichtet und buhlen um die Anbetung ihrer Anhänger. Auch Interpol hat sich den neuen Umständen angepasst und hat eine extra Abteilung für Ermittlungen, die sich um Straftaten kümmert, worin eine Gottheit eventuell verwickelt ist. Einer dieser Ermittler ist Malleus Bourreau, der standhaft Atheist geblieben ist.
Nun ermittelt er in mehreren Fällen gleichzeitig, die aber etwas gemeinsam haben: Auf der ganzen Welt verschwinden religiöse Artefakte aus den verschiedensten Kulturen.

Malleus scheint ein komischer Kauz in einer seltsamen Welt zu sein. Es braucht schon eine Weile, bis man sich in dieser neuen Aera zurechtgefunden hat. Hilfreich ist hier der Prolog, der aufzeigt, wie das Leben und Miteinander auf unserer Erde sich in den Jahren von 2012 bis 2019 verändert hat. Dadurch ist man gut über die Hintergründe aufgeklärt.
Der Ermittler ist allerdings eine Figur für sich: Er lässt sich nichts sagen, nichts vorschreiben und macht dabei einen sehr guten Job. Immer wieder wird auf seine Vergangenheit verwiesen, wo es ein Schlüsselereignis gab, welches seine jetzige Lebensart beeinflusst. Am Ende des Buches habe ich mich mit ihm angefreundet, weiß aber leider immer noch nicht genau, was damals passiert ist.
Verfolgt wird er die ganze Zeit über von einem mysteriösen Fremden, der ihm so manches Mal aus der Patsche hilft, es aber nicht nur gut mit ihm meint.
Dann wäre da noch Marianne Lagrande, die Malleus unterstützend zur Seite gestellt wird. Mit der Rolle als Sekretärin will sie sich aber nicht zufriedengeben und ermittelt so auf eigene Faust. Nach und nach wachsen beide zu einem Team zusammen.

Aufgeteilt ist der Roman in Kapitel, die jeweils eine Ermittlung beinhalten, welche wiederum alle miteinander zusammenhängen.

Fazit:

Nach der Eingewöhnung hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Und ohne dass es dort geschrieben steht, würde ich sagen: „Fortsetzung folgt“.
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